Wo man Klingen kauft, die nicht von Gillette sind

Nutzer berichten, dass Gillette-Klingen nach zwei Rasuren stumpf werden, und vermuten Fälschungen. Alternativen: Personna, Wilkinson Hydro 5, Doppelklinge.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wo man Klingen kauft, die nicht von Gillette sind
Klingen ohne Gillette: Der reale Kaufguide

Eine Patrone, die zwei oder drei Rasuren hält und beim dritten Zug die Haut reizt. Das ist die Erfahrung des Thread-Eröffners, der dies auch in Online-Bewertungen wiederkehrend sieht, mit einem unbequemen Detail: Laut diesen Kommentaren wären viele als offiziell verkaufte Ersatzklingen Fälschungen. Wer Rasierklingen sucht, die nicht von Gillette sind, steht vor zwei Problemen gleichzeitig, und das zweite – Imitationen zu vermeiden – wiegt genauso schwer wie das erste.

Der Alternativmarkt existiert und ist bevölkerter als die Regale im Supermarkt suggerieren. Von Zwei-Kopf-Haltern hergestellt von Personna bis zu Paketen mit hundert Doppelklingen, die im Ausland für weniger gekauft werden als ein Marken-Ersatz kostet. Das Problem ist nicht das Angebot. Es ist zu wissen, was man kauft.

Warum halten Gillette-Ersatze immer kürzer?

Die Hypothese der Fälschung gewinnt an Gewicht, weil das Symptom laut den Berichten im Thread nicht nur in einem Kanal auftritt. Dasselbe Bild wird bei Großpackungen aus dem Discounter beschrieben: Nach zwei oder drei Zügen ist die Klinge stumpf, es gibt Ziehen und Schnitte. Das Muster wiederholt sich bei verschiedenen Modellen, was den Verdacht nährt, dass es ein Lieferproblem ist und kein falscher Gebrauch des Werkzeugs.

Das Geschäft hilft, die zugrunde liegende Spannung zu verstehen. Die Rasur-Sparte war historisch das Juwel von Procter & Gamble: Vor dem Durchbruch des Abonnementmodells von Dollar Shave Club – einer Firma, die Unilever laut den in der Diskussion genannten Daten für 1 Milliarde Dollar übernahm – lag die Bruttomarge dieser Linie über 80 %. Bei dieser Kostenstruktur ist das Hinzufügen einer weiteren Klinge zum Kopf weniger eine technische Verbesserung als vielmehr ein Preisargument.

Daher lautet der tiefere Verdacht mehrerer Teilnehmer: Stahl und Schneide sind seit Jahrzehnten gelöst, zusätzliche Klingen verbessern die Rasur nicht, sondern verteuern sie und vermehren den Kunststoff eines schwer recycelbaren Objekts. Marketing, mit einem Wort.

Mercadona, Aldi und Carrefour: Supermarkt-Alternativen

Der schnellste Weg erfordert keine Gewohnheitsänderung. Die blauen Einwegrasierer von Mercadona, hergestellt von Personna, funktionieren mit zwei Klingen und sind günstig; sie haben einen Knopf zum Auswerfen angesammelter Haare, was das Schlagen des Rasierers gegen das Waschbecken vermeidet. Die von Aldi kommen unter Eigenmarke, aber jedes Einzelstück trägt das BIC-Logo. Keine der beiden strebt an, so nah an High-End-Mehrklingenkopfsysteme heranzukommen, was für viele Hauttypen egal ist.

Der Fall von Carrefour ist anders, weil er direkt konkurriert. Sein Sechs-Klingen-Rasierer wird für unter 7 Euro mit zwei enthaltenen Köpfen verkauft, und manche setzen ihn über den Branchenstandard. Der Teufel steckt im Ersatzkopf, wo sich die echten Kosten entscheiden: Vier Carrefour-Köpfe liegen bei rund 7 Euro, während vier Wilkinson Hydro 5 auf 12 Euro gehen.

Die Ausnahme, die die Regel bestätigt, ist Lidl. Sein Fünf-Klingen-Rasierer erhält eine nuancenlose Verurteilung, sogar neuwertig, und nicht nur wegen des Preises. Manche schreiben auch Personna die Herstellung zu, was zeigt, wie sehr Eigenmarken eine Lotterie sind.

