Bitcoin-Seed von Hand berechnen: Paranoia in Reinform

Die Methode zur Erstellung einer Bitcoin-Seed ohne Hardware erfordert 2.000 SHA-256-Runden von Hand. Die Paranoia nach der Trezor-Lücke.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bitcoin ohne Hardware: die Seed von Hand, zwischen Sicherheit und Absurdität

Wie weit reicht das Misstrauen? Nach dem Datenleck bei Trezor, das fast 14.000 Kunden betraf, hat ein Teil der Bitcoin-Community eine radikale Methode wiederentdeckt: die BIP39-Seed ganz ohne Hardware zu erzeugen. Nur Würfel, Papier und Rechnerei. Der Nachteil, so die Kritiker: Die Checksumme erfordert rund 2.000 Runden des SHA-256-Algorithmus. Mit Bleistift und Papier dauert das länger als das Erstellen der Wallet selbst.

Die Methode, die manche bereits als „wahnsinnig“ bezeichnen, reduziert das letzte Wort der Checksumme auf 16 Kandidaten und verifiziert es anschließend auf einer Hardware-Wallet. Hier liegt die Paradoxie: Der Prozess, der ohne Geräte auskommen will, braucht am Ende doch eines zur Validierung. Die Befürworter argumentieren, dies sei eine vernünftige Reaktion auf die historischen Sicherheitsmängel von Custody-Geräten. Die Skeptiker halten dagegen, dass Satoshi Nakamoto seine Wallet vor 17 Jahren an einem PC erstellte und seine Bitcoins nie bewegt wurden.

Zwischen Würfel und Mikrochip scheint die Mittellösung eine der inzwischen beliebten Hardware-Wallets zu sein. Die Community bleibt gespalten. Während die einen dem Unmöglichen nachjagen, begnügen sich die anderen mit einem vertrauenswürdigen Gerät. Am Ende braucht selbst die manuellste Seed ein Gerät, um sich sicher zu fühlen. Eine schöne Paradoxie.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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