Wasserzähler dreht zu viel: Nutzer misst 10 % Abweichung

Ein Verbraucher misst mit Wasserkanistern und stellt fest, dass sein Zähler 10 % mehr Wasser anzeigt als tatsächlich verbraucht. Der Versorger prüfte das Gerät und erklärte es für in Ordnung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wasserzähler dreht zu viel: Nutzer misst 10 % Abweichung
Der Zähler, der einen Liter anzeigt, wenn nur 900 ml geflossen sind

Was, wenn das Wasser, für das man zahlt, nicht das Wasser ist, das man verbraucht? Ein Verbraucher maß mit einem Ein-Liter-Kanister, und der Zähler zeigte einen vollen Liter an, obwohl kaum 900 Milliliter herausgelaufen waren. Er wiederholte den Test mit fünf Litern und erhielt dasselbe Ergebnis: Bei der Fünf-Liter-Marke fehlten im Kanister mehr als ein halber Liter. Nach seinen Messungen liegt der Fehler bei konstant 10 % zugunsten des Versorgers. Und das Unangenehmste daran: Das Unternehmen hatte das Gerät kurz zuvor nach einer Beschwerde geprüft und für einwandfrei befunden.

Die Beschwerde ist kein Einzelfall. Eine andere Person schildert dasselbe Muster mit einem Zwanzig-Liter-Kanister: Es wird immer zu viel angezeigt. Er rief die Techniker an, sie schlossen ihr eigenes Gerät an einen Hahn an und erklärten ihm, seine Methode tauge nichts. Ach, die Wissenschaft. Fünfundzwanzig Jahre später hat er noch denselben Zähler und dieselbe Frage: Warum entnimmt er zwanzig Liter und muss einundzwanzig bezahlen?

Was das Unternehmen sagt und was man tun kann

Das offizielle Argument in der Diskussion lautet, dass Wasser verloren gehe, ohne dass der Nutzer es bemerkt, etwa in Spülkästen. Die Antwort des Betroffenen ist deutlich: Seine Spülkästen verlieren keinen Tropfen. Das eigentliche Problem ist der Beweis. Am Hahn zu messen, der dem Zähler am nächsten liegt, bei geschlossenen Absperrventilen, damit kein Wasser durch Boiler oder Heizungen fließt, ist die einzige Möglichkeit, den Test einzugrenzen. Und selbst dann ist der Nutzer im Nachteil: Das Unternehmen ist Richter und Partei zugleich.

Der am häufigsten genannte Weg ist der Austausch des Geräts. Wer einen Wartungsvertrag hat – im geschilderten Fall 1,41 Euro plus Mehrwertsteuer pro Monat –, kann vom Unternehmen den Austausch und die Versiegelung des Zählers verlangen. Die Alternative ist, einen eigenen Zähler zu kaufen, ihn zu installieren und vom Unternehmen abnehmen zu lassen. Die vollständige Rechnung, wie sich eine Abweichung von 10 % über Jahre summiert, ergibt eine Zahl, die niemanden kaltlässt.

Magnete, Lecks und andere Theorien

Das Repertoire an Hausmitteln erscheint bald. Manche raten, die magnetischen Eigenschaften alter Zähler zu prüfen; andere sprechen von Magneten an der Oberseite, um die Nadel zu verlangsamen. Hierzu sollte man klarstellen: Die häufigste Erklärung ist, dass die Scheibe aus Aluminium besteht, einem nichtmagnetischen Material, und der Effekt eher Legende als Physik ist. Ein Nutzer behauptet, es überprüft zu haben, und fügt das entscheidende Detail hinzu: Die Strafe für Manipulation des Zählers kann bis zu 5.000 Euro betragen.

Bevor man jemanden beschuldigt, ist die erste Hypothese der technisch Versierten ein Leck in der eigenen Anlage. Ein unsichtbarer Wasserverlust in den Leitungen erzeugt genau dasselbe Symptom wie ein falsch eingestellter Zähler. Die zweite ist ein altes Gerät mit Kalibrierungsfehler. Die dritte, die niemand ganz ausschließen will, ist ein Zähler, der zu viel misst.

Die Frage, die in der Luft bleibt, ist die ewige: Würde der Fehler den Verbraucher begünstigen, wie viele Jahre würde es dauern, bis das Unternehmen es bemerkt?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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