Klassische Rasur: Klingen für Centbeträge

Die grundlegende Alternative ist der Rückblick. Ein ordentlicher Doppelklingen-Rasierer, gut ausgewählte chinesische Fertigung, kostet etwa 3 Euro; Vorsicht vor denen, die metallisches Finish durch Farbe auf Fotos imitieren, denn in der Hand sind sie reiner Kunststoff. Klingen werden in Hunderten gekauft: Jemand sammelte 200 Stück für knapp unter 12 Dollar mit Direktversand und hat noch welche übrig, weil jede Ersatzklinge unter 10 Cent fällt. Die gesamte Anfangsinvestition – Rasierer und Klingen – passt in 13 oder 15 Euro.

Das technische Argument ist solide: Eine einzelne Klinge verstopft nicht wie ein Fünfer-Pack, weil sich zwischen den Klingen keine Reste ansammeln.

Der Preis ist jedoch nicht nur Geld. Die klassische Rasur erfordert Zeit, etwas Geschick und Geduld. Da scheitert die Hälfte der Hobbyisten.

Wer stellt die gekauften Klingen wirklich her?

Hier liegt die Falle für alle, die große Konzerne nicht mehr finanzieren wollen. Die legendären grünen Astra, jahrzehntelang Produkt eines tschechischen Staatsbetriebs, gingen an Gillette über, das die Produktion in seine Fabrik in Sankt Petersburg verlegte. Die Marke bleibt eine Referenz für Preis und Qualität, aber das Geld nimmt einen anderen Weg. Auch Sputnik und Rapira sind russisch.

Es gibt Auswege außerhalb des Kreislaufs. Die alte tschechische Fabrik arbeitet weiter und ist mit Tiger Platinum zur Rasur zurückgekehrt, hundert Stück pro Bestellung. Und die in Indien hergestellten Gillette-Wilkinson-Klingen sind sehr günstig zu finden, obwohl sie für harte Bärte nicht empfohlen werden. Für harte Bärte haben die Voskhod treue Verteidiger.

Im Kapitel Hygiene gibt es eine Kuriosität, die kaum jemand beachtet. LEA, La Estrella Alavesa, ist weiterhin ein Familienunternehmen aus Álava in sechster Generation, gegründet 1823. Toja hingegen verließ 2007 seine ursprüngliche Fabrik in Galicien und produziert oder vertreibt heute aus einer anderen Region. Beide stellen Seife her; nur eine behält die Eigentümerstruktur intakt.

Rasiermesser, Shavette oder Mehrklinger: Was jeder Weg kostet

Das Hochsegment des Hobbys ist das Rasiermesser. Eines aus Kohlenstoffstahl in chinesischer Fertigung dient zum Lernen für etwa 8 Euro; das Lederabziehstein, sechs; das grüne Schleifwachs mit einem Stück Haut auf einem Brett, ein Euro. Damit übt man an den Schläfen, bis man den Winkel trifft, der bei einem Rasiermesser bereits durch den Rücken vorgegeben ist. Wer nichts schärfen will, hat die Shavette, die eine wegwerfbare halbe Klinge nutzt und etwa 5 Euro kostet.

Das Problem ist, dass Schärfen nicht dasselbe ist wie Abziehen. Ein billiges Rasiermesser kommt ohne Fabrikschärfe, und es wiederherzustellen erfordert ein Können, das man nicht improvisiert, besonders wenn man nie ein Messer geschärft hat. Der klassische Sicherheitsrasierer hingegen verlangt keine besonderen Fähigkeiten.

Bleibt das entgegengesetzte Extrem, das derer, die genau das Gegenteil verteidigen. Es gibt explizite Positionen für moderne Rasierer und Dosen-Schaum: Drei Minuten, null Schnitte, perfekte Glätte. Billig außerdem, wenn man mit Rabatt kauft.

Mit all dem scheint die vernünftige Entscheidung einfach: Zwei Klingen, zuverlässige Eigenmarke oder Doppelklinge. Und dennoch zahlen manche jeden Monat 12 Euro für vier Köpfe. Bequemlichkeit hat ihren Preis, und niemand hat bisher berechnet, ab welchem Preis Bequemlichkeit zur Gewohnheit wird.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (114 Antworten).

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