Kleidung wird im Duschbecken gewaschen, während man sich wäscht
Szenario: Ein Mann zieht sich abends aus und wirft die Kleidung auf den Boden des Schlafzimmers. Am nächsten Morgen schleppt er sie ins Duschbecken. Wenn er sich wäscht – manchmal im Dojo, manchmal nach dem Schwimmen – stellt er sich unter den Strahl mit eingesetztem Stöpsel und tritt die Kleidung absichtlich durch. „Ich mache ein bisschen Weintrauben-Treten mit der Wäsche“, fasst er zusammen. Das Kleidungsstück wird mit demselben Wasser und derselben Seife gereinigt, die er ohnehin benutzt: kein extra Liter, kein Gramm mehr Waschmittel, kein Watt Strom.
Die zugrunde liegende These ist die Nutzung von Grauwasser. Vor dem Abspülen entfernt er den Duschstöpsel: Er spült sich selbst und spült dabei auch die Kleidung. Er wringt sie von Hand aus – „ein altes Krafttraining“ – und hängt sie irgendwie in der Kabine auf. Abends, wenn sie noch feucht ist, kommt sie im Sommer auf die Terrasse oder im Winter auf die Heizkörper. Das erklärte Ziel: Kleidung kostenlos sauber halten.
Die sofortige Frage lautet, ob das wirklich wäscht oder nur nass macht. Hier beginnt der Streit.
Wäscht es wirklich oder macht es die Kleidung nur nass?
Der Verfechter der Methode behauptet, dass Wasser und Seife reinigen, auch wenn man gerade damit geduscht hat, und erledigt das Geruchsthema mit einem geflügelten Wort: Wenn die Kleidung nach Füßen riecht, werden die Füße nicht richtig gewaschen. „Saubere Füße mit Seife und zwischen den Zehen reiben (es sind 10)“, urteilt er.
Nicht jeder kauft dieses Argument. Eine wiederkehrende Einwände ist, dass das Duschwasser Partikel mit schlechtem Geruch von Achseln, Leisten und Füßen mitnimmt, die sich im Stoff festsetzen, dass die Wäsche viel nasser als aus der Maschine herauskommt und lange zum Trocknen braucht. Feuchtigkeit, so heißt es, sei ein Nährboden für Bakterien, die mit den Stunden noch mehr Gestank erzeugen. Gegen diese Angst berufen sich manche auf die Geschichte: Wein wurde mit den Füßen getreten und alle tranken ihn gerne. Der Vergleich ist umstritten – Trauben treten ist nicht Waschen –, zeigt aber die Kluft zwischen dem, was sauber ist, und dem, was nur so aussieht.
Wie viel spart man gegenüber der Waschmaschine?
Hier ist die Rechnung prosaischer. Wer das System verteidigt, gibt zu, dass er weiterhin die Waschmaschine nutzt, aber nur sporadisch: ein Eco-Nachtprogramm von drei Stunden, etwa einmal im Monat, für eine gründliche Wäsche. An den übrigen Tagen löst sich leicht verschmutzte Kleidung im Duschbecken. Das Schnellprogramm verbrauche mehr, behauptet er, und deshalb nutze er es nicht. Manche entgegnen, dass der wahre Verbrauch einer Waschmaschine vor allem Wasser statt Strom sei, und erinnern an kleine tragbare Waschmaschinen für geringe Mengen.
Die grundsätzliche Diskussion ist nicht nur wirtschaftlich. Der Autor der Methode besteht darauf, dass er es nicht wegen des Geldes tut: „Mir bleibt genug Geld, um den Strom zu bezahlen.“ Er tut es aus Funktionalismus, weil ihm Wirtschaftlichkeit und Effizienz elegant und intellektuell befriedigend erscheinen. Er nennt das Bauhaus als Vorbild und gibt das Detail zu, das das Klischee bricht: Er hat Tausende Euro für Uhren und Waffen ausgegeben, die er nicht braucht, rein aus Sammlerleidenschaft.
Warum birgt das Waschen der Wäsche in der Dusche Risiken?
Der Erfinder der Methode warnt selbst davor: Ausrutscher. Auf nassem Stoff im Duschbecken zu stehen, ist eine Einladung zum Fallen, und einige Antworten kommentieren das ironisch: Man sollte einen Helm tragen, wenn es zur Routine wird. Es ist keine theoretische Bedrohung. Ein Großteil der Kritik richtet sich nicht gegen die Ersparnis, sondern gegen die hygienischen und sicherheitsrelevanten Bedingungen bei täglicher Anwendung.
Vom Duschbecken zum Safe
Und dann gibt es noch die Entwicklung. Derselbe Autor, der das Duschwasser optimiert, erklärt, dass er in einem Zimmer mit zwei geschlossenen Türen und einer angeschlossenen Innenalarmanlage schläft, dass er einen Verteidigungsplan hat, falls sie nachts losgeht, und dass er nachts nicht den Flur überquert, um seine eigene Alarmanlage nicht auszulösen. Für nächtliche Notfälle dient ein leeres Kichererbsenglas. Seine Rechtfertigung mischt Vorsicht und Fatalismus, mit Fällen von Menschen, die im Schlaf ermordet wurden, als Referenz.
Von dort springt er zur Waffensammlung: F-Lizenz erster Klasse – 10 Kurzwaffen –, F zweiter Klasse – 6 – und die, die die E-Lizenz erlaubt, 6 Schrotflinten und 6 .22-Karabiner. Preise für alte Eisenwaren werden genannt: 300 Euro für ein Schweizer Gewehr, 500 für ein spanisches Modell, zwei olympische Karabiner zwischen 600 und 800 Euro. Die Kommentatoren diskutieren Lizenzen, Quoten und Waffenschränke mit derselben Genauigkeit wie vorher Seife und Wasser. Die häusliche Wäsche endete als Prolog eines Arsenals.
Der Punkt, den niemand klärt
Sparrt es wirklich oder spart es nur? Niemand hat den exakten Liter oder das Gramm Seife gemessen. Wer es praktiziert, versichert, dass es reicht; wer es ablehnt, zählt Bakterien und Geruchsbedenken auf. Die Methode scheint besser zu funktionieren, je weniger Wäsche da ist und je weniger Leute im Haushalt leben. Ein Teilnehmer bezweifelt, dass sie für die ganze Familienwäsche geeignet ist.
Und die Zahl, die verwirrt, ist nicht die der Ersparnis. Es ist, dass jemand, der fähig ist, die Bilanz eines Duschbeckens zu führen, angibt, Tausende Euro für Uhren und Waffen ausgegeben zu haben, die er nicht braucht. Der Funktionalismus hat eine Grenze, und es ist nicht die, die man vermutet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (235 Antworten).