Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Wohnungen für 15.000 Euro in Spaniens Bergbauregion: Chance oder Falle?
Günstige Wohnungen im asturischen Kohlebergbaugebiet: Mieres verlor die Hälfte seiner Bevölkerung. Ist der Kauf eine Flucht oder eine Falle?
Wohnung für 15.000 € in Asturiens Bergbauregion: Zuflucht oder lebenslange Last?
Ein LKW-Fahrer, der zwei bis drei Jahre mit seinem Hund in einem Wohnmobil namens „La Mari“ lebte, hat in der spanischen Bergbauregion Asturien eine Wohnung gekauft – für weniger Geld, als viele Spanier nur als Anzahlung für ein Hypothekendarlehen aufbringen würden. Er arbeitete zuvor zeitweise als Taxifahrer und sparte konsequent. Bereits im Besitz einer Immobilie, vermietete er diese, verkaufte sie und finanzierte damit das Wohnmobil sowie den neuen Wohnungskauf. Ihm geht es nicht um Aussicht oder Service, sondern darum, keine Miete mehr zahlen zu müssen. Diese Entscheidung hat eine Debatte ausgelöst: Sehen manche darin einen Ausweg, befürchten andere eine Falle.
Die Preise sind entsprechend niedrig. In ehemaligen Bergbauzentren finden sich bewohnbare Wohnungen für 20.000–30.000 Euro, renovierte Objekte für 15.000–20.000 Euro in Orten wie Avilés, Langreo oder Mieres. Eine normale Wohnung in Mieres kostet laut Forendiskussionen etwa 500 Euro Miete. Die Frage ist nicht der Kaufpreis, sondern was drumherum passiert.
Mieres hat in 30 Jahren die Hälfte seiner Bevölkerung verloren
Zahlen erklären den Preis besser als jede Broschüre. Nach Berechnungen aus der Diskussion sank die Einwohnerzahl von Mieres von 80.000 auf 40.000 innerhalb dreier Jahrzehnte. Das Durchschnittsalter liegt bei rund 50 Jahren, nur drei oder vier Schulen decken die gesamte Gemeinde ab. Langreo zeigt ähnliche Abwanderungstrends bei noch niedrigeren Mietpreisen. Ein Teilnehmer fasst zusammen: „Von 80k auf 40k Einwohner in 30 Jahren. Kaum junge Leute.“
Kenner der Region ergänzen Details, die in Immobilienportalen fehlen. Berichte beschreiben eine Zone des Verfalls mit hässlichen Bauten und leeren Gebäuden, aber auch wilder Natur in unmittelbarer Nähe und kaum Kriminalität – schlicht weil nichts zu stehlen da ist. Das Klima ist die zweite Hürde: Hohe Luftfeuchtigkeit und Kälte dominieren große Teile des Jahres; einige Dörfer sind im Winter je nach Höhe im Tal schwer erreichbar.
Kälte, Feuchtigkeit und Nachbarn: Was nicht im Inserat steht
Hier spalten sich die Meinungen. Einige argumentieren, die Nachteile seien leicht lösbar: 13 Grad Celsius seien kein Problem (man trage einfach warme Kleidung), Feuchtigkeit beseitige man mit einem Entfeuchter. Dem gegenüber stehen Sorgen um das Zusammenleben in degradierten Umgebungen und alternden Nachbarschaften, oft als entscheidender Faktor genannt. Testen vor dem Kauf, lautet der Rat einer Stimme: „Ich würde vor dem Kauf erst sechs Monate mieten, um Gegend und Nachbarn kennenzulernen.“
Andere warnen vor echter Isolation: Straßen grenzen direkt an Fenster, Bahngleise liegen nur zwei Meter entfernt. Zudem wurde das erste Beispielobjekt bereits verkauft. Der Markt ist also nicht so tot, wie er scheint.
Leben ohne Hypothek: Rechenexempel überzeugt manche, schockt andere
Das Kernargument ist wirtschaftlich, nicht romantisch. Der Vergleich ist drastisch: Statt einer Hypothek von 140.000 bis 240.000 Euro, gebunden an jahrzehntelange Gehaltsabzüge, kostet eine Wohnung für 15.000–20.000 Euro plus 5.000 Euro Renovierung deutlich weniger als das, was Kritiker als „lebenslange Fessel“ bezeichnen. Hier greift die Logik des Minimalismus: Den Kaufpreis als Freiheit verstehen, niemandem etwas schulden zu müssen.
Manche gehen weiter und betrachten die Immobilie nicht als Wohnraum, sondern als Meldeadresse, um bestimmte regionale Sozialleistungen zu erhalten. Die Garantierte Einkommensrente im Baskenland liegt bei rund 800 Euro. Im Gespräch wird sogar eine 40.000-Euro-Wohnung nahe der AP-68, zehn Kilometer von Logroño entfernt, als steuerlicher und sozialer Standort vorgeschlagen. Die Idee bleibt jedoch ungelöst im Raum.
Lohnt sich der Billigkauf im leeren Spanien?
Das hängt vom Betrachter und dessen Definition von Leben ab. Für jemanden, der gewohnt ist, im Wohnmobil mit Hund zu leben und saisonal zu arbeiten, ist eine 60 Jahre alte Wohnung im Bergtal eine Verbesserung, kein Opfer. Für ein junges Paar mit Kindern und Aufstiegsambitionen sieht die Bilanz anders aus: Ohne Jobs, ohne Infrastruktur und mit achtmonatigem Winter wird Ersparnis durch Isolation erkauft.
Dazwischen steht eine unbequeme Wahrheit, die mehrere Nutzer betonen: Viele Eigentümer gehören zur älteren Generation und lassen Wohnungen lieber leer stehen, als die Preise zu senken. Daher bleiben die Mieten in Mieres trotz Überangebot bei rund 500 Euro. Das Schaufenster mit den günstigen Preisen existiert, aber die Tür ist oft verschlossen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (156 Antworten).
Ein Forum-Nutzer berechnet, dass die Kombination von Cepsa Star Direct, Club Carrefour und Visa Cepsa 19 Cent pro Liter spart. Die Visa-Karte hat eine jährliche Obergrenze von 42 Euro.