100.000 km in 8 Jahren: 82 Euro im Monat inklusive allem
Ein 85 PS starker Diesel-Megane III, zugelassen im Jahr 2010, hat gerade die sechsstellige Marke auf dem Kilometerzähler geknackt. Acht Jahre, 100.000 Kilometer und eine ungeschönte Excel-Tabelle: 2.915 Euro für Wartung, 4.950 für Diesel, 1.520 für Versicherungen und Steuern. Insgesamt 81,92 Euro im Monat. Die detaillierte Aufstellung stammt von einem Besitzer, der die gesamte Wartung selbst übernimmt, mit Ausnahme des Zahnriemens. Und genau dieses Detail ändert alles.
Die Zahl ist kein Werbeslogan. Sie ist das Ergebnis davon, Öl und Filter einmal im Jahr für 45 Euro zu wechseln, Batterien von No-Name-Marken im Angebot für 45 Euro zu kaufen, 30 Euro für vordere Bremsbeläge zu zahlen und 20 Euro für vier Wechsel von Brems- und Kupplungsflüssigkeit. Die Arbeitskosten sind, abgesehen von den 420 Euro für Zahnriemen, Wasserpumpe, Spannrollen und Kühlmittel, in dieser Rechnung nicht vorhanden.
Was kostet es, ein Auto 8 Jahre lang ohne Werkstatt zu fahren?
Die Verteilung der 2.915 Euro Wartungskosten ist fast eine Lektion in Heimmechanik. Versicherungen: 1.000 Euro in acht Jahren, mit einer Police, die bei 180 startete und heute bei 102 liegt. Kfz-Steuer: 520. Öl und Filter: 360. Reifen: 360 für einen einzigen Satz. Diesel- und Luftfilter: 75. Getriebeöl: 45. Batterie: 45. Scheibenwischer: 20. Glühbirnen und Kleinkram: 20. ITV (spanische Hauptuntersuchung): zwischen 80 und 90.
Manche sehen in dieser Liste keinen Sparwert, sondern Glück. „Bei so wenigen Kilometern ist es fast so, als hätte man es nur zur Dekoration“, fasst eine der ersten Antworten zusammen. Das Auto ist 12.500 Kilometer pro Jahr gefahren, eine Zahl, die in Spanien unter dem Durchschnitt liegt, das Fahrzeug aber nicht in ein Möbelstück verwandelt. Die Dieselkosten bei 4,5 Litern auf 100 km und einem Durchschnittspreis von 1,1 Euro pro Liter verschlingen 4.950 Euro: mehr als die gesamte Wartung zusammen.
Die Police von 102 Euro ist der Punkt, der die meisten Stirnrunzeln auslöst. „Die Versicherung scheint extrem billig. Deckt sie überhaupt etwas ab?“, fragt ein Teilnehmer. Ein anderer hält es direkt für unmöglich: „Ich habe lange bei Versicherungen gearbeitet, und 100 Euro für eine Versicherung würde ich als unmöglich bezeichnen.“ Die Antwort des Besitzers klärt weder die Gesellschaft noch den Umfang der Deckung, sondern nur die Historie der Prämien. Das Misstrauen bleibt bestehen.
Die Wartung, die das Handbuch verlangt und die kaum jemand einhält
Das Öl wird jedes Jahr gewechselt, auch wenn das Auto nur wenige Kilometer fährt. Die Brems- und Kupplungsflüssigkeit alle zwei Jahre. Das Getriebeöl nach Zeit, nicht nach Kilometerstand. Der Zahnriemen alle fünf Jahre, inklusive Wasserpumpe, Spannrollen und Kühlmittel. Die Orthodoxie des Handbuchs, wortwörtlich angewandt.
Nicht alle teilen diese Strenge. „Der jährliche Ölwechsel bei so geringer Laufleistung und der Flüssigkeitswechsel alle zwei Jahre... das steht im Wartungsheft immer als Abzocke drin, aber jeder weiß es und niemand macht es“, behauptet ein Teilnehmer. Die Antwort des Besitzers ist technisch: Getriebeöl ist eine Hydraulikflüssigkeit, die mit der Zeit degradiert, Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch und absorbiert Feuchtigkeit, und der Wechsel kostet vier Euro, wenn man selbst das Entlüftungsventil öffnet. „In einem Augenblick und für vier Euro halte ich das für sehr empfehlenswert."
