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Benzin: 1,84 € pro Liter und weiter im Steigen vor Oktober
Benzin kostet 1,84 € pro Liter, und die Preisspanne zwischen Tankstellen erreicht 29 Cent. Tanken ist inzwischen zur Kassenverwaltung geworden.
Der „günstige“ Sprit kostet 1,84 €, manche Zapfsäulen liegen schon bei 2,02
Das Tanken am Wochenende hat eine Rechnung hinterlassen, die nicht mehr über Sparen, sondern über Durchhalten diskutiert wird. Die Zahl, die diese Tage kursiert, sind 1,84 € pro Liter, und das Beiwort – „günstig“ – zeichnet die allgemeine Stimmung ziemlich gut nach: Dieser Preis taucht nur auf, wenn man Glück hat und die Nachbarstation gerade nicht hinschaut. Mit Blick auf Oktober lautet die Frage nicht mehr, wie stark der Preis steigt, sondern wie lange jedes Haushaltsbudget das durchhält.
Von der Zapfsäule in Sanlúcar bis nach Sevilla: 29 Cent Unterschied
Der Durchschnittspreis verbirgt eine brutale Streuung. Ein voller Tank an der Ausfahrt von Sanlúcar kostete 1,96 € pro Liter, die BP in derselben Gegend 2,02 €. Stunden später tankte derselbe Fahrer in Sevilla für 1,67 € an einer Billigstation. Das sind 29 Cent Unterschied am selben Tag, ohne Andalusien zu verlassen: knapp 15 Euro bei einem 50-Liter-Tank, oder anders gesagt, eine geschenkte Stadtfahrt bei jedem Tanken. Andere genannte Referenzwerte liegen bei bis zu 1,68 €, und manche sehen 1,769 € als kürzliches Minimum für den 95er-Sprit.
Interessant ist nicht die Karte, sondern wie sich die mentale Schwelle verschoben hat. Preise, die man vor Monaten als zu teuer mied – 1,53 €, die besagten 1,769 € –, erinnert man sich heute fast mit Wehmut. Wer das Volltanken aufgeschoben hat in der Hoffnung auf einen Rückgang, der nicht kam, hat am Ende teurer getankt – die Alltagsversion, den Anschluss zu verpassen.
Das Risiko, das keiner sehen will: Bab-el-Mandeb
Das gewichtigste Argument ist nicht die Binnennachfrage, sondern der Seeverkehr. Wenn die Durchfahrt durch die Straße von Bab-el-Mandeb unter Druck gerät und die Umleitung der Schiffe teurer wird, wird das Öl auf dieser Route mit einem Aufpreis bezahlt. Die härteste Variante des Szenarios ist kein Anstieg: Sie ist ein Direktticket zu 3 Euro pro Liter. Bei dieser Marke ändert das Gespräch seinen Ton und rückt in das Terrain von Beschäftigung und obligatorischem Verkehr, denn für einen großen Teil des Landes ist das Auto kein Freizeitobjekt.
Der E-Transporter und die Falle der Rechnung
Die Alternative, die immer wieder genannt wird, ist das Elektroauto mit Solarpanels auf dem Dach. Das klingt rund, bis man es aufschreibt: Anfangsinvestition, Amortisation, Laden zu Hause – und der nicht zu unterschätzende Verdacht, dass auch der Strompreis noch Steigerungsspielraum hat. Wer ausgerechnet hat, wie viele Kilometer pro Monat nötig sind, damit sich der Unterschied rechnet, weiß: Das Ergebnis hängt von Variablen ab, die sich jedes Quartal ändern.
Mit diesen Zahlen bleibt die Analyse genau hier hängen: Niemand weiß, ob das vergangene Wochenende ein Ausreißer war oder die erste Stufe eines längeren Anstiegs – und währenddessen macht jeder Fahrer seine eigene Bilanz an der Zapfsäule, dem einzigen Ort, an dem Prognosen zu Euros werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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