Washington und Moskau verhandeln Ukraine ohne Brüssel

Das Telefonat zwischen Putin und Trump fand ohne Konsultation Brüssels statt. Europa zahlt für den Wiederaufbau, ist aber bei der Neuordnung ausgeschlossen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Washington und Moskau verhandeln Ukraine ohne Brüssel
Europa zahlt die Rechnung, sitzt aber nicht am Verhandlungstisch

Wie viel wiegt Europa in den Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine? Die nackten Fakten geben eine unbequeme Antwort: praktisch nichts. Das Gespräch zwischen Wladimir Pilingui und Donald Trump fand ohne Vorwarnung an Brüssel statt, und Europa erfuhr vom Inhalt erst durch die Presse: weder vorherige Konsultation noch nachträgliche Information. Am giftigsten fasste es der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, zusammen, der das europäische Zeitalter für beendet erklärte und die Europäische Union zur Statistin degradierte. Währenddessen hält Europa die Sanktionen aufrecht, trägt die Kosten des Wiederaufbaus und kauft die teuerste Energie. Der Blamage, so argumentiert ein Teil der Analyse, sei monströs.

Der Anruf, den Brüssel nicht kommen sah

Die Grundhaltung dieser Diskussion ist brutal. Russen und Amerikaner kehren zu einer angespannten, aber diplomatisch höflichen Beziehung zurück; Russland behält das Territorium, das es annektieren möchte; die USA sichern sich die Ressourcen dessen, was nicht in russische Hände fällt; China macht weiterhin gute Geschäfte mit Moskau auf Kosten Europas; und die Ukraine wird instrumentalisiert und in die Ecke gedrängt. Die EU erscheint unterdessen als der Akteur, der das Geld bereitstellt, aber das Drehbuch nicht mitbestimmt.

Der am häufigsten wiederholte Vergleich dieser Tage — dass der europäische Einfluss auf die Angelegenheit dem von Senegal entspricht — fasst den Schlag zusammen. Manche vertreten die Ansicht, die europäische Außenpolitik basiere auf einer falschen Prämisse: dass Russland ein Land sei, das man einschüchtern könne, ohne mit Gegenreaktion zu rechnen. Das Ergebnis, so wird argumentiert, sei ein Europa, das sich mit Moskau zerstritten hat, um Washington zu gefallen, und dann seinem Schicksal überlassen wurde, als es Washington passte.

Wer zahlt den Wiederaufbau der Ukraine?

Die skizzierte Aufteilung hat drei Linien. Russland deckt seinen Krieg mit den Ressourcen, dem Territorium und der Industrie ab, die es behält; die USA lassen sich ihre Investitionen in Form von Ressourcen und bereits unterzeichneten Verträgen bezahlen; und die europäische Rechnung kommt über zwei Kanäle: den Wiederaufbau dessen, was Moskau nicht annektiert, und die höheren Energiekosten. Die Asymmetrie ist der Schlüssel: Wer nicht am Verhandlungstisch sitzt, wählt auch nicht aus, welchen Teil der Rechnung er tragen muss.

Dies ist das Argument, das am häufigsten wiederholt wird: Europa hat die militärische Anstrengung finanziert, seine Handelsbeziehungen zu Russland gekappt und steht nun ohne Stimme am Tisch und ohne Zugang zu günstiger Energie da. In den kursierenden Berechnungen über die Nachkriegsaufteilung erhält jede Partei Naturalien, nur eine zahlt bar.

Energie zum doppelten Preis und ausgelagerte Verteidigung

Zwei Abhängigkeiten erklären die europäische Position. Die erste ist energetischer Natur: Der Kauf von Ressourcen bei den USA kostet laut dieser Analyse das Doppelte oder Dreifache im Vergleich zum Kauf bei Russland. Die zweite ist militärischer Natur: Mit 300 Millionen Einwohnern lagert Europa seine Verteidigung an die NATO aus, die zu zwei Dritteln von Washington bezahlt wird, was es bei jeder relevanten Entscheidung einschränkt.

Die Idee wird unverblümt formuliert: Wer entscheidet, dass es modern sei, auf die Ressourcen des eigenen Territoriums zu verzichten, die eigene Industrie abzubauen und die Sicherheit einem Dritten anzuvertrauen, hängt am Ende von diesem Dritten ab. Hinzu kommt die Diagnose bezüglich Deutschlands, das als Exponent des Problems gilt: tiefe strukturelle Probleme, ein Kanzler, der als der irrelevanteste der jüngeren Geschichte bezeichnet wird, und eine politische Debatte, die vom Aufstieg der extremen Rechten und den internen Bewegungen der Christdemokraten dominiert wird.

Inventar der institutionellen Blamage

Hier beginnt die Katalogisierung der sich häufenden Episoden: das Versprechen, die Taliban zu überwachen, Reden mit groben Fehlern, die Eröffnung der Pariser Spiele als Schaufenster dafür, was der Kontinent geworden ist. Ein Teil der Analyse reduziert das Problem auf die Personen, die die Ämter innehaben, und erledigt dies mit persönlichen Beleidigungen: Das bringt nichts und verdeckt oft den Kern.

Die andere Strömung zeigt auf das Design. Es wird vertreten, dass die Gemeinschaftsbürokratie gegen Technologie, gegen Anonymität und gegen die eigene Industrie gesetzlich vorgehe, während sie importiere, was sie früher selbst produzierte, und dass diese Kombination aus Regulierung und Abhängigkeit dem Kontinent jeden Handlungsspielraum genommen habe.

Spanien: Energiemittelpunkt oder NATO-Ausstieg?

Der Fall Spanien spaltet die Meinungen. Ein Sektor verteidigt eine würdige Rolle und weist darauf hin, dass Spanien sich als [B*wichtiges Energie- und Logistikzentrum*] positioniert hat, Geschäfte macht wie die Amerikaner und Gewicht gegenüber den nördlichen Partnern gewinnt. Am anderen Ende wird daran erinnert, dass Spanien Mitglied der NATO ist, an den Sanktionen teilgenommen und Kriegsmaterial an die Ukraine geliefert hat, wobei die Ausrichtung als blindes Folgen kritisiert wird.

Daraus ergibt sich der radikalste Vorschlag: Ausstieg aus der Europäischen Union und der NATO, um die politische und wirtschaftliche Autonomie zurückzugewinnen. Seine Befürworter argumentieren, dass das Land ohne eigene Abschreckung und ohne eine politische Klasse, die sich nicht verkauft, an jedem Tisch irrelevant bleiben werde, an dem Entscheidungen getroffen werden.

Ist ein Ausstieg aus der EU und der NATO möglich?

Es gibt keine abschließende Antwort. Die These der Autonomie prallt auf ein materielles Hindernis: Ohne eigene militärische Kapazität und mit ausgelagerter Verteidigung ist der Verhandlungsspielraum minimal. Die Gegenargumente lauten, dass genau diese Abhängigkeit jede europäische Entscheidung zu einer fremden Entscheidung mache.

Was offenbar geteilt wird, ist die zeitliche Diagnose: Die Lieferungen von Material erfolgten, die Sanktionen bestehen weiter, und niemand hat erklärt, wozu das alles gut war. Die Diskussion bleibt dort stehen, ohne Ende, mit demselben Ausgangspunkt wie vor drei Jahren und einer höheren Rechnung.

Angesichts dieses Bildes ist es nicht verwunderlich, dass Europa nicht am Tisch sitzt: Verwunderlich ist, dass jemand ihm immer noch einen Stuhl hinstellt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (214 Antworten).

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