Wohnungsverkäufe in Vigo brechen ein, während die Preise weiter steigen

Die Wohnungsverkäufe in Vigo, Spanien, sinken um 4 % im Jahresvergleich, während die Preise um 8,8 % steigen. 200 neue Wohnungen unverkauft und 15.000 verfallene Immobilien in Ourense.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wohnungsverkäufe in Vigo brechen ein, während die Preise weiter steigen
Wohnungsverkäufe in Vigo brechen ein, während die Preise weiter steigen

In Vigo behaupten die Immobilienmakler, dass alles verkauft wird, und zwar zu jedem Preis. Doch die Realität in den Grundbüchern sieht anders aus: Die Transaktionen stürzen ab, während die Preise gleichzeitig auf einem Niveau bleiben, das viele für diese Stadt als absurd empfinden. Vor einigen Wochen berichtete dieselbe Zeitung, die nun über die Abkühlung informiert, dass 200 neue Wohnungen seit drei Jahren keinen Käufer gefunden hatten. Der Widerspruch ist offensichtlich.

Die Zahlen der Notare: weniger Geschäfte, höhere Preise

Der Generalrat der Notare (Consejo General del Notariado) hat gerade die Zahlen für Juni veröffentlicht. Die Wohnungsverkäufe in Spanien sanken um 4,0 % im Jahresvergleich auf 67.529 Transaktionen. Der Durchschnittspreis stieg jedoch um 8,8 % auf 2.114 Euro pro Quadratmeter. Das heißt: Weniger Menschen kaufen, aber das Wenige, das verkauft wird, ist teurer. Der Rückgang betrifft dreizehn autonome Regionen, mit besonders starken Einbrüchen im Baskenland (-14,2 %), in La Rioja (-12,5 %) und auf den Balearen (-11,4 %).

Das Paradox von leerem Bestand und überhöhten Preisen

Manche behaupten, das Problem sei nicht die Nachfrage, sondern das Angebot: Es gebe weder Wohnungen zu verkaufen noch zur Miete, und deshalb gingen die Transaktionen zurück. Doch die Realität ist differenzierter. In Vigo existieren unverkaufte Neubauprojekte neben Privateigentümern, die wirklich absurde Summen verlangen. Der typische Fall: ein Eigentümer, der nicht verkaufen muss und 425.000 Euro für eine Wohnung in einer Straße verlangt, in der ähnliche Wohnungen für 280.000 Euro verkauft werden – überzeugt, dass seine Immobilie ein denkmalgeschütztes Gut sei. Währenddessen lässt die Qualität des Angebots viel zu wünschen übrig: schlechte Wohnungen zu Preisen guter, ohne jede finanzielle Absicherung.

Das eigentliche Problem: Eigentümer, die nicht verkaufen

Der Schlüssel liegt in der Eigentumsstruktur. Viele Eigentümer sind ältere Menschen mit garantierten Renten und vor Jahrzehnten abbezahlten Häusern. Sie brauchen das Geld nicht und lassen die Immobilie daher lieber leer, als sie unter Wert zu verkaufen. In Ourense erreicht die Situation absurde Ausmaße: In einer Stadt von rund 105.000 Einwohnern gibt es 15.000 Immobilien in schlechtem Zustand oder als Ruine. Die Eigentümer lassen sie lieber verfallen, als billig zu verkaufen.

Solange der Besitz mehrerer Wohnungen oder leerstehende Häuser in Galicien nicht ernsthaft besteuert werden, wird sich nichts ändern. Doch keine Partei in der Region wagt es, dies vorzuschlagen. Das Ergebnis ist ein eingefrorener Markt: hohe Preise, sinkende Transaktionen und ein zunehmend verfallener Wohnungsbestand. Die verstörendste Zahl: In Ourense mit 105.000 Einwohnern stehen 15.000 Immobilien als Ruine. Das ist kein Markt, das ist ein Ziegelfriedhof.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (21 Antworten).

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