Zum Zahnriemen gibt es eine Verteidigung, die über das Handbuch hinausgeht. „Der Riemenwechsel ist eher wegen der Spannrollen, Umlenkrollen und der Wasserpumpe als wegen des Riemens selbst“, argumentiert jemand, der angibt, aus der Mechanik zu kommen. „Ich finde es erschreckend, dass die Leute den Riemen wechseln, aber nicht die Spannrollen, Umlenkrollen und andere Teile, die viel eher kaputtgehen.“ In seinem Fall waren die Spannrollen nach fünf Jahren „schon ziemlich mies“.
Der Verschleiß, der nicht auf dem Kilometerzähler steht
Die Serienreifen, Michelin Energy, wurden nach vier Jahren gewechselt, obwohl sie noch viel Profil hatten. Der Grund war nicht der Verschleiß, sondern die Haftung. „Das Auto verlor in Kreisverkehren die Kontrolle und hat kaum gebremst. Diese Michelin sind die schlechtesten Reifen, die ich je hatte.“ Die Warnung hat technische Grundlage: Reifen kristallisieren und verlieren mit der Zeit an Grip, besonders wenn das Auto auf der Straße steht. Die Lebensdauer liegt bei etwa vier Jahren ab dem Herstellungsdatum, nicht ab dem Montagezeitpunkt.
Die Debatte driftet zum Fahrstil ab. Ein Teilnehmer hat in 235.000 Kilometern vierzehn Reifensätze verbraucht und 18.600 Euro für Diesel ausgegeben. „Du fährst wie deine Oma“, spottet er. Ein anderer antwortet mit Arithmetik: Zwei Sätze sind immer gleichzeitig montiert, also liegt der reale Durchschnitt pro Satz bei etwa 39.000 Kilometern. Die originalen Bremsbeläge halten in einem anderen Fall 125.000 Kilometer durch, bei „fast nur Autobahnfahrt."
Die Gesamtkosten: Kauf, Diesel und die Zahl, die niemand berechnen will
Hier bricht die Erzählung ab. Die monatlichen 81,92 Euro beinhalten nicht den Kaufpreis des Fahrzeugs. Ein Megane III von 2010 kostete etwa 14.000 Euro. Rechnet man Anschaffung, Kraftstoff und Wartung zusammen, schießt die monatliche Summe auf 225 Euro hoch, und das ohne Parkgebühren. „Wir reden hier von 275 Euro im Monat für ein ganz normales Auto, das keine Defekte hatte, bei dem du die Wartung selbst gemacht hast und das du kaum genutzt hast. Ein wirtschaftliches Desaster“, beschließt eine Berechnung, die in der Diskussion kursiert.
A Gegenentwurf wird mit einem anderen Fall geliefert: ein Diesel-Auris von 2010, 129.000 Kilometer, 16.400 Euro Barzahlung, 7.900 für Diesel, 3.205 für Versicherung, 1.155 für Inspektionen und 381 für Reifen. Und ein dritter: ein Neuwagen für 17.500 Euro, 70.000 Kilometer in sieben Jahren, 0,22 Euro pro Kilometer. Die erste Aufstellung, die des Megane, ergibt 0,078 Euro pro Kilometer ohne Berücksichtigung des Kaufs. Der Vergleich funktioniert nur, wenn alle die Anschaffung in dieselbe Spalte setzen.
„Die Anschaffungskosten nicht einzubeziehen, ist töricht“, stellt ein Teilnehmer fest. Die Kluft zwischen denen, die die Nutzungskosten messen, und denen, die die Gesamtkosten des Besitzes messen, zieht sich durch den gesamten Austausch. Und im Grunde bleibt die unangenehme Frage: Wie viele dieser 100.000 Kilometer wären genauso gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder gar keiner Bewegung zurückgelegt worden?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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