Amper im Spanischen Börsenzyklus: Neun Jahre zwischen 0,17 und 0,34 Euro

Amper wiederholt seit fast neun Jahren dasselbe Muster: Erholungen von 0,169 Euro, Verträge in Peru und ein Zielkurs von 0,34 Euro, der nie erreicht wird.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Amper im Spanischen Börsenzyklus: Neun Jahre zwischen 0,17 und 0,34 Euro
Amper im Zyklus: Von 0,169 Euro zum Traum von 0,34

Wie oft kann ein Unternehmen an der Börse dieselbe Geschichte wiederholen, bevor der Markt aufhört, daran zu glauben? Amper, mit Sitz in Pozuelo de Alarcón und einem Kurs unter einem Euro, tut dies seit fast neun Jahren. Erholungen von scheinbar endgültigen Unterstützungsniveaus, vielversprechende Aufträge, Abstürze, die auf Manipulation zurückgeführt werden, und eine Gemeinschaft kleiner Anleger, die zu Preisen investiert sind, die immer kurz vor einer Rückkehr stehen. Wer den Wert im Continuous Market (spanischer fortlaufender Handel) verfolgt hat, kennt das Muster: Amper wiederholt den Zyklus, und niemand weiß, wie oft noch.

Die Erholung im Oktober 2017: 25.000 Aktien zu 0,21 Euro und ein Vertrag mit Aena

Der Anfang ist bekannt. Einstiege bei 0,21 Euro nach einer Erholung im Aufwärtstrendkanal und einer Unterstützung, die solide wirkte. Andere kauften Pakete zu 0,219, 0,229 und 0,244 Euro, bis zu einer durchschnittlichen Position von 0,23 Euro für 120.000 Titel. Die dominante Erzählung damals: „Wenn der Wirbel um Katalonien und Abengoa vorbei ist... das wird abheben, meine Herren.“ Im selben Monat erhielt die Sicherheitsabteilung des Unternehmens einen Vertrag mit Aena, und der Wert durchbrach in einer einzigen Sitzung die Marken von 0,206 und 0,218 Euro. Schlusskurs bei 0,20 Euro, die 200-Tage-Durchschnittslinie in Reichweite.

Parallel dazu entstand die Bandbreite, die den Wert jahrelang definierte: Seitwärtsbewegung zwischen 0,2 und 0,26 Euro. Ein Einstieg in der Mitte bedeutet, laut wiederholter Erfahrung, Roulette zu spielen. Die theoretisch zuverlässige Unterstützung sank später auf 0,169 Euro.

Peru, Andahuaylas und ein Vertrag, der ganz Lateinamerika verdoppelte

Im Sommer 2018 kam eine dieser Ankündigungen, die alles ändern sollten. Amper erhielt einen Vertrag über 5,5 Millionen US-Dollar in Peru. Zusammen mit dem Krankenhausprojekt in Andahuaylas im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar (2,14 Millionen Euro) übertraf die Gruppe „bereits das Doppelte des gesamten Auftragsvolumens, das 2017 in ganz Lateinamerika erzielt wurde“.

Der Markt reagierte träge. Der Wert hatte sich mehr als zwei Monate seitwärts bewegt und durchbrach schließlich den Widerstand bei 0,3392 Euro. „Es scheint, dass sich meine Unwissenheit bestätigt“, fasste jemand zusammen, der den Durchbruch als definitiven Start interpretiert hatte. Andere sprachen von Gorrineo (Stagnation/Trägheit) rund um 0,340 Euro vor dem Anstieg. Der Anstieg kam. Es war nicht der richtige.

Die Hauptversammlung: Kosten halbiert und zwölf Firmen im Visier

Die Hauptversammlung diente dazu, die Restrukturierung klarzustellen. Kürzung der Verwaltungskosten von 4,5 auf 2,5 Millionen Euro; Einnahmen aus dem Verkauf von Pacífico; Zahlung der letzten Konkursverbindlichkeiten in Höhe von 13 Millionen Euro, was die Bankfinanzierung hätte öffnen sollen. Das Unternehmen prüfte zwölf Gesellschaften für Akquisitionen mit dem Ziel, in Branchen mit breiteren Margen als Nervión einzusteigen, wo die Margen sehr eng sind. Außerdem wurden zwei Aktiendividenden für Vorstandsmitglieder im Wert von 1,3 % des Kapitals genehmigt.

Das Problem, so hieß es, sei, dass die Übernahmen klein waren: Käufe von sieben Millionen Euro, die kaum Einfluss haben und vom Markt kurzfristig eher als Belastung interpretiert werden. Die These des geduldigen Aktionärs — „Was nicht bankrottgeht, steigt irgendwann zwangsläufig“ — stützte sich auf diese stille Anhäufung relevanter Ereignisse.

Warum notiert Amper unter einem Euro trotz guter Zahlen?

Weil, so argumentieren die Aktionäre, der Markt nicht die Verbesserung des Geschäfts honoriert, sondern den Wert unabhängig davon abstraft. Ein Großteil der Aktionäre spricht offen von Manipulation: Jemand mit der Fähigkeit, den Preis zu bewegen, würde ihn drücken, um günstiger zu kaufen. Es sei betont: Dieser Verdacht wird durch keine öffentlichen Beweise gestützt und dient eher als kollektiver Trost denn als Diagnose. Die weniger epische Lesart besagt, dass ein Wert unter einem Euro einen strukturellen Abschlag mit sich bringt, den keine kleine Nachricht korrigieren kann.

Ergebnisse 2019, Pandemie und ein abgetretener CEO

Am 26. Februar 2020 wurden die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht. Die Erwartungen waren hoch, die Aufnahme schlecht: Sie gefielen nicht. Wochen später stellte die Pandemie eine unbequeme Frage nach den Auswirkungen auf die Fundamentaldaten. Zur gesundheitlichen Unsicherheit gesellte sich der Abgang des Vorstandsvorsitzenden, der von vielen Aktionären unverhohlen begrüßt wurde, die es als Ende einer Ära und Beginn einer neuen Phase deuteten.

Aktienrückkauf, Windkraft und das Ziel von 0,34 Euro am Horizont

Die letzte Phase des Zyklus kommt mit zwei neuen Elementen. Amper schloss den Verkauf der Pacífico-Geschäfte ab und kündigte ein Programm zum Rückkauf eigener Aktien an. Und der Wert schoss in die Höhe, als er vom Boom im Sektor der Windenergie profitierte, ein sektoraler Schub, den niemand in die Pläne für 2018-2020 eingerechnet hatte. Mit dem Kurs um die 0,24 Euro und dem Brexit als neuem Hintergrundrauschen bleiben die Ziele dieselben wie vor zwei Jahren. „Ich will mindestens 0,34“, schrieb ein Aktionär mit 50.000 Titeln. Ein anderer, der bei 0,34 Euro eingestiegen war und seit einem Jahr festsaß, war sich sicher: Durchhalten.

Jetzt, da der Preis im unteren Bereich des üblichen Korridors liegt, stellt sich erneut die Frage von 2017. Und die Antwort auch. Dieses Mal ja.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (203 Antworten).

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