Garzón bestreitet, dass mehr Wohnungsbau Preise senkt

Eduardo Garzón behauptet, dass mehr Bau nicht die Wohnungspreise in Spanien senkt. Daten zu Angebot und Nachfrage widersprechen dieser These.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Garzón bestreitet, dass mehr Wohnungsbau Preise senkt
Garzón bestreitet, dass mehr Wohnungsbau Preise senkt

Eduardo Garzón schrieb: „Zu behaupten, dass mehr Bau die Preise senkt, ist ein Kampf gegen die Daten.“ Diese Aussage wurde zum Hauptthema der wirtschaftlichen Analyse der Woche. Der Ökonom und Abgeordnete argumentiert, dass Angebot und Nachfrage den spanischen Wohnungsmarkt nicht erklären und dass Großinvestoren die Preise bestimmen. Die häufigste Reaktion war: Dann müsste Detroit die teuerste Stadt der Welt sein.

Was Garzón genau sagt und warum es auf Widerstand stößt

Garzóns These lautet, dass Wohnraum kein normales Gut ist. Die Nachfrage stammt nicht nur von Familien, sondern auch von Vielfachbesitzern und Fonds, die jeden Preis absorbieren können. Wenn die Nachfrage unendlich ist, führt mehr Bau nicht zu niedrigeren Preisen. Das Argument hat einen formellen Fehler: Garzón stellt es als Konflikt mit den Daten dar, obwohl es eine Interpretation der Daten ist.

Das am häufigsten genannte Gegenbeispiel ist Detroit. Dort wanderte die Bevölkerung aufgrund von Arbeitslosigkeit massenhaft ab, und Wohnungen werden verschenkt. Viel Wohnraum pro 1.000 Einwohner, lächerliche Preise. Am anderen Ende steht New York: knapper Boden, extrem hohe Mieten. Die Korrelation, die Garzón leugnet, zeigt sich in beiden Fällen.

Der Fehler, nur das Angebot zu betrachten

Der logische Fehler, der ihm vorgeworfen wird, ist klassisch: Ursache und Wirkung verwechseln. Wo mehr gebaut wird, steigen die Preise nicht *wegen* des Baus; hohe Preise ziehen mehr Bau an, weil Entwickler mehr verdienen. Madrid baut mehr als Zamora und ist teurer, aber nicht wegen des Baus, sondern wegen der Nachfrage. Die Umkehrung der Kausalität ermöglicht es zu sagen, dass das Angebot überflüssig sei.

Ein Teilnehmer formulierte das Argument klar: Bei einer Nachfrage von 1.000 Wohnungen und 200 gebauten Einheiten steigen die Preise; bei 1.200 gebauten sinken sie. Dafür braucht man keinen Nobelpreis. Und wenn die Preis-Mengen-Funktion steigend wäre, wie Garzón andeutet, würde der Preis bei null Wohnungen ins Unendliche gehen und bei negativen Mengen – durch Abriss – fallen. Die Absurdität ist der Beweis.

Die Daten, die Garzón nicht nennt: Spanien baut nur halb so viel wie nötig

Der Indikator für Wohnungen pro 1.000 Einwohner ist irreführend, hier herrscht Konsens. Spanien hat viele Zweitwohnsitze und touristische Apartments, die nicht dort sind, wo die Nachfrage liegt. Ein Haus in einem Dorf in Kastilien löst kein Mietproblem in Madrid. Aber diese Nuance rettet die These nicht: Sie unterstreicht, dass das Problem ein schlecht verteiltes Angebot ist, nicht ein irrelevantes.

Der harte Fakt in der Analyse ist die Lücke zwischen Bevölkerungswachstum und Bauleistung. Spanien gewinnt jährlich eine halbe Million Einwohner und errichtet weniger als 100.000 Wohnungen. Österreich, mit 9 Millionen Einwohnern, baut seit langem zwischen 40.000 und 70.000 pro Jahr. Der Vergleich ist nicht perfekt, deutet aber auf ein strukturelles Defizit hin, das keine reine Preispolitik korrigieren kann.

Sozialer Wohnungsbau, Fonds und das Eigentumsproblem

Die am häufigsten genannte Lösung ist sozialer Wohnungsbau. Wenn der Staat baut, kaufen ihn keine Fonds. Das Problem, so andere Kritiker, ist die Finanzierung: Öffentliche Bauten über Schulden haben Kosten. Und der öffentliche Wohnungsbestand in Spanien ist einer der kleinsten in Europa, was den Ausgangspunkt erschwert.

Bezüglich der Fonds gibt es unbequeme Daten: Laut einem Teilnehmer haben sich deren Bestände seit Antritt der aktuellen Regierung mehr als verdoppelt. Die Kritik besagt, dass die Politik der Preisregulierung kleine Eigentümer verdrängt und den Markt Großinvestoren überlässt. Das ist genau das Gegenteil des beabsichtigten Effekts.



Hier stockt die Analyse. Alle sehen das Problem, niemand stimmt über die Ursache überein. Und währenddessen steigen die Preise weiter.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (157 Antworten).

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