Wenn die Linke Eigentümerin ist (Bieito Rubido in El Debate)

Bieito Rubido kritisiert in El Debate die Heuchelei linker Politiker, die mehrere Wohnungen besitzen, während sie Kampagnen gegen Eigentum unterstützen. Ist das stimmig?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bieito Rubido argumentiert in El Debate, dass die spanische Linke sich der Heuchelei schuldig macht, wenn sie Privateigentum in Frage stellt, während ihre Führungsfiguren Immobilienvermögen anhäufen. Der Artikel verteidigt Eigentum als Erweiterung der individuellen Freiheit und hält Angriffe aus der Machtposition heraus für einen politischen Fehler, der sich gegen den Urheber wendet.

Privateigentum war über Jahrhunderte hinweg eine der Säulen des westlichen politischen Denkens. **Bieito Rubido** argumentiert in einem Artikel in **El Debate**, dass die spanische Linke in einem kaum haltbaren Widerspruch lebt: Sie stellt Eigentum in Frage, während ihre Führungsfiguren und Galionsfiguren beträchtlichen Immobilienbesitz genießen. Der Text verlangt von niemandem, auf sein Eigentum zu verzichten. Im Gegenteil, er verteidigt dieses Recht als legitim. Was er anprangert, ist die Inkohärenz derer, die es anderen absprechen.

## Von Thomas von Aquin bis Locke: Eigentum als Freiheit

Rubido erinnert daran, dass das Nachdenken über Eigentum eine lange Tradition hat. **Thomas von Aquin**, **Rousseau** und **Locke** behandelten die Frage aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Locke insbesondere vertrat die Auffassung, dass das Streben nach legitimer Anhäufung von Ressourcen der Gesellschaft zuträglich sei. Ohne Ehrgeiz, so seine Botschaft, kommt die Welt zum Stillstand.

Diese Idee verbindet sich mit einem einfachen Prinzip: Ohne Eigentum keine Freiheit. Der Eigentümer hat einen Raum der Unabhängigkeit, der von niemandem abhängt, nicht einmal vom Staat. Rubido stellt ihn als eine Erweiterung des freien Willens dar. Spanien, fügt er hinzu, ist ein Land der Eigentümer, mit einer atavistischen Bindung an Wohneigentum, die über Ideologien hinausgeht.

Der Artikel verteufelt niemanden, der mehrere Häuser besitzt. Er erwähnt **Almodóvar**, **Gran Wyoming**, **Pablo Iglesias** und **Bardem**, ohne ihnen ihren Besitz vorzuwerfen. Was ihn ärgert, ist etwas anderes: die Demagogie derer, die anderen vorenthalten, was sie selbst genießen.

## Der Fall Montse Mínguez und der politische Preis

Der Text konzentriert sich auf **Montse Mínguez**, Sprecherin der **PSOE** (spanische Sozialistische Arbeiterpartei) im Abgeordnetenhaus. Ihre Situation, so Rubido, wird den Wahlkampf stärker prägen als andere Themen. Der Autor hält fest, dass diese Art von Widersprüchen sich gegen die Partei wenden.

Rubido behauptet, jeder Tag des Protestlagers am **Sol** koste die PSOE Zehntausende Stimmen. Er nennt keine Quelle für diese Zahl, nutzt sie aber, um seine These zu veranschaulichen: Eine Partei, die Kampagnen gegen Eigentum anheizt, während ihre Führungsspitze mehr als eine Wohnung besitzt, zahlt am Ende einen politischen Preis.

Die von **Sánchez** geführte PSOE, sagt er, habe die Rationalität aufgegeben und lebe in permanenter Agitation. Damit Agitation funktioniere, fügt er hinzu, müsse man sehr sauber und sehr konsequent sein. Sonst explodiere die Botschaft im eigenen Gesicht.

## Heuchelei als politischer Ballast

Rubido betont, dass ihn niemandes Besitz nicht schockiert. Empört ihn die Heuchelei, der Neid, die schwarze Seele derer, die anderen nicht gönnen, was sie selbst besitzen. Er nennt diese Haltung einen alten Tick der reaktionärsten Linken.

Der Artikel deutet an, dass hinter dem altruistischen Diskurs kein Wille steckt, die Probleme anderer zu lösen. Nur der Anspruch, an der Macht zu bleiben. Die Geister der Vergangenheit kehren zurück, sagt er, angeheizt von Sánchez und seinem Umfeld.

Die implizite Schlussfolgerung lautet, dass Kohärenz ein politisches Kapital ist. Wer Privateigentum mit gutem Beispiel verteidigt, hat die Autorität, darüber zu sprechen. Wer es angreift, während er davon profitiert, liefert seinen Gegnern eine Waffe.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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