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Fertigparkett: 30 €/m² in Segovia gegen 40-50 € in Madrid
Ein Forumsnutzer berichtet, dass dasselbe Fertigparkett mit 3 mm Nutzschicht in Segovia 30 €/m² kostet, in Madrid 40-50 €. Entscheidend: Trägermaterial, Versiegelung und Stablänge.
Fertigparkett: 30 €/m² in Segovia gegen 40-50 € in Madrid
Wer eine Wohnung mit Holzfußboden renoviert, beginnt mit einer unangenehmen Rechnung. Dasselbe Fertigparkett mit 3 mm Nutzschicht, das in einem Lager in Segovia bei rund 30 Euro pro Quadratmeter liegt, kostet in den Läden in Madrid mindestens 40-50 Euro – so die Preise, die ein Forumsnutzer nennt. Die Eingangsfrage lautet, ob diese Differenz auf unterschiedlicher Qualität beruht oder schlicht darauf, dass es in der Hauptstadt weniger Konkurrenz gibt. Die Antwort im Thread: beides, und beides ist keine Entschuldigung, vor der Unterschrift nicht ins Datenblatt zu schauen.
Was man im Datenblatt vor der Zahlung prüfen sollte
Das erste Kriterium ist die Nutzschicht. Mit 3 mm sind zwei feine Abschleifungen drin; mit 2 mm eine, mit Glück. Darunter lässt sich der Boden nicht mehr reparieren: er fliegt raus. Das zweite ist der Innenträger. Sperrholz aus Buche oder Pappel hält; HDF kostet die Hälfte und wird beim ersten Wasserkontakt zu Brei. Manche fassen es in einer knappen Warnung zusammen: kein HDF.
Das dritte Kriterium ist die Oberfläche. Eine hochwertige Wasserlack-Versiegelung schützt besser als eine einfache, aber der Effekt des Musters – dieser Test, bei dem sich Wein spurlos wegwischen lässt – verfliegt mit den Schritten. Synthetischer Lack hält immer noch länger als Wasserlack, letzterer punktet aber bei Haptik und offener Pore. Und Vorsicht bei der Fase: Sie lässt Wasser eindringen und übersät die Oberfläche mit Rillen.
Stäbe von 2,2 Metern oder 1,2: was den Unterschied macht
Die Stablänge ist nicht nur eine Frage der Optik. 220 cm-Stäbe wirken in einer Wohnung riesig und hinterlassen weniger Fugen; 120-145 cm passen besser in kleinere Wohnungen. Die Verlegung sollte zum Fensterlicht hin erfolgen, damit der Boden optisch weniger schwer wirkt. Wer jedes Brett einzeln ausgesucht hat, um die Maserung anzupassen, weiß es: Im Endergebnis fallen kaum 10 % der Fugen auf.
Massivholz, Mehrschicht oder Fertigparkett: die echten Kosten
Auf Lagerhölzer genageltes Massivparkett ist der Boden fürs Leben, verlangt aber, den vorhandenen Belag abzuklopfen, bis 4-5 cm Platz sind, Lagerhölzer zu setzen, die Dielen zu verlegen, zu schleifen und zu lackieren. Das ist deutlich teurer und echte Bauarbeit. Fertigparkett kommt aufs Bestehende drauf und ist ohne Lackieren fertig. Es gibt schwimmend verlegte Iroko-Böden mit 20 Jahren, die noch tadellos sind – das entkräftet das Argument, nur Massivholz halte ewig.
Das Problem ist der Boden, der schon da ist. Ein Parkett aus den 80ern, auf der Bodenplatte verklebt, mit gebrochenen und gelösten Stellen, hält nicht immer eine weitere Schleifung aus. Die Verleger von Fertigparkett sagen, es vertrage keine Abschleifungen mehr; die Schleifer sagen, man könne es versuchen. Jede Zunft schiebt den Kohlen ins eigene Feuer, und der Eigentümer bleibt allein zurück.
Offene Küche und Reinigung: die Restfragen
Holz in eine offene Küche zum Wohnzimmer hin zu verlegen, hat Befürworter und Gegner. Die Kompromisslösung, die kursiert: Epoxidharz im Nassbereich oder Holz-Imitat aus Keramik. Für die Pflege gilt: Wasserlack bringt Glanz, aber keine Wunder. Der Weinfleck hält auf frisch versiegeltem Boden stand, nicht im Alltag.
Bleibt das Detail, das niemand abschließend klärt. Bei dieser Preisdifferenz zwischen Lager und Laden müsste der Einkauf außerhalb Madrids massenhaft stattfinden. Es bleibt eine Entscheidung des Stadtviertels, des Vertrauens – und der Frage, wer ans Telefon geht, wenn ein Stab knarrt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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