Whales kaufen und verkaufen in Sekunden: Krypto schläft ein

Bitcoin bewegt sich in einer Spanne von 34.000 bis 38.000, während Whales dieselben Münzen in Sekunden kaufen und verkaufen und auf die Fed warten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Whales kaufen und verkaufen in Sekunden: Krypto schläft ein
Der Krypto-Markt verliert seine Spieler: Nur noch die Whales handeln

Je mehr gehandelt wird, desto weniger bewegt sich der Preis. Der Kryptowährungsmarkt steckt in diesem Paradox fest: Kauf- und Verkaufsaufträge, die alle paar Sekunden in dieselbe Wallet hinein und wieder hinausgehen, scheinbar überall Volumen und ein Chart, der kaum vom Boden abhebt. Wer die Kurse täglich verfolgt, kommt zu dem Schluss: Die Whales konkurrieren nicht mehr untereinander, sie simulieren nur noch Aktivität, während sie auf einen Käufer warten.

Was es bedeutet, dass nur noch die Whales kaufen und verkaufen

Das Beispiel, das es am besten beschreibt, wirkt fast wie aus dem Labor. Jemand kauft 20 Bitcoins, verkauft sie zwei Sekunden später und kauft dieselben 20 Bitcoins wieder zurück. Und noch einmal. Das Volumen schießt hoch; der Preis nicht. Eine Schleife ohne Richtung, ohne Verkäuferpanik und ohne Käufereuphorie, getragen allein von der Rotation derselben Münzen zwischen denselben Händen. Wenn das Volumen nichts mehr bedeutet, bleibt nur eine Kulisse: ständige Trades und das Gefühl, auf eine Leiste zu starren, die sich nie entscheidet.

Warum pendelt der Bitcoin zwischen 34.000 und 38.000?

Weil ein großer Teil des Geldes stillsteht und auf die US-Notenbank Federal Reserve wartet. Die Sitzung der Zentralbank steht noch aus und spaltet die Prognosen: Manche fürchten, dass sie den Beginn des Tapering markiert, des schrittweisen Auslaufens der Anleihekäufe, andere halten es für ausgemacht, dass die Stimuli — das QE — nicht gestoppt werden. Mit diesen beiden Thesen auf dem Tisch rührt sich niemand. Der Bitcoin bleibt in einer Spanne von 34.000 bis 38.000, und die Altcoins machen es ihm nach oder schlechter.

Der Shitcoin-Köder und der Trick mit den Schalen

Bei den kleinen Münzen ist das Muster noch unverhohlener. Zwei Shitcoins wiederholen seit zwei Wochen dieselbe Sequenz: Die Whales kommen und gehen wie immer, aber das Geld der Kleinanleger kommt nicht mehr, und ohne diesen Zufluss fallen die Kurse. Die Mechanik erinnert an den alten Trick auf Münzbörsen, wo man Schalen vom Tisch nahm, damit der zögerliche Kunde glaubte, die Gelegenheit werde ihm gerade aus den Händen gezogen. Knappheit simulieren, um den Kauf zu beschleunigen. Wer vor Wochen eingestiegen ist, sitzt auf einem ausgewiesenen Verlust von 300 auf seine Anfangsinvestition und hält mehr Münzen als am Anfang, auch wenn diese weniger wert sind. Und manche behaupten, die Whales zögen aus den Shitcoins die Liquidität ab, die sie anderswo nicht mehr finden — was in dieser These einen Bitcoin ankündigen würde, der den Altcoins hinterherfällt.

Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Bitcoin und Ethereum zu kaufen?

Das hängt davon ab, wen man fragt, und es gibt keinen Konsens. Eine Seite hält es für den schlechtesten möglichen Zeitpunkt, genau dann in Shitcoins einzusteigen, wenn sie abstürzen; vernünftig sei es, Bitcoin und Ethereum zu kaufen, langfristig zu halten und nicht mehr jeden Tag auf den Kurs zu schauen. Die andere warnt: Fällt der Bitcoin, fallen alle anderen hinterher, und die Altcoins haben beim Absturz einen Vorsprung, weil die Whales ihnen dort die Liquidität entziehen. Unterdessen hat sich die institutionelle Erzählung gedreht: Wo früher Feindschaft herrschte, ist jetzt die Rede davon, dass Kryptowährungen die globale finanzielle Inklusion ermöglichen könnten.

Offen ist, ob die nächste Bewegung von neuem Geld kommt oder ob sich — wie die Enttäuschtesten vermuten — nur die Münzen zwischen denselben Spielern die Hände wechseln. Die Federal Reserve wird ein Signal geben. Unklar ist nur, wie lange ein Markt ohne Käufer durchhält.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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