Ernährung für 40 Euro: 2.200 kcal und niedrige Triglyceride

Analyse einer Diät für 40 Euro monatlich mit Erdnüssen, Obst und 2.200 Kalorien. Heute kostet das gleiche Menü über 150 Euro.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Essen für 40 Euro im Monat: Getreide, Erdnüsse und 2.200 kcal

Ist gesunde Ernährung für 40 Euro pro Monat möglich? Ein seit über zehn Jahren kursierendes Konzept behauptet ja und listet die Kosten detailliert auf: Frühstücksflocken, Milch, fünfzehn Packungen Erdnüsse, ein halbes Kilo Obst täglich, Joghurt mit Haferflocken und Honig sowie drei Tassen grüner Tee. Gesamtsumme: 40 Euro monatlich, durchschnittlich 2.200 Kilokalorien täglich und Triglyceridwerte, die laut Autor von 350 auf 100 gesunken sind. Die ursprüngliche Schlagzeile sprach von 36 Euro; die Summe der Posten ergibt jedoch 40. Hier beginnt die erste Diskrepanz.

Die Aufschlüsselung: sieben Euro für Erdnüsse und zwölf für Obst

Das Frühstück besteht aus sechs Packungen multivitaminierter Maisflocken à 500 Gramm (6 Euro) und sechs Kartons Milch zu je 0,55 Euro (3,5 Euro). Das sind etwa 400 Kilokalorien. Zum Mittagessen gibt es täglich 200 Gramm ungesalzene Natur-Erdnüsse — fünfzehn Packungen à 400 Gramm, 7,5 Euro im Monat—, die der Autor mit 1.000 Kilokalorien angibt und als Energiebombe beschreibt. Als Zwischenmahlzeit dient ein halbes Kilo gemischtes Marktobst zu 0,80 Euro pro Kilo: 40 Cent täglich, also 12 Euro im Monat „hochgerechnet“. Das Abendessen ist ein Joghurt mit Haferflocken und Honig: 4 Euro für Joghurt, 3 Euro für ein Kilo Haferflocken und 2 Euro für 250 Gramm Honig. Dazu kommen rund 0,50 Euro für losen grünen Tee und etwa 1 Euro für Salz, Natron und Öl. Die Summe ergibt die genannten 40 Euro.

Wer kocht, kann die Erdnüsse durch Hülsenfrucht- oder Reisgerichte mit Gemüse, Öl und Salz ersetzen: gleicher Kaloriengehalt, so die Annahme. Die vollständige Aufschlüsselung mit Kalorienverteilung pro Mahlzeit und Preis jedes Artikels bildet das Fundament der gesamten These. Und sie ist auch der erste Punkt, der angezweifelt wird.

Ist eine Diät mit 2.200 kcal basierend auf Erdnüssen gesund?

Der Autor spricht nicht von Zwang zur Einsparung. Er ernährt sich so aus Überzeugung — um verarbeitete Produkte, die überall verfügbar sind, zu meiden—, bezeichnet sich als ovo-lacto-vegetarisch und taoistisch und bestätigt zwei Blutuntersuchungen ohne Mangelerscheinungen. In der Antwort auf einen abwertenden Kommentar erwähnt er zudem, dass er Antidepressiva und Benzodiazepine einnimmt, die ihm sein Psychiater verschrieben hat.

Die Reaktionen waren hart. Es wurde gewarnt, dass ein Übermaß an Erdnüssen in der Ernährung Kropf verursachen kann, eine Warnung ohne Quellenangabe; die Vielfalt der Ernährung wurde diskutiert, ein Übermaß an Kohlenhydraten und ein Mangel an Proteinen bemängelt. Der häufigste Vergleich war der mit Hundefutter: Es enthält alles Notwendige, hieß es, zusammen mit zwei Litern Wasser am Tag. 2.200 Kilokalorien zu decken, bedeutet nicht, den Nährstoffbedarf zu decken, und genau hier setzt die Kritik an.

Eier, Reis und Hülsenfrüchte: was günstiger wäre

Ein Teil der Antworten argumentierte, dass man den Warenkorb verbilligen und verbessern kann, indem man täglich Eier isst, die mehr Nährstoffe liefern und weniger kosten. Darauf folgen weitere Alternativen: Reis kombiniert mit billigem Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Kohl; Huhn, Pute oder Schwein als Beilage; sowie die Verwertung von Resten in Suppen, Frikadellen und Kroketten. Dem gegenüber steht, dass jemand, der eine vegane Bio-Ernährung verfolgt, zugibt, drei- bis viermal mehr zu zahlen als bei konventioneller Kost.

Bei Obst schwanken die Preise am stärksten. Manche kaufen Orangen in der Saison für 0,30 Euro pro Kilo, andere geben den Durchschnittspreis mit 0,80 Euro an, und in einer Stadt ohne Orangenhaine im Umkreis von 300 Kilometern findet man sie für 0,50 Euro. Die Preise des Grundkorbs fungieren als Indikator für die Kaufkraft in jeder Region, und diese Unterschiede wurden genutzt, um die Berechnung anzuzweifeln.

Das Menü, das dem Zeitablauf nicht standhält

Jahre nach dieser Kalkulation schätzt eine spätere Analyse den gleichen Speiseplan auf über 150 Euro pro Monat; eine andere Schätzung geht sogar von 200 Euro aus. Diese Berechnungen sind nicht verifizierbar, markieren aber den Kernpunkt: Was damals als frugale Exzentrik galt, ähnelt heute eher einem Existenzminimum-Warenkorb. Daher taucht das Thema immer wieder auf, nun oft unter dem Label der Ernährung als Sekte und mit Vergleichen zu Menschen, die von Pommes frites und Eiern leben, um ihre Hypothek bezahlen zu können.

Der Autor beschrieb sich derweil mit einer kurzen Lebensroutine: kein Ausgehen nach 22 Uhr, Schlafengehen um 23 Uhr, kein Alkohol, geliehenes Internet und ein energiesparender Laptop. Und mit dem Rückgriff auf das Dorf, wo Spargel-Omeletts und zerstoßene Oliven nichts kosten.

Bleibt der Trost der Hühner des Großvaters und des Wildspargels aus den Bergen, die nicht im Verbraucherpreisindex enthalten sind. Wenn jemand einen Weg findet, 2.200 Kilokalorien für 36 Euro zu essen, ohne vom Elternhaus abhängig zu sein, soll er sich melden: Eine Legion von Hausbesitzern wartet auf das Rezeptbuch.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (234 Antworten).

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