Ubuntu 12.10: Alles out-of-the-box, schneller als Windows 7

Ubuntu 12.10 erkennt Bildschirm, Tastatur und Drucker sofort und bringt Office-Software mit. Die Kosten: eine freiwillige Spende von 2 Dollar.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ubuntu 12.10 startet alles out-of-the-box ohne Zusatzkosten

Wie viel Software muss man kaufen, um einen Computer am ersten Tag zum Laufen zu bringen? Eine häusliche Installation von Ubuntu 12.10 gibt eine klare Antwort: Bildschirm, Tastatur, Drucker und E-Book-Lesegerät funktionierten auf Anhieb, und das System kam bereits mit Musikplayer, Video-Player und Texteditor. Wie bei der Beschreibung des Experiments erwähnt, geschah dies ohne Notwendigkeit zu stehlen. Der einzige Fehler war ein kleines Problem, das sich selbst korrigierte, ohne Neustarts und ohne Beeinträchtigung des Desktops; es trat nach einer versehentlichen Installation der 32-Bit-Version auf. Dieselben kleinen Fehler zeigte auch die 32-Bit-Edition von Windows Seven.

Der direkte Vergleich mit Windows 7 schneidet nicht schlecht ab. Herunterfahren, Starten und Ruhezustand waren schneller, obwohl das System auf der ältesten und langsamsten verfügbaren Festplatte installiert wurde. Die Oberfläche lässt sich zudem ohne Handbuch bedienen: Dinge erscheinen sofort.

Was bringt Ubuntu out-of-the-box und was kostet es wirklich?

Der offizielle Download verpflichtet nicht zur Zahlung. Er bietet beim Herunterladen des Systems eine freiwillige Spende an, und wer sie leistete, gab 2 Dollar für die Entwicklung der PC-Umgebung. Seine eigene Bewertung dieses Betrags, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Beschwerden im Hintergrund, war, dass er ihm viel Geld erschien. Die Werbung, die das Projekt trägt, beschränkt sich auf den Ubuntu Store und Amazon, in geringem Maße und nicht störend.

Im Anwendungszentrum gibt es für fast alles ein kostenloses Programm, einschließlich der Erstellung und Löschung von Partitionen, mit einer weniger auffälligen Oberfläche als bei Windows, aber derselben Funktion. Player, Bürosoftware und Browser sind im Paket enthalten, ohne Lizenz oder Raubkopie.

Sind Treiber für Kameras, Drucker oder Grafikkarten nötig?

Das klassische Argument gegen Linux ist das Fehlen von Treibern auf der Hersteller-CD. Die gesammelten Erfahrungen relativieren fast alles. Eine per USB angeschlossene Kompaktkamera verhält sich wie ein Speicherlaufwerk: Man öffnet den Ordner und dort sind die Fotos, genau wie bei Windows. Drucker bestimmter Marken machen ebenfalls keine Probleme.

Der Schwachpunkt liegt bei der Grafik. Ein Laptop mit Nvidia-Chip zwang dazu, den Treiber von der Herstellerwebsite herunterzuladen und per Befehl zu installieren, wobei Google-Suchen nötig waren, da es visuell nicht möglich war. Auf einem anderen Gerät mit einer abgeleiteten Distribution reichte es aus, den offiziellen Treiber über den Treibermanager zu aktivieren. Die drahtlose Verbindung wird als wiederkehrende Quelle von Kopfschmerzen erwähnt.

Hält ein alter Computer eine Linux-Installation aus?

Es hängt von der Desktop-Umgebung ab. Ein Rechner mit Pentium 4 mit 2,66 GHz und 256 MB RAM läuft weiterhin mit einer abgespeckten Version von Windows XP und ist ein klarer Kandidat für eine leichte Umgebung. Für einen Netbook von fünf oder sechs Jahren empfiehlt man stromsparende Distributionen, mit einer bemerkenswerten Verbesserung der Flüssigkeit gegenüber der vorherigen Installation.

Die gängige Klassifizierung ist einfach: anständige Geräte, eine Desktop-Umgebung mit klassischem Look; normale Geräte, leichtere alternative Versionen; prähistorische Geräte, minimale Distributionen. Warnung: Die Unity-Version verbraucht RAM und bietet auf alten Maschinen nicht mehr dieselbe Erfahrung.

Warum viele zu Windows zurückkehren, während die Partition intakt bleibt

Hier liegt der Kern der Sache. Die freien Büroalternativen funktionieren zum Schreiben, inklusive Rechtschreibprüfung, was tatsächlich benötigt wird. Aber manche beschreiben sie als mühsam und wenig dynamisch, und andere geben zu, dass die Oberfläche aussieht, als wäre sie aus den 80ern.

Das wahre Problem ist spezifische Software: Musikprogramme, Apps zur Verwaltung von Handy-Backups, ausführbare Dateien und DVDs, die nicht immer gelesen werden können. Die am häufigsten gewählte Lösung ist nicht das Löschen von Windows, sondern es auf einer zweiten Partition als Sicherheitsnetz zu belassen.

Das Labyrinth der Distributionen: Was je nach Gerät wählen?

Die Fragmentierung wird je nach Befragtem als Vorteil oder Verurteilung gesehen. Da es so viele Versionen gibt, findet jedes Profil seine eigene; der Preis dafür ist, dass man sich vor der Installation informieren muss. Ein XP-ähnlicher Desktop passt zu einer leichten Version, ein Windows 8-ähnlicher Desktop zu Ubuntu.

Manche lehnen das klassische Ökosystem wegen seines Dogmatismus gegenüber Nicht-Freier-Software ab, bis hin zur Notwendigkeit, zusätzliche Repositories hinzuzufügen, damit die Hardware funktioniert. Auf der anderen Seite stehen die von Herstellern unterstützten Distributionen, die die Grafikunterstützung problemlos lösen, und Projekte mit eigener Kompilierung, vorbehalten für jene, die keine Angst vor dem Terminal haben.

Das unbequeme Ergebnis: Viele, die den Schritt wagten, behalten Windows installiert, nur für den Fall. Die Ersparnis ist real. Die Unabhängigkeit wird vorerst bei jedem Start neu verhandelt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (192 Antworten).

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