Toyota Auris für 15.750 Euro: Rabatt und Golf-Vergleich

Der Toyota Auris wurde für 15.750 Euro mit 4.250 Euro Rabatt angeboten, während ein vergleichbarer Golf 22.000 Euro kostete. Die Bedingung: Finanzierung oder 1.500 Euro Aufpreis.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Toyota Auris für 15.750 Euro: Rabatt und Golf-Vergleich
Auris für 15.750 Euro: 4.250 Euro Rabatt und ein Golf für 22.000

Ein neuer Kompaktwagen für 15.750 Euro klingt nach einem Schnäppchen, bis man die Umrechnung bedenkt: fast drei Millionen alte Peseten. Der Toyota Auris erscheint mit einem Rabatt von 4.250 Euro, bleibt bei dieser Zahl in der Ausstattungslinie Active und mit dem 132-PS-Benzinmotor und liegt damit 6.250 Euro unter einem ähnlichen Golf, der 22.000 Euro kostet. Das Angebot ist real. Es ist auch das Porträt eines Marktes, der gelernt hat, günstig zu verkaufen, was vor einigen Jahren nicht unter dieser Grenze lag.

Was bietet der Auris für 15.750 Euro

Das Auto ist 4,3 Meter lang, hat eine Rückfahrkamera und laut einer Analyse, die mit dem Angebot kursierte, schafft es die 1.000 Meter leicht unter 31 Sekunden bei einem Durchschnittsverbrauch von 4,8 Litern auf 100 km. Die Ausstattung und der Preis platzieren ihn, so argumentieren die Tester, über den Basis-Kompaktwagen, die mit dem Plan PIVE (spanisches Kaufanreizprogramm) zwischen 12.000 und 11.000 Euro angeboten wurden: Benzinversionen mit etwa 100 PS, oft von Firmen für Außendienstmitarbeiter gekauft, nicht von Privatpersonen.

Hier taucht der erste Vorbehalt auf. „Wenn 100 PS einen Kompaktwagen nicht auf legaler Geschwindigkeit bewegen können, haben wir ein ernstes Problem“, antwortet die andere Seite. Die Diskussion dreht sich nicht darum, ob der Auris schnell fährt, sondern ob man für 132 PS bezahlen muss, wenn der Nachbar mit weniger zufrieden ist.

Der Rabatt und die Kleingedruckte der Finanzierung

Das Angebot erfordert eine Finanzierung. Wer bar zahlt, verliert den Rabatt und zahlt zusätzlich etwa 1.500 Euro, was praktisch das Minimum ist, das die Marke mit dem Kredit verdienen will. Die Toyota-Finanzierung lag bei 6%, zwei bis drei Punkte unter der Konkurrenz, außer bei Volkswagen, das 10.000 Euro zu 0% verlieh. Die Finanztochter der deutschen Gruppe verdiente 1,2 Milliarden Euro, laut einem der zitierten Daten.

Die Warnung wiederholt sich in anderen Fällen: Bei Peugeot gab es 6.500 Euro für das alte Auto und 1.000 Euro vom PIVE, aber die Ausgangspreise waren aufgebläht, um das Ergebnis wie immer gleich zu halten. Manche vermuten, dass der Rabatt auf anderem Weg zurückgeholt wird. Ein Auto zu kaufen war nie eine rentable Handlung, nur eine notwendige.

Diesel gegen Benzin: sieben Liter und ein Jahrzehnt Streit

Der Vergleich fällt auf. Tests einer Fachzeitschrift maßen einen realen Verbrauch von sieben Litern bei einem Ford Focus Benziner mit 180 PS und demselben Wert bei einem Diesel mit 163 PS auf derselben Strecke. Angesichts dieser Daten behaupteten einige Fahrer, aus einem Avensis Diesel mit 2.000 Kubikzentimetern Baujahr 2004, 170.000 Kilometern Laufleistung und ohne sechsten Gang, reale 5,5 Liter herauszuholen.

Das Kernargument: Die besten Dieselmotoren sind europäisch, so sehr, dass Toyota sogar eine Vereinbarung mit BMW zur Montage traf; japanische Saugbenziner waren dagegen etwas anderes. Die Leistung entscheidet nicht alles: Manche behaupten, dass man bei 11,6 kg/PS kein einziges Pferd mehr vermisst und dass ein Zurückschalten reicht, um wie eine Rakete zu starten.

Reißpreis oder der neue Normalpreis?

Die Branche hatte lange Zeit angepasst. Neue Autos zwischen 15.000 und 25.000 Euro kosten 3.000 bis 4.000 Euro weniger als zwei oder drei Jahre zuvor, und dieser Auris lag bereits seit anderthalb Jahren in dieser Größenordnung. Ein Segment-C-Auto für 20.000 Euro schien viel Geld, und für etwas weniger bekam man einen Golf 1.6 TDI mit 105 PS oder einen Octavia.

Die Kurve unterschied nicht zwischen Marken. Citroën kündigte eine Limousine des B-Segments mit 500 Litern Kofferraumvolumen für 10.500 Euro finanziert an und erinnerte daran, dass der Preis ohne Finanzierung steigt. Der Hyundai i30 oder der C4 bewegten sich in diesem Bereich von 12.000 Euro. Die wiederholte These: Es gibt einen „erschwinglichen Luxus“, der das, was gestern ein Extra war, heute normal macht.

Der Nachhall: Was wurde aus jenem Auris

Die Jahre gaben beiden recht. Bei den Verkäufen im November 2013 war der Auris der Dritte seines Segments, des C-Segments, hinter dem León und dem Golf. Ein Carsharing-Unternehmen bot seine Hybrid-Auris von 2010 mit 70.000 bis 80.000 Kilometern für jeweils 10.000 Euro zum Verkauf an, und der Erzählung zufolge verkauften sie sich wie warme Semmeln. Manche kauften ihn als Alltagsauto und lagen richtig: „unspektakulär, aber robust und wenig problematisch“.

Andere erinnerten sich an das Gegenteil: Die Lackierung, besonders in Weiß und Schwarz, zeigte Kratzer wie ein Zebra, und beim Gasgeben stieg der Verbrauch schneller als die Geschwindigkeit. Der 1.8 Saugbenziner, Basis des Hybrids nach Anpassung auf Atkinson-Zyklus, wurde als guter Motor verteidigt. Das war der Kern der Sache: ein korrektes Auto zu einem aggressiven Preis oder ein unspektakuläres Auto mit einem Aufkleber, der es rettete.

Was, wenn das Problem nicht der Auris war, sondern die Normalisierung, dass ein Kompaktwagen kostet, was vor einem Jahrzehnt ein Auto der gehobenen Klasse kostete?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (293 Antworten).

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