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Warum Gmail trotz deaktivierter Verifizierung weiterhin die Handynummer abfragt
Gmails Zwei-Faktor-Verifizierung verlangt bei jeder Anmeldung weiterhin einen Handycode, selbst wenn sie deaktiviert ist. Die Suche nach Alternativen nimmt zu.
Gmail verlangt bei jeder Anmeldung das Handy, obwohl die Verifizierung ausgeschaltet ist
Wer die Zwei-Faktor-Verifizierung bei Gmail deaktiviert, deaktiviert damit offenbar nichts. Das ist das Fazit eines Nutzers, der seit Monaten erlebt, wie die Plattform bei jedem Öffnen eines seiner Konten einen an das Handy gesendeten Code verlangt – obwohl diese Sicherheitsebene in den Einstellungen ausgeschaltet ist. Eine frühere Einstellung war nicht die Ursache: Die Aufforderung erschien von selbst und ist nicht mehr verschwunden. Sie betrifft die zwei am häufigsten genutzten Gmail-Konten, und keine der üblichen Lösungen stoppt sie.
Warum verlangt Gmail das Handy, wenn die Verifizierung deaktiviert ist?
Weil das Deaktivieren der Zwei-Faktor-Verifizierung die Bestätigungsanfragen nicht immer stoppt. Der offizielle Weg zum Abschalten ist einfach: Google-Konto, Sicherheit, Bestätigung in zwei Schritten, Deaktivieren. Unter Android oder auf dem iPad ändert sich der Weg kaum –Einstellungen, Google, Konto verwalten–, doch das Ergebnis ist dasselbe. Der Betroffene versichert, das bereits erledigt zu haben, dass die Option seit Längerem deaktiviert ist – und die Aufforderung trotzdem weiterhin kommt.
Ein Detail macht die Sache noch verwirrender. Nachdem er beschlossen hatte, das Handy als Wiederherstellungsmethode zu entfernen, um den Kreislauf zu durchbrechen, landete die Bestätigungsnachricht weiterhin auf ebendiesem Telefon. Das Konto dürfte es theoretisch gar nicht mehr verknüpft haben. Der Widerspruch zeigt, wie sehr das System eigenmächtig entscheidet – über den Kopf des Kontoinhabers hinweg, der etwas anderes in seinem Panel festgelegt hat.
Gmail-Alternativen: Proton, Tuta, GMX oder Infomaniak
Die häufigste Antwort ist radikal: Google verlassen. Proton (proton.me) ist der erste Name, der fällt, wenn jemand vor der Flucht aus dem Mail-Dienst des Riesen G steht. Dahinter taucht Tuta auf, das sich als schlanker als Proton präsentiert, mit nativen Clients für die großen Betriebssysteme und einer Android-App, die nicht auf Push-Benachrichtigungen angewiesen ist –sie meldet sich trotzdem–, wodurch dem System die Benachrichtigungsdaten nicht übergeben werden. GMX (gmx.de) und Infomaniak vervollständigen eine Liste bewährter europäischer Alternativen. Das Datenschutzargument wiegt schwer, ist aber nicht das einzige: Der eigentliche Vorwurf ist der Verlust der Kontrolle über das eigene Konto.
Das Problem ist nicht die E-Mail: Es ist das gesamte Google-Ökosystem
Hier bricht die Begeisterung ab. Den E-Mail-Anbieter zu wechseln ist leicht; sich vom Rest zu lösen, nicht. Keep, Cloud, Fotos, Drive und – vor allem – Android bilden ein Netz, das sich mit einem Postfach-Wechsel nicht abbauen lässt. Wer gehen will, stößt auf das Übliche: Um das Handy zu nutzen, braucht man zwingend ein Google-Konto. Alles ist fest verzurrt, wie alle berichten, die es bereits versucht haben.
Bei diesem Abhängigkeitsgrad erscheint eine Massenflucht von Gmail kurzfristig unwahrscheinlich. Doch der Ärger ist längst kein Einzelfall mehr, und an dem Tag, an dem Android ohne Konto funktioniert, wird so mancher es sich noch einmal überlegen. Falls dieser Tag überhaupt kommt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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