Billige Kleidung im Laden: Primark, Kiabi und El Corte Inglés Outlets

Primark, Kiabi, Lefties und die Outlets von El Corte Inglés: ein Guide für billige Kleidung im Ladengeschäft – und warum der Preis pro Nutzung die Rechnung verändert

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Billige Kleidung im Laden: Primark, Kiabi und El Corte Inglés Outlets
Primark, Kiabi oder die Outlets von El Corte Inglés: wo man ohne Internet billige Kleidung kauft

Eine Jeans von Primark kostet weniger als eine von Levi's. Und hält deutlich weniger lange. Das ist das Paradoxon, das die ganze Diskussion darüber durchzieht, wo man billige Kleidung ohne Onlinekauf bekommt: Der Preis am Etikett lügt, wenn man ihn nicht durch die Monate teilt, die das Kleidungsstück durchhält. Mit diesem Maßstab verschiebt sich die Karte der Ladengeschäfte.

Den Ausgangspunkt setzt derjenige, der das Thema eröffnet: Kleidung ohne Zara-, Mango-, H&M- oder Springfield-Preise, und unter der Bedingung, das Teil vorher anzuprobieren, bevor man Geld ausgibt. Kein Onlinekauf, kein Größenzicken und keine Rücksendungen. Die erste Antwort ist fast einstimmig: Primark. Niedrige Preise und Qualität, die gar nicht so schlecht sei, fasst man zusammen. Doch der Konsens bricht, sobald die Stoppuhr startet.

Primark: billig an der Kasse, teuer im Kleiderschrank

Der ausführlichste Bericht der Runde widerspricht dem Ruf der irischen Kette. Wer dort aus Notwendigkeit Jeans kauft —es ist das Kleidungsstück, das er zu achtzig Prozent der Zeit trägt— berichtet, dass er in anderthalb Jahren dreimal nachkaufen musste: Die Hosenbeine franzen aus, der Stoff wird durchscheinend, die Taschen halten keinen Monat. Demgegenüber ist eine Hose einer anderen spanischen Marke, mitgebracht aus dem Ausland, noch wie am ersten Tag. Die Schlussfolgerung dieses Nutzers: Der Preis pro Nutzung ist die einzige Kennzahl, die zählt.

Die Rechnung wird auf Markenjeans ausgeweitet. Neue Levi's kosten rund 90 Euro, tauchen aber häufig in Online-Outlet-Aktionen für 40 oder 45 Euro auf und gebraucht für etwa 25 Euro inklusive Versand. Der zusätzliche Vorteil, so heißt es: Kennt man seine Größe, kann man sie gefahrlos aus der Ferne bestellen. Das kollidiert mit der ursprünglichen Prämisse, nur im Ladengeschäft zu kaufen, doch das Argument hat seine Logik: Wenn die Hose ein Jahrzehnt hält, ist die Größe kein Rätsel mehr.

Kiabi, Lefties und die Läden in der Nachbarschaft

Abseits der großen Ketten taucht Kiabi als Entdeckung auf: Schleuderpreise und ein Katalog, den man vor dem Besuch im Laden online ansehen kann. Ein ganzer Haufen Trägertops und Sommershorts für ein paar Cent, so das Zeugnis. Auch Lefties wird genannt, die Billigmarke der Inditex-Gruppe, sowie Läden in der Nachbarschaft mit Preisen im Schaufenster: Jeans für 15 oder 20 Euro, wobei die eigene Erfahrung die Zahl korrigiert: Unter 30 Euro geht nichts.

Der Flohmarkt taucht in der Gleichung auf und verschwindet wieder. Preislich attraktiv, unbequem wegen der fehlenden Umkleidekabinen. Und der Basar um die Ecke, mit der üblichen Warnung: Man muss wissen, wie man stöbert.

Das Outlet von El Corte Inglés: der Fund der Runde

Die ergiebigste Quelle sind die Gelegenheitszentren von El Corte Inglés. Ein konkreter Fall: Puma-Ledersneaker für 12 Euro, Kinderhoodie für 3, Badeschlappen mit Einlegesohle für 6. Ein anderer: Geox-Sneaker für Mädchen für 4 Euro, Berghose für 6 und Stiefel mit wasserdichter Membran für 9. Der Trick, so heißt es: Geduld mit den vollen Kleiderstangen und den Restpostenkisten, in die niemand hineinschaut.

Nicht alle teilen die Begeisterung. Manche waren in mehreren dieser Outlets und haben nicht einmal Socken gekauft: Was ankommt, ist die Ware, die niemand wollte, hässlicher als im Hypermarkt. Der Dissens ist real und hängt vom Tag ab.

Die Grenze zum Schick: 40 Euro

Das Gespräch driftet in eine semantische Debatte, die die Zeit widerspiegelt: Sind Zara, Mango oder H&M Kleidung für Besserverdiener? Die Definition, die sich in der Runde durchsetzt: Jedes Hemd, T-Shirt oder jede Hose über 40 Euro ist Schickimicki-Kleidung. Andere setzen die Schwelle bei 100 an und listen Marken auf —Levi's, Gant, Ralph Lauren, Timberland—, die mit einem Polohemd für hundert Euro bereits in einer anderen Liga spielen.

Der Supermarkt vervollständigt die Liste: Saisonende bei Carrefour oder Eroski mit Gummistiefeln für 2 Euro, Badeschlappen für 1 und T-Shirts für 3. Das Problem, so die Warnung: Am Saisonende sind nur noch die Größen und Modelle übrig, die niemand will.

Lohnt es sich, das Doppelte für ein Kleidungsstück zu zahlen, das viermal so lange hält? Die Rechnung sagt ja. Die Monatskasse lässt einem die Wahl manchmal nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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