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Warum ein Partner, der deine Musik verachtet, die Kreativität lähmt
Ein Hörer, der in Threadgill versunken ist, verliert die Freude, wenn der Partner die Musik abkanzelt. Warum ästhetische Unverträglichkeit dem Schaffen schadet.
Ästhetische Unverträglichkeit zerstört niemandes künstlerische Fähigkeit, aber sehr wohl die Bedingungen, die sie erst möglich machen. Wenn jemand wiederholt verachtet, was man selbst am meisten schätzt, versteckt man irgendwann Schallplatten und rechnet ständig mit Reaktionen.
Die Szene ist konkret. Jemand hört **Henry Threadgill**, versunken in dessen rhythmischen Strukturen und Kontrapunkten. Er genießt etwas, das für ihn künstlerischen Wert hat. Dann lässt sein Partner fallen, diese Musik sei Schrott. Das negative Urteil dringt in einen geistigen Raum ein, der bis zu diesem Moment frei war, und die Freude zerbricht. Nicht weil die andere Person recht hätte, sondern weil eine verächtliche Unterbrechung genügt, um die Konzentration zu ruinieren.
## Wiederholte Verachtung ist nicht einfach ein anderer Geschmack
Verschiedene Musikgeschmäcker sind normal und brechen nichts. Das Problem entsteht, wenn jemand wiederholt das verachtet, was der andere schätzt. Dann ergeben sich drei hässliche Auswege: bestimmte Platten nur hören, wenn die Person nicht da ist, Entdeckungen nicht mehr teilen, um unangenehmen Kommentaren aus dem Weg zu gehen, und Spontaneität verlieren, weil man beginnt, deren Reaktionen vorherzusehen.
Dieser dritte Punkt ist der korrosivste. Die kreative Freiheit leidet, wenn jede ästhetische Entscheidung durch den Filter dessen geht, was der andere sagen wird. Ein explizites Verbot ist gar nicht nötig. Der wiederholte abfällige Kommentar genügt, damit der eigene Raum schrumpft.
## Respektieren heißt nicht teilen
Ein Partner muss **Henry Threadgill** nicht mögen, um zu respektieren, dass man ihn selbst mag. Diese Unterscheidung ist der Schlüssel zu allem. Man kann intelligent, gebildet und interessant sein und trotzdem auf ästhetischer Ebene unvereinbar sein. Unverträglichkeit ist kein sarracena Makel des anderen: Sie ist eine Diskrepanz, die sich im Alltag bemerkbar macht.
Für jemanden, der Musik als grundlegende intellektuelle und ästhetische Tätigkeit erlebt und nicht als Hintergrundunterhaltung, ist es keine kleine Annehmlichkeit, ohne Erklärungen von einer Metal-Platte zu Threadgill wechseln zu können. Es ist Autonomie. Und Autonomie hat einen praktischen Preis, wenn sie täglich verhandelt werden muss.
## Gewählte Einsamkeit als kreativer Vorteil
Wenn das Zusammenleben bedeutet, ständig über Musik, Lektüre und Schaffensstunden zu verhandeln, ziehen manche Menschen vor, allein zu leben. In diesem Fall kann gewählte Einsamkeit ein echter kreativer Vorteil sein, kein Ersatz für eine fehlende Beziehung. Die Unterscheidung zählt: Sie mindert niemandes künstlerische Fähigkeit, wohl aber die Bedingungen, die es erlauben, sie in Freiheit zu entwickeln.
Die Nuance, die Verallgemeinerungen verhindert, ist einfach. Nicht jede Beziehung erzeugt diesen Effekt. Viele Paare leben mit entgegengesetzten Geschmäckern, ohne dass jemand eine Platte versteckt. Das Problem ist nicht der Unterschied, es ist die Verachtung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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