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Bitcoin und Schwarzgeld: Das Problem ist der Fiskus, nicht die Währung
Ein Ertrag von 20 % in zehn Jahren deckt die Inflation nicht ab, während das Finanzamt fast 20 % des Gewinns einbehält. Bitcoin wäscht kein Schwarzgeld...
Bitcoin wäscht Ihr Schwarzgeld nicht: Es verschiebt es nur
Wer 20.000 Euro an unversteuertem Geld in Bitcoin investiert, um der Inflation zu entgehen, und nach zehn Jahren 24.000 Euro auszahlt, löst das Problem nicht. Er verschlimmert es. Der Gewinn von 4.000 Euro unterliegt der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge mit einem Satz, der laut den im Diskurs kursierenden Berechnungen bei rund 20 % liegt. Das bedeutet etwa 800 Euro für das Finanzamt. Und das ursprüngliche Kapital bleibt weiterhin ungerechtfertigt. Die Frage des Anfängers war nie, wie man kauft, sondern wie man danach ausgibt. Dort beginnt das Labyrinth.
Die Rechnung, die das Argument des Inflationsschutzes widerlegt
Ein Ertrag von 20 % in zehn Jahren entspricht einer jährlichen Zusammensetzung von 1,84 %. Dies deckt nicht einmal das offizielle Ziel von 2 % ab, das die Zentralbanken anstreben. Dies ist der erste Schlag gegen das Argument, dass Bitcoin vor der Entwertung des Geldes schützt. Der zweite ist fiskalischer Natur: Wer den Gewinn erklärt, zahlt. Wer ihn nicht erklärt, hat ein größeres Problem als die Inflation.
Die Diskussion lenkt bald auf die praktische Ebene. Den Kauf eines Ferienhauses am Strand mit Bitcoin ist nur möglich, wenn der Verkäufer die Kryptowährung akzeptiert, was eine Ausnahme ist. Und selbst wenn er sie akzeptiert, verlangt der Notar Nachverfolgbarkeit. Die Bitcoins müssen seit dem ursprünglichen Kauf exakt identifizierbar sein. Die Spekulationsgewinne werden besteuert. Die Grunderwerbsteuer wird in Euro gezahlt. Auch die Grundsteuer wird fällig. Schwarz oder weiß, der Immobilienkauf geht durch die Kasse.
Kann man ein Haus mit Bitcoin kaufen?
Ja, wenn beide Seiten zustimmen und die Mittel nachvollziehbar sind. In der Praxis muss der Käufer die Herkunft der Bitcoins belegen und die Transaktionssteuern in Fiat-Währung zahlen. Der Verkäufer wiederum versteuert den Veräußerungsgewinn. Es gibt keinen Shortcut. Die Blockchain ist öffentlich: Jede Bewegung wird protokolliert. Was manche als Vorteil verkaufen, wird zur Falle für jene, die Geld ohne Spuren bewegen wollen.
Das Spektrum der Auswege, die im Gespräch behandelt werden, ist begrenzt. Ausgaben über kleine Krypto-Kartenzahlungen über Monate hinweg. Handel auf Peer-to-Peer-Märkten und Rückkehr zu Bargeld. Oder die Auswanderung in Jurisdiktionen, in denen der Fiskus keine Fragen stellt, wie Paraguay, gemäß dem genannten Fall. Keiner dieser Wege ist bequem oder endgültig. Und alle hinterlassen eine teilweise Spur.
Der philosophische Streit: Wertaufbewahrungsmittel oder spekulativer Rauch
Der grundlegende Konflikt zieht sich durch den gesamten Austausch. Eine Strömung behauptet, Bitcoin sei ein Wertaufbewahrungsmittel mit intrinsischem Wert als Währung, knapp, dezentralisiert und unveränderlich. Die Gegenposition antwortet, dass er keinen Cashflow generiert, nichts produziert, fast nirgendwo als Zahlungsmittel dient und sein Preis nur dadurch gestützt wird, dass jemand erwartet, ihn teurer zu verkaufen. Sie nennen dies einen „Erwartungswertaufbewahrungsmittel“.
Das institutionelle Argument fügt eine weitere Ebene hinzu. Die Genehmigung von Bitcoin-ETFs bedeutet nicht, dass die Währung das System ersetzt, sondern dass das System sie domestiziert. Auch Dotcom-Blasen handelten innerhalb des Systems und viele verschwanden. Nur jene mit realem Wert blieben. Die unbeantwortete Frage ist, ob Bitcoin zu dieser Gruppe gehört oder zur anderen.
Was passiert, wenn Staaten den Hahn zudrehen
Die am häufigsten wiederholte Hypothese ist kein Hack oder ein offenes Verbot. Es ist die regulatorische Erstickung: Nichtakzeptanz von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel, Hindernisse für Börsen, Forderung nach vollständiger Nachverfolgbarkeit. Staaten akzeptieren keine Orangenschalen, Briefmarken oder Gold als Steuerzahlung. Alles läuft über Fiat-Geld. Und solange dies so bleibt, braucht Bitcoin Fiat-Geld, um nützlich zu werden.
Es gibt einen Datenpunkt, der die Optimisten verunsichert: Der Stromverbrauch des Bitcoin-Mining übersteigt den von Argentinien. Dies wird, so manche, die perfekte Ausrede für Regulierungsmaßnahmen sein. Kein Verbot nötig: Einfach nicht erleichtern reicht aus.
Die Diskussion endet nicht. Bitcoin handelt im sechsstelligen Bereich, was für manche die These validiert. Für andere bestätigt es, dass der Preis reine kollektive Glaubenssache ist. Was niemand bestreitet, ist, dass 20.000 Euro an Schwarzgeld auch mit oder ohne Blockchain 20.000 Euro an Schwarzgeld bleiben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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