Huthis erobern Bab al-Mandab: Saudi-Arabiens Armee flieht

Huthi-Rebellen besetzen strategische Insel im Bab al-Mandab. Analyse der geopolitischen und wirtschaftlichen Folgen für den Ölhandel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Einnahme der Insel **Perim** durch die von **Iran** unterstützten Huthi-Rebellen in der Straße von **Bab al-Mandeb** am **11. September 2026** verschärft die Spannungen auf einer entscheidenden Seeroute für den Welthandel und die Energieversorgung.

## Der Schlüssel zum Roten Meer

Dass die **Huthis** die Insel **Perim**, direkt an der Einfahrt zur **Straße von Bab al-Mandeb**, unter ihre Kontrolle bringen, ist ein Schritt mit spürbaren wirtschaftlichen Konsequenzen. Dies ist keine Randnotiz des Krieges, sondern ein direkter Schlag gegen eine der Lebensadern des globalen Handels. Hier passieren täglich Millionen Barrel Öl sowie zahlreiche Güter aus Asien nach Europa. Man kann es sich wie eine kleinere, aber ebenso wichtige Version der Straße von **Ormuz** vorstellen. Bei einer Eskalation könnten die Ölpreise stark ansteigen, was jeden betrifft – vom Benzinpreis bis zu den Kosten für Kleidung. Der **11. September 2026** markiert hier einen deutlichen Wendepunkt.

Der Bürgerkrieg im **Jemen**, der 2014 mit der Eroberung der Hauptstadt durch die Huthis begann, hat sich weiter eskaliert. **Saudi-Arabien** griff im Folgejahr ein, um die Rebellen zu stoppen, die Unterstützung vom **Iran** erhalten. Das Ergebnis ist ein zerrüttetes Land, in dem die Huthis den Norden kontrollieren, während die Regierung und ihre Verbündeten den Süden und Osten halten. Die humanitäre Lage ist katastrophal; rund **22 Millionen Menschen** sind auf Hilfe angewiesen. Das Rote Meer ist zu einem wichtigen Schauplatz im Bestreben des **Iran** geworden, Druck auf die Weltwirtschaft auszuüben und Zugeständnisse von **Washington** zu erzwingen.

## Kontrolle der Routen

Der Vormarsch der Huthis ist kein Zufall, sondern das Ergebnis langer Vorbereitungen. Im vergangenen Monat intensivierten sie ihre Offensive zur Eroberung der Hafenstadt **Mocha**, die zuvor von saudi-arabisch unterstützten Truppen gehalten wurde. Raketenangriffe trafen den Hafen während der Entladung von Waren. Danach erklärten die Huthis die Stadt eingenommen, und es gab Berichte über weitere Vorstöße entlang der Küste. Diese Nachrichten sorgten für Aufsehen, insbesondere weil der saudische Kronprinz **Mohammed bin Salman** mehrfach mit dem US-Präsidenten **Donald Trump** sprach, um militärische Maßnahmen gegen die Huthis zu fordern. **Trump** lehnte direkte Angriffe ab.

Die Übernahme von **Perim** und **Mocha** durch eine Gruppe, die von der **Iranischen Revolutionsgarde** ausgebildet und unterstützt wird, stärkt deren Position im **Roten Meer**. Experten zufolge sind die Huthis nun in der Lage, die Region zu kontrollieren und sich gegen mögliche Bodenoperationen zu verteidigen. Eine effektive Blockade der Straße durch die Huthis könnte eine neue Front im Konflikt mit dem **Iran** eröffnen, die **USA** zu militärischem Eingreifen zwingen und ihre Fähigkeit schwächen, den Transit durch **Ormuz** sicherzustellen. Zudem könnte es **Saudi-Arabien** daran hindern, Diesel nach Europa zu liefern, was in einer sensiblen Phase des Kraftstoffmarktes problematisch wäre.

## Reaktion der Märkte

Die Auswirkungen auf die Ölmärkte waren sofort spürbar. Diese waren bereits angespannt wegen des geringen Verkehrs in **Ormuz**, und nun kam dieser Faktor hinzu. Am **10. September 2026** stiegen die Ölpreise um **4 %**, wobei **Brent** bei **105 Dollar** notierte. Am nächsten Tag fielen sie um **3 %**, nachdem bekannt wurde, dass die Außenminister der arabischen Golfstaaten ein Treffen mit ihrem iranischen Kollegen planten. Diese Ereignisse erhöhen die Unsicherheit in der globalen Wirtschaft zusätzlich, die ohnehin unter den Folgen des Konflikts zwischen **Iran** und **USA** leidet. Die Volatilität der Ölpreise ist allgegenwärtig, und solche Entwicklungen verstärken sie nur noch.

Über die wirtschaftlichen Folgen hinaus drohen diese Ereignisse die humanitäre Krise im **Jemen** zu verschlimmern, die laut **UN** bereits zu den schlimmsten weltweit gehört. Nun stellt sich die Frage, wie die von **Saudi-Arabien** geführte Koalition reagieren wird. Dies ist nicht das Ende der Schlacht; wahrscheinlich werden wir in den kommenden Tagen weitere Entwicklungen beobachten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (13 Antworten).

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