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Politiker loswerden und ihre Gehälter sparen? Blanko-Sitze bleiben einfach unbesetzt
Ein unbesetzter Sitz bleibt leer und kein Gehalt wird gezahlt. Was Enthaltung, ungültige und leere Stimmzettel bei der Sitzverteilung bewirken.
Wer eine Kandidatur mit leeren Sitzen wählt, schafft den Sitz nicht ab: Er bleibt unbesetzt und unbezahlt. Enthaltung, ungültige Stimmen und leere Stimmzettel führen zu keiner institutionellen Vertretung.
Die Liste **Escaños en Blanco** (Leere Sitze) schlägt etwas vor, das leicht zu erklären und schwer ins System einzufügen ist: Der Sitz, der ihr zufiele, soll leer bleiben. Niemand nimmt ihn ein, niemand erhält Gehalt oder Diäten. Die Ersparnis ist real, wenn auch begrenzt auf die Sitze, die diese Kandidatur gewinnt.
## Was passiert mit dem unbesetzten Sitz
Die Kandidatur tritt zur Wahl an und, wenn sie Vertretung gewinnt, verzichten ihre Gewählten darauf, das Mandat anzutreten. Der Sitz bleibt ohne Inhaber. Es gibt keine Stimmen im Parlament, keine Wortbeiträge, kein Gehalt, das einer bestimmten Person zugeordnet wäre.
Die Ersparnis beschränkt sich auf die Vergütung dieses Postens und die damit verbundenen Diäten. An den Mehrheiten, die für Gesetze nötig sind, ändert sich nichts, denn leere Sitze stimmen weder dafür noch dagegen. Der Sitz existiert, aber er schweigt.
## Enthaltung, ungültige und leere Stimmen erreichen die Institutionen nicht
Wer nicht wählt, wer ungültig oder leer wählt, verschwindet aus der Zählung, nach der Sitze verteilt werden. Enthaltung gilt nicht als Stimme. Eine ungültige Stimme wird keiner Kandidatur zugerechnet. Ein leerer Stimmzettel zählt zwar als gültige Stimme, wird aber keiner Liste zugewiesen.
Das Ergebnis: Diese Stimmen führen zu keiner Vertretung. Sie wählen niemanden, nehmen niemandem etwas weg und verringern nicht die Zahl der zu vergebenden Sitze. Sie hinterlassen nur eine zahlenmäßige Spur in den Protokollen.
## Der Fall Madrid und die lateinamerikanische Wählerschaft
Bei den Madrider Wahlen 2021 gewann **Isabel Díaz Ayuso** klar. Ein Teil der Wählerschaft lateinamerikanischer Herkunft unterstützte die **PP** (Spaniens konservative Volkspartei), und die Enthaltung war hoch. Diese Mischung aus mobilisierten Wählern und abwesender Wählerschaft erklärt das Ergebnis besser als jede Theorie über leere Sitze.
Enthaltung nimmt niemandem Sitze weg. Sie überlässt die Verteilung einfach denen, die tatsächlich wählen. Deshalb lohnt es sich, die Zahlen anzusehen, bevor man voraussetzt, dass ein leerer Sitz das Kräftegleichgewicht verändert.
Wenn dich dieses Thema bei deiner Wahlentscheidung betrifft, informiere dich über die geltenden Wahlvorschriften und wende dich bei rechtlichen Fragen an eine Fachperson.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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