Was Nichtwählen oder die Wahl von Escaños En Blanco in Spanien bewirkt

In Muruzábal brachten 3 Stimmen Escaños En Blanco 2023 sieben Gemeinderatssitze ein; in Areso, Atetz und Urroz stimmte niemand ab. Was passiert, wenn niemand kandidiert oder wählt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wenn eine Partei nicht antritt oder niemand zur Wahl geht, bleibt die Gemeinde nicht ohne Regierung: Das spanische Kommunalwahlgesetz (LOREG) aktiviert eine Verwaltungskommission, die die Verwaltungsaufgaben übernimmt. In Muruzábal gewann Escaños En Blanco alle 7 Sitze mit 3 Stimmen, und ihre Kandidaten verzichteten auf die Mandate.

Die Frage, was passiert, wenn niemand wählt, hat seit Jahrzehnten eine rechtliche Antwort, und die Kommunalwahlen 2023 in Navarra lieferten zwei Fälle, die sie ohne jeden Theoriebedarf veranschaulichen. In einem Dorf mit rund 300 Einwohnern holte eine Partei den gesamten Gemeinderat mit drei Stimmen. In drei anderen stimmte niemand. In keinem der vier Fälle kam die Gemeinde zum Erliegen.

## Muruzábal: sieben Sitze mit drei Stimmen

In **Muruzábal**, einer navarrischen Gemeinde mit rund **300 Einwohnern**, war **Escaños En Blanco** die einzige Partei, die bei den Kommunalwahlen **2023** antrat. Sie gewann alle **7 Sitze** im Gemeinderat mit nur **3 abgegebenen Stimmen**. Nie zuvor war eine Stimme bei einer Kommunalwahl so viel wert gewesen: Jeder Stimmzettel brachte mehr als zwei Mandate ein.

Die Kandidaten erschienen, um ihre Mandate entgegenzunehmen, und verzichteten darauf. Mit einem leeren Gemeinderat griff der im **LOREG** vorgesehene Mechanismus: Eine Verwaltungskommission übernimmt das rein Administrative, während die übrigen Aufgaben an zwei von **EH Bildu** und **Geroa Bai** geführte regionale Zweckverbände fielen.

Das praktische Ergebnis: Wer eine Partei wählt, die keine öffentlichen Ämter antritt, lässt das Rathaus nicht unversorgt. Er legt es in die Hände anderer Verwaltungen, die niemand zu diesem Zweck gewählt hat.

## Areso, Atetz und Urroz: null Stimmen, dieselbe Kommission

In **Areso**, **Atetz** und **Urroz** stimmte absolut niemand ab. Die Wirkung war dieselbe wie in Muruzábal: Eine eingesetzte Verwaltungskommission setzt die Haushalte um, die ihr die **Regierung von Navarra** zuweist. Die Dörfer funktionieren weiter, aber unter einer übergeordneten Einrichtung, deren Verantwortliche die Einwohner nicht gewählt haben.

Der Unterschied zwischen den beiden Szenarien ist einer Nuance. Mit Kandidatur und Verzicht gibt es eine Partei, die das Ergebnis für sich verbucht, und Zweckverbände, die Zuständigkeiten übernehmen. Ohne jede Stimme deckt die Verwaltungskommission alles ab. In beiden Fällen verschwindet die direkte Kontrolle der Einwohner darüber, wer über die Ausgaben entscheidet.

## Was das Gesetz nicht zulässt, ist das Vakuum

Das **LOREG** sieht die Verwaltungskommission gerade deshalb vor, damit keine Gemeinde ohne Regierungsorgan existiert. Die Institutionen arbeiten weiter, auch wenn niemand wählt, und der Gemeindehaushalt wird trotzdem ausgeführt. Die totale Enthaltung stürzt das System nicht: Es wird höheren Instanzen überlassen.

Wer die Enthaltung als Mittel befürwortet, um die Institutionen auszuhöhlen, findet hier eine unbequeme Zahl vor. Das System bricht nicht zusammen. Es wird neu geordnet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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