Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Warum Deutschland England bombardierte: Historische Debatte
Großbritannien und Frankreich erklärten 1939 Deutschland den Krieg, nicht umgekehrt. Die Debatte, warum Hitler England ohne Invasion bombardierte, geht weiter.
Warum Deutschland im Zweiten Weltkrieg England bombardierte
Deutschland griff England nicht zuerst an. Es war umgekehrt: Das Vereinigte Königreich und Frankreich erklärten Deutschland am 3. September 1939 den Krieg, zwei Tage nach der deutschen Invasion Polens. Dies ist die erste Korrektur, die das Thema erfordert, da populäre Erzählungen – und ein Großteil des kollektiven Imaginären – Hitler als ersten Angreifer Londons darstellen, obwohl die diplomatische Abfolge genau umgekehrt ist. Die Verwirrung hat ihre Wurzeln: Deutschland bombardierte britische Städte Monate später, 1940, aber zu diesem Zeitpunkt existierte bereits ein formeller Kriegszustand, den London zuerst anerkannt hatte.
Die Kriegserklärung: Wer machte den ersten Schritt?
Der Auslöser war Polen. Großbritannien und Frankreich unterhielten Verteidigungspakte mit Warschau und warnten Berlin, dass Aggression Konsequenzen haben würde. Als deutsche Truppen am 1. September 1939 die polnische Grenze überschritten, hielten beide Länder ihr Ultimatum ein und erklärten den Krieg. Es war kein britischer Angriff: Es war eine diplomatische Erklärung mit bindender rechtlicher Wirkung, die an das Prinzip erinnert, das später Artikel 5 der NATO inspirierte.
Die Diskussion darüber, ob London den Konflikt „provoziert“ habe, beruht auf einem technischen Missverständnis. Eine Kriegserklärung ist nicht gleichbedeutend mit einem Angriff. Deutschland invadierte Polen; London und Paris erkannten den durch diese Invasion entstandenen Kriegszustand an. Der Unterschied ist entscheidend, denn von ihm hängt die gesamte nachfolgende Kausalkette ab.
Warum bombardierte Hitler England, wenn er es nicht invadieren wollte?
Hier kommt die Luftschlacht um England ins Spiel. Deutschland startete 1940 eine Luftkampagne über dem Vereinigten Königreich mit einem begrenzten Ziel: den britischen Willen brechen und Verhandlungen erzwingen, nicht eine Landung vorbereiten. Der Wehrmacht fehlten Marine und ausreichende Transportmittel für die Überquerung des Ärmelkanals, und die Royal Navy dominierte die Meere. Selbst wenn man die italienische Flotte und die erbeuteten französischen Schiffe kombiniert, blieb die britische Seeherrschaft überwältigend.
Nach der am häufigsten wiederholten Analyse war der deutsche strategische Fehler, die Bombardierungen von Flugplätzen und Industrie auf Städte umzuleiten. Diese Änderung gab der RAF Zeit zur Reorganisation. Die Entscheidung wird Hitlers Reaktion nach dem ersten Luftangriff auf Berlin zugeschrieben, die ihn angeblich dazu brachte, die anfängliche Kampagne gegen militärische Infrastruktur aufzugeben.
Das Dünkirchen-Paradoxon und die Passivität an der Westfront
Zwischen September 1939 und Juni 1941 eröffneten die vermeintlichen Gegner des Dritten Reiches keine echte Front im Westen. Frankreich und das Vereinigte Königreich beschränkten sich auf einen Niedrigintensitätskrieg, während Deutschland seine kontinentale Vorherrschaft konsolidierte. Der berühmte „Haltebefehl“ bei Dünkirchen, der angeblich die britische Evakuierung ermöglichte, ist umstritten: Manche argumentieren, dass Guderian ihm bereits zuvor ungehorsam gewesen sei und die Pause taktischen Gründen folgte, nicht einer politischen Entscheidung, die Briten entkommen zu lassen.
Das Ergebnis war, dass Deutschland im Juni 1941 in die Sowjetunion einmarschierte, ohne im Westen erheblichen Verschleiß erlitten zu haben. Dieser Fakt nährt Theorien über angebliche Komplizenschaft oder wirtschaftliche Kalkulation hinter dem Konflikt.
Verschwörungstheorien zur Finanzierung des Nationalsozialismus
Eine Strömung der Analyse behauptet, Hitlers Aufstieg und sein Kriegsapparat seien durch angloamerikanisches Kapital finanziert worden. Man zitiert die Arbeit des Forschers Antony Sutton, die angebliche Verbindungen zwischen Wall Street und der deutschen Aufrüstung dokumentiert. Diese Thesen werden nicht durch schlüssige Beweise gestützt und kursieren vor allem in alternativen Kreisen. Die Diskussion driftet oft in Behauptungen über Churchill und Schulden bei Bankern oder einen angeblich britischen Ursprung Hitlers ab, denen solide dokumentarische Belege fehlen.
Tatsache ist jedoch, dass große deutsche Unternehmen wie IG Farben, später umbenannt in Bayer, Beziehungen zum NS-Regime pflegten und dass Deutschland nach dem Krieg mit Krediten des Marshallplans und Darlehen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich wiederaufgebaut wurde.
Gibraltar, Spanien und die deutsche Strategie im Mittelmeer
Ein weiterer Punkt, der die Debatte schürt, ist die deutsche Passivität gegenüber Gibraltar. Hitler rührte keinen Finger, um den Felsen zu nehmen, obwohl er einen vermeintlichen Verbündeten in Spanien hatte und dies ein strategisch wichtiger Punkt für die Kontrolle der Meerenge war. Franco soll in Hendaya verlangt haben, dass Gibraltar nach einem hypothetischen Achsensieg unter spanische Souveränität fällt, aber es wurden keine wirksamen Schritte unternommen, um dies zu verwirklichen.
Manche behaupten, Hitler habe geplant, Franco durch Muñoz Grandes zu ersetzen, und Franco habe ihn präventiv aus der Blauen Division entfernt, indem er ihn zum Chef seines Militärischen Haushalts ernannte, um ihn zu überwachen. Das Fehlen von Dokumenten, die einen Invasionsplan für Spanien belegen, lässt die Frage im Bereich der Spekulation.
Die Abfolge ist klar: London erklärte zuerst den Krieg, Deutschland bombardierte später und hatte nie die Mittel zur Invasion. Was ohne abschließende Erklärung bleibt, ist, warum ein Regime, das sich seiner Unterlegenheit auf See und in der Luft bewusst war, sich mit der größten Seemacht der Zeit messen wollte. Mit diesen Elementen lässt sich die Frage nicht eindeutig beantworten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (123 Antworten).
Zwei Inseln, umgeben von einem fischreichen Meer, doch kaum eigene Fischgerichte: Der Konsum ist kein europäisches Merkmal, sondern auf wenige Länder wie Spanien beschränkt.
Die Debatte um die Abstammung der heutigen Griechen kollidiert mit bevölkerungsgenetischen Studien, die trotz Invasionen eine erhebliche Kontinuität zeigen.
Die IRA war nicht marxistisch, die INLA schon. Irland litt unter englischer Unterdrückung und Hungersnot, doch Hollywood bevorzugt profitablere Opfergeschichten.