Wohnungspreise in Spanien: Die Zahlen hinter der Knappheit

Die Baugenehmigungen für Neubauten in Spanien sind zwischen 2006 und 2013 um 96 % gefallen: von über 865.000 auf 34.288. Der Bau hat sich nicht erholt, die Preise bleiben angespannt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Neubau ging von mehr als 865.000 Genehmigungen im Jahr 2006 auf 34.288 im Jahr 2013 zurück, ein Rückgang von 96 % in fünf Jahren. Bei dieser Minimalproduktion stößt jede Nachfragefrage auf einen Wohnungsbestand, der kaum wächst.

Der Wohnungsmarkt in Spanien hat seit Jahren dasselbe Grundproblem: Es wird sehr wenig gebaut. Die Baugenehmigungen für Neubauten, die Erlaubnis, die vor der Errichtung eines Gebäudes eingeholt werden muss, geben den Takt des Sektors Jahre im Voraus vor. Und diese Zeitreihe erzählt eine sehr konkrete Geschichte.

## Vom Rekordjahr 2006 zum Tiefpunkt 2013

Schon 1998 wurden jährlich mehr als **500.000 Wohnungen** geplant. Die Zahl stieg weiter, bis sie **2006** ihren Höhepunkt erreichte, als in zwölf Monaten über **865.000 Genehmigungen** erteilt wurden. Das war der Scheitelpunkt der Blase.

Dann kam der Absturz. Zwischen 2008 und 2013 sank das Bauvolumen um **96 %**. Den historischen Tiefstand wurde **2013** erreicht, mit gerade einmal **34.288 Genehmigungen** für das ganze Land. Fünf Jahre, um von einem Extrem ins andere zu fallen.

## Die Nachfrage, die danach kam

Während die Kräne verschwanden, wuchs Spaniens Bevölkerung in einem bis dahin nicht gekannten Tempo. Im selben Zeitraum verzeichnete das Land die größte Einwanderung seiner Geschichte. Mehr Menschen auf der Suche nach einer Wohnung, während der Bestand nicht mehr erweitert wurde.

Das Ergebnis ist eine Diskrepanz, die sich bei den Preisen bemerkbar macht. Dafür braucht es keinen Chart: Wo wenig Neubauangebot auf anhaltende Nachfrage trifft, hält der Verkäufer den Preis durch.

## Was die Preise treibt

Manche machen die Banken als Hauptverantwortliche für die Verteuerung aus, aber auch den Staat und die Gemeinden über Steuern und das Baurecht. All das verteuert jedes Bauvorhaben, bevor der erste Stein gelegt wird.

Die Produktion liegt weiterhin weit unter dem Niveau von vor zwei Jahrzehnten. Bei so niedrigen Genehmigungszahlen über so viele Jahre wächst der Wohnungsbestand langsam, und jede Nachfragesteigerung führt zu Druck auf die bestehenden Preise.

Dies sind allgemeine Informationen über den Wohnungsmarkt, keine Finanz- oder Immobilienberatung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (6 Antworten).

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