Windows 10 hält 67 % Marktanteil, Windows 11 erreicht 26 %

Windows 11 steigt nach einem Jahr Updates auf 26 % Marktanteil, während Windows 10 bei 67 % bleibt und Windows 7 auf 3,4 % fällt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Windows 10 hält 67 % Marktanteil, Windows 11 erreicht 26 %
Windows 11 gewinnt Anteile, aber Windows 10 hält 67 %

Ein Laptop mit einem i5 der siebten Generation, 16 GB RAM und einer Terabyte-SSD ist von Windows 11 ausgeschlossen. Sein Besitzer ist sich sicher: Er denkt nicht daran, ihn wegzuwerfen. Dieser Konflikt zwischen funktionierender Hardware und blockierenden Anforderungen ist nur einer der Gründe, warum das neueste Betriebssystem von Microsoft weit entfernt von den Zahlen ist, die das Unternehmen selbst erwartet hatte. Die Daten lügen nicht: Windows 10 behält 67 % des Marktes, während Windows 11 nach einem vollen Jahr voller Updates bei 26 % stagniert.

Die Zahlen: von 17 % auf 26 % in zwölf Monaten

Anfang 2023 lag der weltweite Marktanteil von Windows 11 bei 17 %. Nach zwölf Monaten voller Patches und neuer Versionen erreichte diese Zahl 26 %. Ein Zugewinn von neun Punkten klingt nach Erfolg, bis man die andere Seite des Bretts betrachtet: Windows 10 hält sich bei 67 %, und 7 % verbleiben auf älteren Versionen. Windows 7 fiel beispielsweise im selben Zeitraum von 11 % auf 3,4 %, und diese Lücke ging an die beiden heute konkurrierenden Versionen.

Das Ergebnis lässt Microsoft mit einem System zurück, das nicht abhebt, und einer Mehrheit von Geräten, die immer noch an einem System festhalten, das auf dem Papier gezählte Tage hat. Die unbequeme Frage, die über der Sache schwebt, lautet: Brauchen wir wirklich alle paar Jahre ein neues Windows?

Warum aktualisieren die Leute nicht auf Windows 11?

Weil es keine Verbesserung gibt, die den Wechsel rechtfertigt. Das am häufigsten wiederholte Argument ist, dass Windows 10 heute gut funktioniert und ein Umstieg bedeutet, Risiko ohne Gegenleistung einzugehen: Laut einigen Nutzern führen Updates auf bestimmten Geräten zu Bluescreens, es besteht die Pflicht, ein Microsoft-Konto zu erstellen, Telemetrie ist schwer zu deaktivieren, und eine Version verbraucht mehr Ressourcen als die vorherige.

Hinzu kommt die Hürde der Hardware. Die Anforderung von TPM und aktuellen Prozessoren schließt perfekt funktionierende Geräte aus. Es gibt Workarounds, um es ohne Erfüllung der Anforderung zu installieren, aber das sind zusätzliche Schritte, die viele Menschen nicht bereit sind zu gehen, wenn ihr aktueller Computer einfach anspringt und tut, was er muss.

Die Aufschlüsselung, warum ein für Büroarbeit und Surfen ausreichend starkes Gerät vom System ausgeschlossen wird, ist einer der Punkte, die die meisten Diskussionen auslösen, und nicht immer aus technischen Gründen. Manche behaupten, dass der einzige echte Zweck dieser Barrieren darin besteht, noch funktionierende Computer vom Markt zu nehmen.

Der Zyklus eines guten und eines schlechten Windows

Die unter Veteranen am weitesten verbreitete Theorie besagt, dass Microsoft Erfolge und Desaster abwechselt. Windows 95 brach das Muster, 98 verbesserte es, ME war ein Reinfall, XP war die Referenz für die halbe Menschheit, Vista ein monumentaler Fehler, 7 kehrte auf den richtigen Weg zurück, 8 scheiterte und 10 funktionierte. Windows 11 scheint das Los gezogen zu haben.

Es ist kein geschriebenes Gesetz, aber es erklärt, warum so viele Nutzer zwei oder drei Jahre warten, bevor sie etwas ändern. Die im Sektor etablierte Gewohnheit ist klar: Wenn etwas in der Informatik funktioniert, sollte man es besser eine Weile in Ruhe lassen.

Spiele und Software: Der Weg der Nötigung

Der endgültige Schub kommt nicht von den Vorzügen des Systems, sondern davon, was ohne es nicht mehr funktioniert. Fortnite, das ursprünglich mit Windows 7 kompatibel war, verlangt jetzt in seiner neuen Saison Windows 10 oder höher. Valorant fordert Windows 10 oder 11 mit aktiviertem TPM 2.0. Wer bei alten Systemen bleibt, wechselt nicht aus Lust, sondern wenn Netflix, Spotify oder Steam nicht mehr reagieren.

Für diejenigen, die nur einen klassischen Desktop wollen, gibt es den Weg der Enterprise-Versionen mit erweitertem Support, die das Leben des Geräts verlängern können, ohne den Ballast, den Microsoft standardmäßig hinzufügt. Das Detail, wie man sie Schritt für Schritt konfiguriert, ist der Teil, der die meisten Anfragen zieht.

Die Bedrohung durch Windows 12

Während einige zögern, bereitet Microsoft bereits den nächsten Zug vor. Der Start von Windows 12 war für Mitte 2024 geplant, mit einer Vorabversion im August und einem klaren Fokus auf künstliche Intelligenz. Das wird voraussichtlich die Hardware-Hürden erneut erhöhen und Komponentenaustausch erzwingen, um die Anforderungen zu erfüllen.

Die Grundfrage bleibt in der Luft: Wenn die Hälfte der Nutzer den Sprung auf 11 noch nicht vollzogen hat, welchen Anreiz wird sie haben, zum 12 zu eilen, wenn dieses dieselbe Masche wiederholt?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (121 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver