Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Allerheiligen: Das Evangelium hinter dem Rosenkranz um 22 Uhr
Das Evangelium zu Allerheiligen verspricht Trost, nicht Erfolg. Tausende Menschen beten es heute Abend um 22 Uhr mit dem Heiligen Rosenkranz und seinen Verheißungen.
Ein Fakt verstört vor jeder Predigt: Das Evangelium dieses Sonntags, des 1. November, verspricht weder Erfolg noch Gesundheit noch Geld. Es verspricht Trost den Weinenden und Sättigung, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten. Matthäus 5,1-12a wird heute in allen Pfarreien gelesen, während Tausende Menschen für eben diese Nacht, um 22 Uhr, bereits einen Termin mit dem Heiligen Rosenkranz fest eingeplant haben. Die Übereinstimmung ist kein Zufall: Das Hochfest Allerheiligen ist das Fest der Gnade, die sich in gewöhnlichen Menschen zeigt.
Der Evangelientext wird heute von zwei Lesungen begleitet, die in dieselbe Richtung weisen. Die Offenbarung spricht von einer unzähligen Schar aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen, in weiße Gewänder gekleidet und mit Palmen in den Händen. Der Erste Johannesbrief fügt den Schlüssel hinzu: „Seht, welch eine Liebe der Vater uns geschenkt hat, dass wir Kinder Gottes heißen dürfen – und wir sind es!“. Der Psalm beschließt mit dem Kehrvers, der dem Tag den Titel gibt: „Das ist das Volk, das vor dich tritt, Herr“.
Was am 1. November gefeiert wird und warum es nicht Allerseelen ist
Das Fest Allerheiligen ehrt alle, die die Herrlichkeit erlangt haben, ob heiliggesprochen oder nicht. Es ist nicht dasselbe wie der 2. November, der den Verstorbenen gewidmet ist. Daher die seltsame Kalenderlogik: Der Feiertag fällt auf den Tag der Heiligen, während das Totengedenken am folgenden Tag liegt, einem Arbeitstag in weiten Teilen Spaniens. Die Liturgie antwortet mit dem heiligen Augustinus: Wenn Gott die Verdienste der Heiligen krönt, krönt er seine eigenen Gaben.
Der Kommentar von Fray Miguel de Burgos Núñez, O.P., fasst das Programm des Tages in einem Gedanken zusammen: lernen, Kinder Gottes zu sein, als Weg zur Heiligkeit. Die Seligpreisungen sind kein poetischer Schmuck, sondern ein Porträt des gelingenden Lebens. Die Sanftmütigen werden das Land erben. Die Barmherzigen werden Barmherzigkeit finden. Die reinen Herzens werden Gott schauen.
Die Verheißungen des Rosenkranzes und das tägliche Gebet um 22 Uhr
Der nächtliche Aufruf stützt sich auf eine Tradition von Verheißungen, die den Marienerscheinungen zugeschrieben werden: Schutz, besondere Gnaden, Tugend und Fülle guter Werke. Es heißt, der Rosenkranz sei „eine mächtige Waffe, um nicht in die Hölle zu kommen“, er werde Laster zerstören und Sünden verringern. Und eine Verheißung, die über die Andacht hinausgeht: Wer ihn im Glauben betet, wird in der Stunde des Todes Licht und Fülle der Gnade finden.
Das Gebet ist mit bestimmten Anliegen organisiert: Wiedergutmachung für die Beleidigungen gegen Gott, für die Priester und ihre Familien, für den Papst, für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende, für Kinder, Jugendliche und Familien. Die geplante Dauer liegt bei etwa 25 oder 30 Minuten, auf die Minute genau. Manche halten Beharrlichkeit, nicht Menge, für den Schlüssel; dagegen steht das Argument, dass ein wiederholtes Gebet ohne Aufmerksamkeit sich von innen leert.
Das kleine Buch der Wüstenväter, das ein Pfarrer empfahl
Unter den Lesungen, die in diesen Tagen kursieren, findet sich eine Empfehlung mit jahrhundertelangem Gewicht: die Apophthegmata der Wüstenväter, die alphabetische Sammlung der Aussprüche der alten Eremiten, zusammengestellt im 17. Jahrhundert vom Jesuiten Heribert Rosweyde und ins Französische übersetzt von Guy, Regnault und den Mönchen von Solesmes. Die naheliegende Frage: Handelt es sich um einen Text der Kirchenväter oder um eine spätere Zusammenstellung? Letzteres: eine Anthologie von Sinnsprüchen, keine Abhandlung.
Die Szene auf dem Berg, mit Jesus sitzend und die Jünger um ihn herum, passt zu dieser Tradition von Meistern, die in kurzen Sätzen lehren. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft, verfolgt und verleumdet werdet. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn im Himmel wird groß sein.
Eine Frage bleibt offen: Wenn die Seligpreisungen Trost versprechen und nicht Ergebnisse – was bleibt von einer Andacht, die in auf die Minute genau gemessener Zeit bemessen wird?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).
Erste Lesung aus Offenbarung 21: das himmlische Jerusalem mit zwölf Toren und zwölf Grundsteinen. Heiligenkalender und die Barmherzigkeitskrone vervollständigen die Liturgie dieses Montags.
Über 600 Euro am Tag für Essen: die Ausgaben von Gabilondos Bruder als Chef des spanischen Bürgerbeauftragten und der Verschwendung durch die regionalen Ombudsleute.
Eine auf X verbreitete Rechnung behauptet, dass 2 % Stimmen für Alvise in Madrid Vox einen Sitz kosten und ihn der PSOE erhält, ohne dass Alvise Vertretung bekommt. Wir erklären die Rechnung.
Eine Forumsdebatte über die Senkung der Strafmündigkeit in Spanien: Minderjährige, die sich ihrer Straflosigkeit bewusst sind, Banden, die sie ausnutzen, und Eltern, die mit ihrem Geld haften.
Eine virale Nachricht beschuldigt eine nicht identifizierte Gruppe, angeblich zu 'lebenden Bots' des Faschismus gemacht worden zu sein. Der Beitrag nennt niemanden und liefert keine Belege.
Ein Priester erreichte Urda vor den Rettungswagen, sprach eine kollektive Absolution und zählte über dreißig Leichen, die aus dem verunglückten Zug geborgen wurden.