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Wie viel Gemüsegarten braucht man zum Leben: von 375 m2 bis zu einem Hektar
Von 375 m2 intensivem Gemüseanbau bis zu einem ganzen Hektar: Wie viel Fläche eine Familie zur Selbstversorgung braucht, hängt davon ab, ob man Getreide und Kartoffeln mitrechnet oder nur Gemüse.
Wie viel Gemüsegarten braucht man zum Leben: von 375 m2 bis zu einem Hektar
Die Frage klingt einfach und ist es nicht. Wie viel Fläche muss man bewirtschaften, damit eine Familie zu essen hat? Die Antworten, die im Umlauf sind, reichen von 375 Quadratmetern intensivem Gemüseanbau bis zu einem ganzen Hektar, und diese Spanne ist kein Zufall: Sie hängt davon ab, ob man nur Gemüse zählt oder auch Getreide, Kartoffeln und tierisches Eiweiß. Das ist der Kern der Sache.
Der meistzitierte Ausgangspunkt ist Parades en Crestall, die Methode des Mallorquiners Gaspar Caballero de Segovia, der mit rund 375 m2 einen sehr ertragreichen und gesunden Garten verspricht. Auf der anderen Seite das Hochbeet-System (Deep Bed), das John Seymour in The Self-Sufficient Gardener populär machte: Erträge bis zu viermal höher als beim traditionellen Anbau und laut seinen Anhängern zwischen 90 und 180 kg Gemüse pro Jahr auf 9 m2, während ein Mensch etwa 145 kg im Jahr verzehrt.
Wie viel Gemüse wächst auf einem Quadratmeter?
Hier beginnen die ernsthaften Meinungsverschiedenheiten. Bei Gemüse sind 5 kg pro m2 und unter optimalen Bedingungen bis zu 25 kg die Rede, denn Gemüse besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Bei Weizen fällt der Ertrag auf etwa 700 Gramm pro m2, bei Mais sind es rund 2 kg. Die Rechnung ändert sich komplett, wenn das Ziel nicht mehr der Kopfsalat ist, sondern die Kalorie.
Der auffälligste Fall ist die Kartoffel. Ein Video verspricht 45 kg auf einem einzigen Quadratmeter mit der Deep-Bed-Methode, eine Zahl, die mehrere Leser kurzerhand als Fantasie abtun. Die mitgeteilte Felderfahrung deutet darauf hin, dass man für diese 45 kg mindestens 5,6 m2 braucht, mit sehr ertragreicher Sorte, Bewässerung und trockenem, sonnigem Klima; im Regenfeldbau nicht weniger als 20 m2. Wer es neben einem traditionellen Anbau auf demselben Grundstück ausprobiert hat, fasst das Ergebnis in einem Satz zusammen: Der Ertrag war sehr ähnlich.
Getreide, die ungelöste Aufgabe
Den Kohlenhydratbedarf zu decken ist eine ganz andere Welt. Der durchschnittliche Verbrauch in Spanien liegt bei etwa 86 kg Weizen pro Jahr und Person, und bei einem ausgezeichneten Ertrag von 1 kg pro m2 sind das 86 m2 allein für das eigene Brot. Die Getreideernte von Hand ist zudem eine Qual: Ein Mähdrescher schafft rund eine Tonne alle 15 Minuten. Da kann kein Wochenendgarten mithalten.
Daher die wiederkehrende Schlussfolgerung: Günstiger als gekauften Weizen werden wir es nicht haben. Wer Vieh hält, für den kann der eigene Anbau lohnen, für alle anderen ist der Kauf von Mehlsäcken der vernünftige Weg.
Tiere, Obstbäume und der Faktor, den niemand kontrolliert
Tierisches Eiweiß ist das ineffizienteste Kapitel. Eine Kuh wandelt kaum 10% dessen, was sie frisst, in Fleisch um; Hühner verbessern die Bilanz und wechselwarme Tiere – Fische, Krokodile – kommen nahe an 100% heran. Der praktische Rat lautet, nur Tiere zu halten, die verwerten, was der Mensch nicht isst.
Klima, Wasser und Dünger entscheiden über den Rest. Die Natur ist launisch: Sonnenstunden, Bodenqualität, Schädlinge und Düngung verschieben die Produktivität von Jahr zu Jahr. Und der Mist, der ein Deep Bed fruchtbar macht, gibt es nicht umsonst: Er stammt von Tieren, die man das ganze Jahr über hält – etwas, das heute nicht gerade verlockend ist.
Lohnt es sich wirtschaftlich?
Als Hobby liefert der Garten Produkte mit deutlich besserem Geschmack und gute Unterhaltung. Als Sparmodell geht die Rechnung auf, sobald man Stunden, Geräte und Behandlungen einpreist. Es geht nur auf, wenn die Erträge an zahlungskräftige Kundschaft gehen, die bereit ist, die besondere Pflege zu bezahlen.
Mit diesen Zahlen lautet die ehrliche Antwort auf die Frage, wie viel Garten man braucht: Niemand hat sie endgültig. Es hängt vom Können des Gärtners ab, vom Klima und davon, ob auch Brot und Eintopf auf dem Speiseplan stehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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