Auchan und Leclerc erwägen Rückkehr zu Kassen wegen Diebstählen

Auchan und Leclerc prüfen das Ende der Selbstbedienungskassen in Frankreich: Nur 10–12 % nutzen sie, während Diebstähle zunehmen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Auchan und Leclerc erwägen Rückkehr zu Kassen wegen Diebstählen
Selbstbedienungskassen fallen aus: Kunden stehlen

Zwei der größten französischen Einzelhandelsketten stellen die Zukunft der Selbstbedienungskassen infrage. Auchan und Leclerc zeigen sich besorgt über den Anstieg von Ladendiebstählen und drohen, das Modell zugunsten traditioneller Kassen abzuschaffen. Michel-Édouard Leclerc, Generaldirektor von Leclerc, räumt seine Enttäuschung ein und beziffert die tatsächliche Nutzung dieser Geräte: Nur zwischen 10 % und 12 % seiner Kunden verwenden sie. Die Technologie, die den Einkauf revolutionieren sollte, scheint ein Verfallsdatum zu haben.

Warum französische Supermärkte über die Abschaffung von SB-Kassen nachdenken

Das offizielle Argument ist der anhaltende Diebstahl durch Verbraucher. Das inoffizielle Argument ist unbequemer: Die Maschine kann nicht garantieren, dass wer eine Kasse betritt, diese auch mit allem verlässt, was er gescannt und bezahlt hat. Die Technologie reicht nicht aus, und der menschliche Kassierer, der früher kassierte, überwacht nun nur noch aus der Ferne. In Frankreich geht die Rechnung nicht auf.

Die Paradoxie besteht darin, dass das System entwickelt wurde, um Personal einzusparen und den Kassenfluss zu beschleunigen. In vielen Fällen ist jedoch das Gegenteil eingetreten: Wer mit dem Scanner nicht vertraut ist, braucht länger als bei einer geschulten Kassiererin, verliert den Überblick über Rabatte und muss Obst oder Gemüse erst auf dem Bildschirm suchen, was zu Warteschlangen führt, wo es keine gab. Bei Decathlon ist die Empfindlichkeit des Lesers so hoch, dass es genügt, sich drei Meter zu nähern, damit bereits getragene Kleidung berechnet wird.

Der Kunde, der sein eigenes Kassiergehalt abzieht

Die eigentliche Debatte ist nicht technologisch, sondern sarracena. Eine Strömung argumentiert, dass der erste „Diebstahl“ vom Unternehmen begangen wurde, indem es Arbeit, die zuvor bezahlt wurde, auf den Kunden verlagerte, ohne die Preise zu senken. Nach dieser Logik ist das Mitnehmen eines Artikels ohne Scannen kein Verbrechen, sondern Lohnausgleich: der proportionale Anteil des Kassiergehalts, den sich der Käufer in Form von Waren auszahlt.

Manche formulieren dies als sarracena Pflicht: So viel wie möglich stehlen, solange solche Kassen existieren. Andere berichten davon als persönliche Erfahrung, ohne Aufhebens: Seit Jahren werden bestimmte Artikel ohne Bezahlung mitgenommen, bei Entdeckung wird Unwissenheit vorgetäuscht und der Ball zurück zum Geschäft geworfen. Die Kassiererin, die früher kassierte, überwacht nun zehn Terminals und weiß nicht, was sie antworten soll, wenn ein Kunde fragt, welchen Rabatt er für die Erledigung ihrer Arbeit erhält.

Die Karte, die manche bereits im Kopf haben

Im Bereich der Vermutungen kreuzt eine Analyse die Diebstahlquoten an SB-Kassen mit der demografischen Zusammensetzung der jeweiligen Gebiete und prognostiziert einen hohen Korrelationskoeffizienten. Dies ist eine Hypothese ohne Daten, die neben der offensichtlichen Antwort steht: Auch in Deutschland und Frankreich existiert dieses Phänomen. Die Diskussion driftet dann in Bereiche ab, die nichts mit dem Scanner zu tun haben.

Realistischer ist die Feststellung, dass das Problem nicht im System liegt, sondern in der Kundschaft. Ältere Kunden haben echte Schwierigkeiten: Rabatte anwenden, Brot oder Gemüse auf dem Bildschirm finden, nur mit Karte bezahlen. Das Ergebnis ist eine schnelle Kasse, die langsam wird, und ein reduziertes Team, das den Stau nicht mehr bewältigen kann.

Was passiert, wenn der Arbeitsplatz verschwindet

Der arbeitsrechtliche Hintergrund durchzieht die gesamte Angelegenheit. Diese Maschinen bauen Arbeitsplätze ab, und die Kosteneinsparung wirkt in beide Richtungen: Das Unternehmen spart Personal, der Kunde kompensiert es selbst. Die offene Frage lautet, ob das Modell überlebt, wenn der Kunde selbst kein Interesse mehr daran hat, es korrekt zu nutzen. Die französischen Ketten scheinen begonnen zu haben, mit Nein zu antworten.



Mit diesen Voraussetzungen wäre eine geordnete Abschaffung der SB-Kassen in Frankreich zu erwarten. Stattdessen herrscht ein Patt: Das Unternehmen sagt, es schaffe sie wegen Diebstählen ab, der Kunde sagt, die Diebstähle seien der Lohn, den man ihm nie gezahlt habe. Wer trägt das System, wenn beide Seiten glauben, der andere betrüge?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (186 Antworten).

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