Genesis vor der Pleite: 1,675 Milliarden verschwunden, Bitcoin steigt

In einem Forum wird diskutiert, ob Genesis pleitegeht, während 1,675 Milliarden in Kryptowährungen verschwinden und der Bitcoin steigt. Die SEC klagte wegen des Programms Gemini Earn gegen Gemini.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Genesis vor der Pleite: 1,675 Milliarden verschwunden, Bitcoin steigt
Genesis pleite? 1,675 Milliarden verschwunden und ein Bitcoin im Aufwind

Die Zahlen passen nicht zur Erzählung. Während eine Schlagzeile behauptet, Genesis gehe pleite und 1,675 Milliarden in Kryptowährungen seien verschwunden, fällt der Bitcoin nicht: Er hält sich, steigt sogar. Diese Abfolge durchbricht das Lehrbuch des kleinen Anlegers, der erwartet, dass ein spektakulärer Konkurs den Kurs mitreißt. Tut er nicht, und genau da beginnt die unbequeme Frage: Wenn Geld aus dem Sektor verschwindet, warum lässt sich der Preis der wichtigsten Kryptowährung davon überhaupt nicht beeindrucken?

Was ist mit Genesis und Gemini Earn passiert?

Ausgangspunkt ist die Anklage der SEC. Die US-Aufsichtsbehörde beschuldigte Gemini, die Kryptobörse der Zwillinge Winklevoss, mit ihrem Programm Gemini Earn gegen US-Recht zu verstoßen, das Kunden Renditen versprach, wenn sie ihre Kryptobestände dort hinterlegten. Mitangeklagt wurde Genesis, sein Kreditpartner und Tochtergesellschaft von Digital Currency Group.

Der Ursprung liegt weiter zurück. Der Zusammenbruch von FTX im November löste eine Ansteckungswelle aus, bei der eingezahlte Gelder eingefroren oder schlicht verschwanden. Danach folgten Wochen zunehmend öffentlich ausgetragener Streitigkeiten zwischen Gemini und der DCG-Führung. Die Schlagzeile, die die Debatte eröffnet, fügt einen weiteren fallenden Stein und eine runde Zahl hinzu: 1,675 Milliarden als Schaufenster.

Warum der Bitcoin steigt, obwohl ein Unternehmen des Sektors pleitegeht

Hier liegt der Kern. Eine Analyseströmung vertritt die Auffassung, dass Bitcoin und die Unternehmen, die mit Bitcoin arbeiten, zwei verschiedene Dinge sind: Wer Bitcoin hält, hat nicht in Genesis investiert, so wie wer Gold hält, nicht in ein Juweliergeschäft investiert hat, das pleitegeht. Die Analogie, die kursiert, ist Fort Knox: Würde morgen herauskommen, dass dort keine einzige Unze mehr liegt, läge das Problem bei der Reserve, nicht beim Metall.

Der gegenteilige Einwand bestreitet die technische Unterscheidung nicht, sondern die Psychologie. Investieren heißt vertrauen, und jeder Konkurs eines relevanten Akteurs müsste dieses Vertrauen untergraben. Tut er das nicht, folgern manche, der Kurs werde von wenigen Händen bewegt und entkople sich von den Nachrichten der realen Welt. Eine andere, zynischere Lesart blickt auf die Knappheit: Sind diese Kryptowährungen verschwunden, sind die verbliebenen mehr wert.

Und ein Einwand schließt den Kreis: Verschwinden ist nicht Verdampfen. Die Münzen verschwinden nicht, sie wechseln die Hände, und irgendjemand hat sie, merkt ein weiterer Teilnehmer an. Auch die Schlagzeile kam ungeschoren davon — eingewandt wurde sogar, der Artikel spreche von einem „könnte sein“ und nicht von einer vollendeten Tatsache—. In diesem Sektor ist Präzision das Erste, was verloren geht.

Eine Versicherung, eine Etymologie und eine Konsole

Das Thema hat auch seine häusliche Schützengrabe-Ecke. Jemand erinnert sich, mehrere Versicherungen bei einer Firma namens Genesis abgeschlossen zu haben, nichts mit Krypto zu tun, und ein anderer verdaut den Ärger, indem er das Verschwinden der gleichnamigen Konsole beklagt. Der feinste Fund ist etymologisch: Das spanische Wort „esfumar“ (im Sinne von „sich in Luft auflösen“) stammt vom italienischen sfumare, gebildet aus dem Präfix S- (entsprechend dem lateinischen EX-) und fumo, Rauch. Also: sich ohne Spur verflüchtigen.

Unterdessen notiert der Bitcoin, als hätte all das nichts mit ihm zu tun. Was, wenn der Markt recht hätte und das Problem nicht der Vermögenswert wäre, sondern die ganze Kette von Zwischenhändlern, die sich darüber gebaut hat?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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