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Warum das Überleben bis zum Monatsende in Spanien immer schwerer wird
Olivenöl ist 400 % teurer geworden, Wohnraum verteuert sich unabhängig von den Löhnen, und das Gefühl, übers Ohr gehauen zu werden, breitet sich aus. Wer profitiert?
Die Inflation lässt nicht nach: Wenn sich der Olivenölpreis verfünffacht
Das Gefühl, täglich geschröpft zu werden, ist im Alltag angekommen. Es ist nicht nur das Olivenöl, das in kurzer Zeit von 1 Euro auf 5 gestiegen ist; es sind die Wohnung, das Auto, die Freizeit und sogar der Champagner unter den Pilzen. Bei jeder Rechnung scheint das Konto zu schrumpfen. Die offizielle Inflationszahl flacht ab, doch die reale Wahrnehmung ist, dass die Preise für Grundbedarf weit über den vom spanischen Statistikamt INE veröffentlichten VPI gestiegen sind.
Preismissbrauch als Dauerzustand
Manche behaupten, der Betrug sei kein Einzelfall, sondern strukturell. Dass dasselbe bei Wohnungen passiert (Wohnungen im Wert von 100 Millionen Peseten, die vor 60 Jahren 100.000 kosteten), bei Autos (40.000 Euro für ein Plastik-Kleinfahrzeug) oder bei Hotels (1.000 Euro pro Nacht in einem schäbigen Haus). Die Liste ist lang, und der gemeinsame Nenner ist immer derselbe: Der Durchschnittsbürger zahlt immer mehr für immer weniger Qualität. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine empirische Feststellung, die jeder am ersten Tag des Monats machen kann.
Skepsis als Antwort
Angesichts dieser Realität flüchtet ein Teil der Analyse in allgemeine Passivität: Solange der Verbraucher das Nötigste hat — Heizung, gefüllten Kühlschrank —, beschwert er sich kaum. Andere dagegen erheben härtere Vorwürfe: Die großen Unternehmensgruppen agierten als ein Netz stiller Komplizenschaft. Es gibt keinen Beweis dafür, aber wohl eine Übereinstimmung in der Erfahrung: Die Margenbildung bei den Preisen scheint kein Zufall zu sein. Die Debatte verhärtet sich an diesem Punkt zwischen denen, die einen entfesselten Kapitalismus sehen, und denen, die einen organisierten Betrug wittern.
Bei stagnierenden Löhnen und steigenden Preisen fragen sich immer mehr Haushalte, ob das System darauf ausgelegt ist, dass Sparen unmöglich ist. Und eine Antwort hat vorerst niemand. Oder doch — aber sie passt niemandem.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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