Wohnungsverkäufe in Spanien brechen im März ein

Die Märzdaten der spanischen Notare bestätigen den Rückgang der Immobilienverkäufe in ganz Spanien. Die Transaktionszahlen stürzen ab, die Preise halten sich vorerst noch.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wohnungsverkäufe in Spanien brechen im März ein

Die Märzdaten des Consejo General del Notariado (Dachverband der spanischen Notare) bestätigen, was viele befürchtet hatten: Die Wohnungsverkäufe gehen in ganz Spanien zurück. Das Transaktionsvolumen hat bereits nachgegeben, nur die Preise sind noch nicht gefolgt. Unterdessen schrumpft das Angebot, und was übrig bleibt, ist unbezahlbar.

Der Markt stockt zwischen Angebotsmangel und steigenden Preisen

Die der Nachricht beigefügte Grafik mit der Bezeichnung 'TALUEC' zeigt einen klaren Trend: Die Verkäufe gehen in allen autonomen Gemeinschaften zurück. Manche Analysten führen das auf einen drastischen Nachfragerückgang zurück, weil potenzielle Käufer, besonders junge Menschen und Familien mit mittlerem Einkommen, sich die aktuellen Preise nicht mehr leisten können. Andere verweisen darauf, dass die Knappheit an Verkaufsobjekten zusammen mit der verteuerten Finanzierung eine Blockade erzeugt hat, die sich erst lösen wird, wenn die Verkäufer ihre Erwartungen anpassen.

Eine weitere Lesart besagt, dass die jüngere Zuwanderung, die die Nachfrage in den letzten Jahren gestützt hatte, Anzeichen von Erschöpfung zeigt. Die Neuankömmlinge konzentrieren sich auf prekäre Unterkünfte und Billigmieten, nicht auf Käufe. Das würde erklären, warum der Gebrauchtimmobilienmarkt besonders leidet.

Was passiert mit den Preisen?

Die entscheidende Frage ist, ob der Verkaufsrückgang die Preise mit in die Tiefe ziehen wird. Bislang weigern sich die Verkäufer zu senken, doch der aufgestaute Bestand und das Fehlen zahlungsfähiger Käufer lassen vermuten, dass eine Korrektur nur eine Frage der Zeit ist. In Märkten wie Madrid stützen kaufkräftige Nachfrager weiterhin die Preise, im Rest des Landes sieht die Lage jedoch düsterer aus.

Was keine Analyse so recht erklärt: Warum bleibt angesichts dieser Indikatoren die offizielle Verlautbarung von einer 'Marktstärke'? Die Realität der Notare spricht jedoch für sich selbst.

Verwandte Diskussionen im Forum

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver