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4.500 Euro für den Gaseinbau in einer 67-m²-Wohnung: fairer Preis?
Ein Angebot über 4.500 Euro für einen Roca-Kessel und 7 Aluminiumheizkörper in einer 67-m²-Wohnung in Spanien. Der Preis ist nicht überzogen, aber die gewählten Materialien sorgen für Zweifel.
4.500 Euro für Kessel und 6 Heizkörper: fairer Preis oder Abzocke?
Im Juni 2013 bittet der Besitzer einer 67-m²-Wohnung in den katalanischen Pyrenäen um Meinungen zu einem Angebot über 4.500 Euro (inkl. MwSt.) für den Einbau einer Gasheizung. Es enthält einen Roca Novanox 24/24 F Brennwert-Brauchwasserkombikessel und sieben Rayco RD700 Heizkörper aus Aluminium, mit Zweirohrkreis, Raumthermostat und Inbetriebnahme. Der Zweifel ist berechtigt: In einer Bergregion tut die Winterstromrechnung weh, und Gas verspricht Erleichterung. Aber die Summe ohne Aufschlüsselung weckt Misstrauen.
Die Antwort der mitdiskutierenden Fachleute ist in einem Punkt fast einstimmig: Der Preis ist kein Raubzug, aber die gewählten Materialien lassen viel zu wünschen übrig. Eine schnelle Rechnung, die im Thread kursiert, schlüsselt 1.500 Euro für Material auf und den Rest für Arbeitslohn (zwei Monteure, zwei Tage, zehn Stunden täglich). Mit diesen Zahlen wirkt die Marge des Installateurs nicht überzogen. Das Problem ist nicht der Preis, sondern was man dafür bekommt.
Der Roca Novanox-Kessel: billig und schlechter Ruf
Mehrere Beteiligte sind sich einig, dass der enthaltene Kessel das schwächste Glied ist. Er wird als Modell beschrieben, das große Installateure für Neubauten in Massen kaufen und das die Garantiezeit selten überlebt. Ein persönlicher Fall veranschaulicht das: Ein ähnlicher Kessel, der Chaffoteaux Siam 23, fiel wiederholt aus und wurde nach zwei Jahren durch einen Renova Micra ersetzt, der seit einem Jahrzehnt ohne Störung läuft. Die wiederholte Empfehlung lautet, auf Marken wie Viessmann, Vaillant, Junkers oder Saunier Duval zu setzen, selbst wenn die billigste davon das Angebot verteuert.
Aluminiumheizkörper: der Fehler, der teuer wird
Der zweite kritische Punkt sind die Heizkörper. Aluminiumheizkörper wie die enthaltenen Rayco RD700 neigen dazu, Gase zu erzeugen, die den Kreislauf mit Luft füllen, so die geteilte technische Erfahrung. Die verteidigte Alternative ist Gusseisen: teurer, aber praktisch ewig haltbar. In einer 67-m²-Wohnung mit sieben Elementen ist das Verhältnis knapp: Man empfiehlt meist mindestens ein Element pro Quadratmeter, und hier liegt man darunter. Wenn die Dämmung der Wohnung schlecht ist, wird das System an den kältesten Tagen kaum ausreichen.
Alternativen zu Gas: Biomasse, Wärmepumpe und andere Optionen
Die Debatte öffnet sich anderen Energiequellen. Moderne Nachtspeicherheizungen, Wärmepumpen und mit besonderem Nachdruck Biomasse werden erwähnt. Für ein freistehendes oder Reihenhaus kann ein Pelletkessel mit 25-32 kW die Brennstoffkosten im Vergleich zu Gas um bis zu 50 % senken, mit Wirkungsgraden von 96 %. In einer Wohnung wird die Option komplizierter: Man bräuchte einen Pelletofen mit 10-11 kW und einen Abzug, was die Eigentümergemeinschaft nicht immer genehmigt. Der Besitzer der Wohnung klärt auf, dass sie vermietet ist und dass Mieter in einer Bergregion Biomasse wegen des Aufwands der Pelletlagerung ablehnen würden.
Gas ist nicht gratis: Fixkosten und Preiserhöhungen
Auch wenn Erdgas fürs Heizen billiger als Strom ist, kommt es nicht umsonst. Dazu kommen die Grundgebühr auf der Rechnung, die auch im Sommer anfällt, und der mögliche Anschluss des Zählers, den manche Anbieter über Jahre mit einem jährlichen Zuschlag berechnen. Außerdem ist der Gaspreis in den letzten Jahren gestiegen, und der Trend geht, so wird angemerkt, weiter nach oben. Bei einer Mietwohnung mit wechselnden Mietern muss sich die Investition in angemessener Zeit amortisieren.
Das Fazit aus den Beiträgen: 4.500 Euro sind kein Betrug, aber auch kein Schnäppchen. Das Angebot ist knapp bemessen für das, was es bietet: einen Billigkessel und Aluminiumheizkörper, die wahrscheinlich Probleme machen. Die überwiegende Empfehlung lautet, mehrere Angebote einzuholen, Marken zu vergleichen und beim Kessel nicht zu sparen, denn er ist das Herz der Anlage. In einer Mietwohnung in den Pyrenäen, mit harten Wintern und teurem Strom, bleibt Gas die logischste Option, aber man sollte genau rechnen, bevor man unterschreibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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