Handy per IMEI freischalten: Warum der kostenlose Code fast nie ankommt

Der kostenlose IMEI-Entsperrcode taucht fast nie auf: Das Galaxy Trend Plus war beim abgefragten Dienst nicht gelistet, und der echte Weg führt über Rooten oder Bezahlen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Handy per IMEI freischalten: Warum der kostenlose Code fast nie ankommt
Handy kostenlos entsperren: Der Code, den fast niemand bekommt

Ein Samsung Galaxy Trend Plus von Yoigo, eine IMEI-Nummer und das Versprechen, dass irgendjemand irgendwo den Entsperrcode hat und ihn gratis herausgibt. So beginnt die Suche, die jedes Jahr Tausende Menschen unternehmen und die in der Praxis fast immer am selben Punkt endet: Man zahlt, rootet das Handy – oder es bleibt gesperrt. Die zuerst getestete IMEI-Entsperrseite hatte dieses Modell nicht im Katalog. Erste Warnung.

Der IMEI-Code ist nicht gratis, und wer ihn verkauft, weiß das

Der offizielle Weg, ein Gerät freizuschalten, führt über den Code, den der Mobilfunkanbieter dem Kunden aushändigt – in der Regel nach Ablauf der Vertragslaufzeit. Ihn per IMEI ohne Bezahlung zu bekommen, ist etwas anderes: Manche geben nach langem Probieren entnervt auf und greifen am Ende auf eine Website mit „recht günstigen“ Codes zurück, wie aus dem Gesprächsverlauf hervorgeht. Einen Zaubertarif gibt es nicht. Das Geschäft mit der IMEI-Entsperrung verlangt Geld, weil die Daten nicht öffentlich sind.

Das Galaxy Trend Plus tauchte in dem zunächst abgefragten Dienst gar nicht erst auf. Dieses Detail zerstört die Fantasie vom Universalcodes: Jedes Modell, jeder Anbieter und jede Charge hat seine eigene Datenbank – und wer sie nicht hat, hat sie eben nicht.

Das Handy rooten: Die echte Alternative – mit Kleingedrucktem

Der zweite Weg ist das Rooten. Eine App wie Galaxy Sim Unlock, direkt auf dem Handy installiert, kann Galaxy-Geräte entsperren, erfordert aber Superuser-Rechte und vorher ein Backup sowie ein ordentliches Recovery. Das ist keine Magie: Das System wird verändert, um die Sperre des Anbieters zu umgehen.

Der Vorgang wird Schritt für Schritt erklärt: SuperOneClick herunterladen, als Administrator ausführen – nicht per Doppelklick, betont die Anleitung –, den Root-Button drücken und warten. Klingt einfach, bis man es versucht. Im geschilderten Fall hängt sich die App auf, der Task-Manager meldet „keine Rückmeldung“, und eine Meldung zu einem fehlenden Treiber erscheint. Die Treiber für das Handy gab es nicht auf der offiziellen Seite – und genau dort stockt alles.

Die Lösung für das Problem hat einen Namen: Samsung Kies. Ohne dieses Programm auf dem Computer erscheinen die Treiber nicht wie von Geisterhand. Und auf dem Handy müssen vorher USB-Debugging und die Installation unbekannter Quellen in den Entwickleroptionen aktiviert werden. Zwei Häkchen, die leicht vergessen werden und einen Großteil der Fehlschläge erklären.

ROM flashen: Die Abkürzung, die teuer werden kann

Die dritte Tür ist das Flashen einer inoffiziellen ROM mit Odin. Auf dem Papier löst das die Anbietersperre. In der Praxis ist es die am stärksten abzuratenende Option. Der Grund ist konkret: Wer es oft gemacht hat, berichtet, bei einem dieser Flash-Vorgänge die IMEI-Nummer des Geräts verloren zu haben. Ein Handy ohne IMEI ist ein teurer Briefbeschwerer, und eine Wiederherstellung ist nicht immer möglich.

Der Download-Modus – jener, der mit einer Tastenkombination aktiviert wird – zeigt einen Bildschirm mit dem Wort „downloading“, der sich festfahren kann. Solange kein horizontaler Fortschrittsbalken erscheint, passiert nichts, und man kann den Akku herausnehmen und neu starten. Läuft der Balken aber und jemand unterbricht ihn, ist das Handy unbrauchbar. Das ist die rote Linie.

Die Frage, die unbeantwortet bleibt

Das eigene Handy kostenlos selbst zu entsperren ist möglich, ja – aber nur über das Rooten, und nur wenn Treiber, Recovery und App mitspielen. Der kostenlose IMEI-Code taucht im Gespräch nirgendwo auf. Und das Flashen, das technisch ebenfalls entsperrt, bringt ein Risiko mit sich, für das niemand schriftlich geradesteht.

So bleibt die Sache liegen: ein Yoigo-Handy, ein Nutzer mit dem Download-Modus auf dem Bildschirm und eine berechtigte Frage – „Müsste ich es theoretisch nicht selbst und kostenlos entsperren können?“ –, die niemand mit einem klaren Ja beantwortet. Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt vom Modell, vom Anbieter und von der Geduld jedes Einzelnen ab.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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