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Der Slow Cooker, den Carrefour für 20 € verkaufte, kostet in Spanien jetzt bis zu 70 €
Ein Slow Cooker kostet in Spanien inzwischen zwischen 45 und 70 Euro – gegenüber 20 Euro, die er bei Carrefour zeitweise kostete, und 20-30 US-Dollar in den USA
Slow Cooker in Spanien: Der Preis ist von 20 € auf 70 € geschnellt
Ein Schongarer, der in den USA zwischen 20 und 30 Dollar kostet und bei Carrefour bis vor Kurzem für 20 Euro verkauft wurde, ist in Spanien – wenn man ihn überhaupt findet – nur noch für Preise zwischen 45 und 70 Euro erhältlich. Der Crockpot – ein elektrischer Schongarer mit herausnehmbarem Keramiktopf – ist zu einem kleinen Konsumrätsel geworden: praktisch, um billige Fleischstücke stundenlang zu schmoren, aber in den großen Kaufhäusern kaum zu finden, und das Online-Angebot kommt obendrein mit britischem Stecker.
Der Paradox ist nicht gering. Ein 200-Watt-Gerät, das auf dem US-Markt ein Standard der Mittelklasse-Küche ist, wird hier als exotisches Objekt verkauft. Und der Aufpreis erklärt sich nicht durch die Technik, sondern durch den Namen. Die Suche nach „Crockpot“ liefert teure Importe; die Suche nach „Schongarer“ öffnet einen vernünftigeren Katalog. Die Angeberei, Dinge englisch zu nennen, zahlt man am Ende selbst.
Was ist ein Slow Cooker und warum taugt er nicht wie ein Reiskocher
Ein Crockpot ist weder ein Schnellkochtopf noch ein Reiskocher. Sein Markenzeichen ist der herausnehmbare Keramiktopf, der die Wärme gleichmäßig hält und verhindert, dass das Essen anbrennt oder zum Kochen kommt. Ein Thermostat regelt die Temperatur, sodass der Schmortopf stundenlang bei etwa 90 Grad bleibt. Dadurch wird das Bindegewebe des Fleisches gelatiniert, und die härtesten Stücke – Rinderschulter, Schweinebacken, Ochsenschwanz – werden fast ohne Beaufsichtigung zart.
Ein Reiskocher taugt dafür nicht: Sein Behälter ist aus Metall und nicht für langes Garen ausgelegt. Auch ein Glaskeramik-Herd nicht, der über acht bis zehn Stunden deutlich mehr Strom verbraucht. Der Slow Cooker verbraucht 200 Watt und ist isoliert, sodass man ihn bedenkenlos über Nacht oder während der Arbeit laufen lassen kann. Manche haben ausgerechnet, dass man mit einem 300-Watt-Solarmodul kochen könnte, ohne das Stromnetz anzufassen.
Wo kaufen und warum der Preis explodiert
Die Verfügbarkeit ist sprunghaft. Baumarkt- und Warenhausketten führten das Gerät nur zeitweise, und die Eigenmarken britischer Supermärkte gelten als günstigste Option für Reisende. Bei Amazon kosten 6,5-Liter-Modelle auf dem britischen Markt rund 25 Pfund, während die Preise in Spanien zwischen 45 und 70 Euro liegen. Der Unterschied ist nicht technischer Natur, sondern eine Frage von Skaleneffekten und Import.
Der immer wiederkehrende Rat: das größte Modell kaufen, das möglich ist. Ein 6,5-Liter-Schongarer erlaubt es, Knochenbrühe herzustellen – 24 bis 48 Stunden Garzeit – und sie in Gläsern einzufrieren. Der eingebaute Timer ist nicht zwingend: Eine WLAN-Steckdose für 15 Euro erfüllt denselben Zweck und umgeht die Sechs-Stunden-Grenze, die manche digitale Modelle vorgeben.
Slow Cooking oder Schnellkochen? Die Geschmacksdebatte
Der Schnellkochtopf gewinnt bei der Zeit, verliert aber bei der Textur. Hühnerbrühen werden beim langsamen Garen dicker und gehaltvoller, und das Fleisch zerfällt ohne Messer. Der Nachteil: Das Haus riecht stundenlang nach Essen, und der Prozess duldet keine Eile. Wer nicht die Disziplin aufbringt, morgens einen Schmorbraten zu starten, der acht Stunden braucht, für den ergibt das Gerät keinen Sinn.
Ein Gesundheitshinweis, den man nicht ignorieren sollte: Manche Hülsenfrüchte, etwa rote Bohnen, enthalten ein Toxin, das bei Garemperaturen unter dem Siedepunkt nicht zerstört wird. Der Slow Cooker ersetzt in solchen Fällen das kräftige Kochen nicht. Und Knochenbrühe, eines der nährstoffreichsten Gerichte, die ihm zugeschrieben werden, braucht lange Zeiten, die der Schnellkochtopf nicht nachbilden kann.
Stromverbrauch und Sicherheit beim Laufenlassen
Die Kosten sind überschaubar: 200 Watt über zehn Stunden ergeben zwei Kilowattstunden – weit weniger als ein Glaskeramik-Herd auf niedrigster Stufe über dieselbe Zeit. Das Gerät ist isoliert, und der Thermostat verhindert, dass die Temperatur zu hoch steigt, sodass man es gefahrlos unbeaufsichtigt lassen kann. Genau darin liegt sein Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Herd.
Die offene Frage ist, ob sich das Gerät in Spanien durchsetzen wird. Die Arbeitszeiten und die Kultur des frisch Gekochten passen nicht recht zu einem Gerät, das man morgens programmieren muss. Wer es ausprobiert hat, lobt das Ergebnis; wer es nicht hat, den Preis. Und unterdessen taucht der Slow Cooker weiter nicht im Supermarktregal auf.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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