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Warum sich kaum noch jemand ein Eigenheim leisten kann
Die Immobilienkrise in den USA erklärt sich durch Finanzialisierung, den Lock-in-Effekt und NIMBY-Denken. Verstehen Sie die Ursachen.
Dass der Zugang zu selbstgenutztem Wohneigentum so schwer geworden ist, liegt an einem perfekten Sturm aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren, nicht an einer Verschwörung. Die Finanzialisierung des Marktes, Festhypotheken und Widerstand aus den Nachbarschaften erklären die Knappheit und die hohen Preise.
## Die Mietfalle und die Geldanlage
Es scheint, als wolle niemand, dass Sie ein eigenes Zuhause besitzen. Zumindest fühlt es sich so an, wenn man die Preise und die Hürden sieht, die dem Zugang im Weg stehen. Aber es ist keine Verschwörung böser Eliten, das sei klar gesagt. Es ist eher eine Mischung daraus, wie Geld funktioniert, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir als Gesellschaft agieren. Denken Sie daran wie an ein System, das ganz unbeabsichtigt Barrieren aufgebaut hat.
Einer der Schlüssel liegt darin, wie der Markt etwas so Grundlegendes wie ein Dach über dem Kopf in ein Finanzprodukt verwandelt hat. Große Investmentfonds, die Milliarden bewegen, wie **BlackRock** oder **Berkshire Hathaway**, sind massiv in den Immobilienmarkt eingestiegen. Sie kaufen Tausende von Wohnungen und Häusern und entziehen sie dem Markt für Privatpersonen. Das Ergebnis? Weniger Angebot und Preise jenseits von Gut und Böse. Und wer nicht kaufen kann, muss mieten – und genau dort verdienen sie ebenfalls kräftig mit, indem sie die Mieten erhöhen. Nicht nur die Großen, wohlgemerkt: Auch Kleinanleger setzen auf Untermiete oder Fertighäuser, um Rendite zu erzielen, was die Lage für alle, die einfach nur ein Zuhause suchen, noch weiter erschwert.
## Der Lock-in-Effekt und die Riesenimmobilien
Dann ist da noch das Thema Hypotheken. In der **ELbichito**-Ära lagen die Zinsen am Boden, zwischen **2%** und **3%**. Viele Menschen konnten damals kaufen und haben jetzt Festhypotheken zu diesen Konditionen. Was passiert, wenn sie verkaufen wollen, um umzuziehen? Sie müssten eine neue Hypothek zu deutlich höheren Zinsen von **5%** oder **6%** aufnehmen. Also verkaufen sie schlicht nicht. Das treibt in Kombination mit dem knappen Angebot die Preise in die Höhe, und auch die Kosten für Finanzierung, Steuern und Versicherungen explodieren.
Und vergessen wir nicht, wie sich unsere Erwartungen verändert haben. Vergleicht man ein typisches Haus der 50er-Jahre mit rund **83 m²** mit dem, was heute gesucht wird – oft **185 bis 280 m²** –, ist der Unterschied gewaltig. Wir wollen mehr Platz, mehr Badezimmer, Klimaanlage, hochwertige Ausstattung. Die Bauunternehmen bauen logischerweise das, was sich für sie am meisten lohnt, und das sind große und teure Häuser. Das Segment der einfachen Einstiegswohnungen ist fast vollständig verschwunden.
## Nachbarn, die Nein sagen
Schließlich gibt es noch das berühmte **NIMBY-Denken**, das "Not In My Back Yard" oder "Nicht in meinem Hinterhof". Die meisten Menschen wollen bezahlbaren Wohnraum, aber nur, wenn er nicht in ihrer Nähe entsteht. Warum? Weil ihr eigenes Vermögen davon abhängt, dass Wohnraum knapp und teuer bleibt. Wenn mehr gebaut wird oder kleinere Mehrfamilienhäuser entstehen, sinkt der Wert ihrer Immobilie. Das führt dazu, dass die Kommunen ihre Baugesetze verschärfen und den Bau von kleinen oder dicht bebauten Wohnungen verbieten. Der Druck aus den Nachbarschaften ist enorm.
All das trifft diejenigen am härtesten, die über weniger Mittel verfügen. Rentner mit festen Pensionen sehen, wie die Inflation ihre Ersparnisse auffrisst und die Unterhaltskosten explodieren. Junge Menschen, die ausziehen oder ins Berufsleben starten wollen, stoßen auf einen unzugänglichen Markt. Und Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder Behinderungen werden auf die Straße gedrängt oder müssen unter prekären Bedingungen leben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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