Alkohol online ist günstiger – bis die Versandkosten kommen

Der G'vine fällt online von 39 auf 30-31 Euro, doch 7,50 Euro Versand gleichen ihn mit dem Supermarkt aus. Real spart nur, wer zehn Flaschen oder mehr kauft.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Alkohol online ist günstiger – bis die Versandkosten kommen
Alkohol online ist günstiger – bis die Versandkosten kommen

Lohnt es sich, Gin im Internet zu kaufen? Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, wie viele Flaschen in den Warenkorb wandern. Die lange Antwort: Die Ersparnis, die das Netz verspricht, frisst der Versand auf, sobald die Bestellung unter eine bestimmte Menge fällt. Ein konkreter Fall dient als Thermometer: Der G'vine, ein Gin, der bei Alcampo **39 Euro** kostet und im normalen Laden über 40, steht auf manchen Websites für **30-31 Euro** im Angebot, wie die Person berichtet, die den Thread eröffnet hat. Eine Differenz von fast zehn Euro pro Flasche, die auf dem Papier den Klick rechtfertigt.

Das Problem steckt im Kleingedruckten der Lieferung. Mit **7,50 Euro Versandkosten** liegt dieselbe Flasche «haargenau» auf Supermarktniveau, so eine Rechnung, die in der Diskussion kursiert. Sparen lohnt sich nur beim Volumenkauf: zehn oder elf Flaschen fürs ganze Jahr, so der Plan des Fragestellers. Dann verteilt sich der Versand und die Rechnung geht auf.

Was der Alkoholversand wirklich kostet

Die Tarife der Online-Spirituosenläden belohnen keine Treue. Einer der analysierten Shops verlangt **7,50 Euro** für Pakete bis 4,99 Kilo, steigt auf 9 Euro bis 9,99 Kilo und klettert bis auf **24,50 Euro** bei Sendungen von 25 bis 29,99 Kilo. Je mehr du ausgibst, desto mehr wirst du zur Kasse gebeten, klagt ein Teilnehmer. Ein anderer Anbieter, Vinissimus, fährt eine mildere Tabelle: 7,60 Euro für 1-6 Flaschen und 27 Euro für 31-36 Flaschen.

Manche verteidigen die Logik des Systems: Ein Glaspaket ist schwer, und bruchsichere Verpackung treibt das Volumen in die Höhe. Die Kosten sind keine Laune des Ladens, sondern Physik, hält ein anderer Forist dagegen. Die Folge: Das Geschäftsmodell lebt von einer sehr speziellen Nische – dem durstigen und faulen Käufer, wie ein Teilnehmer sagt.

Die Angebote, die gar keine sind

Der Flasche-für-Flasche-Vergleich entlarvt so manchen Werbespruch. Ein Karton mit 20 Franziskaner für **25,35 Euro** kostet inklusive Versand 1,64 Euro pro Flasche – teurer als bei El Corte Inglés und weit über dem üblichen Lidl-Angebot von **0,89 Euro**, so die Rechnung eines Foristen. Der Relleniton's war in einem Carrefour Express zwei Euro günstiger als im Netz; der Beefeater im Supermarkt einen Euro billiger. Nur der London 1 war im Onlineshop fünf Euro günstiger.

Das Ergebnis ist eine ungleichmäßige Landkarte: Bei manchen Produkten gibt es echte Schnäppchen, bei ebenso vielen Fallen. Alkohol im Internet zu kaufen, ohne Preis für Preis zu vergleichen, ist eine teure Art zu sparen.

Alternativen: Abholung im Laden und Selbstbrauen

Wer einen guten Preis ohne Versandkosten will, fährt mit der Abholung besser. Manche Ketten erlauben die persönliche Abholung der Bestellung, doch ein Geschäft mit breitem Sortiment und Lager in Madrid zu finden, bleibt eine harte Nuss. Der andere Weg ist die Eigenproduktion: Selbstgemachter Met kostet laut kursierenden Berechnungen **4 Euro für 4 Liter**, und manche bruen bereits zwölf-Liter-Chargen.

Die maximale Ersparnis hat jedenfalls eine rechtliche und gesundheitliche Grenze, die keine Versandtabelle erfasst.

Am Ende existiert der günstige Online-Alkoholladen doch – er heißt voller Warenkorb. Mit einer Flasche frisst der Versand den Rabatt auf. Mit zehn geht die Rechnung auf. Ironie des digitalen Handels: Um bei Gin zu sparen, muss man einkaufen wie ein Barbesitzer.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

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