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Inflation verdrängt Fleisch und Fisch vom Esstisch
55,2 % der Spanier reduzieren Fisch und 50,2 % Fleisch wegen der Preise. Die Ernährung folgt der Rechnung.
Steigende Preise verdrängen Fleisch und Fisch von der Hälfte der spanischen Esstische
In einem Consum-Supermarkt in Valencia hat sich das Schild „bald ablaufend“ verändert: Der Rabatt auf Fleisch und Fisch sank von 30 % auf 20 %. Die Kunden warteten auf den Höchstrabatt, und als sie ihn reduziert sahen, änderte sich ihr Kaufverhalten. Diese drei Minuten Beobachtung sagen mehr als viele Reden: Der Preis schreibt die Vorratskammer neu.
Bestätigt wird das durch eine Studie der Triodos Bank: 55,2 % der Spanier haben ihren Fischkonsum und 50,2 % ihren Fleischkonsum reduziert, direkt wegen der Preissteigerungen. Das ist kein veganer Lehrbuch-Trend, es ist eine Rechnung, die einfach nicht mehr aufgeht.
Der Preis für tierisches Eiweiß: 30–50 % teurer
Wer den Einkaufswagen noch mit Eiern, Hähnchen oder Rindfleisch füllen will, zahlt einen erheblichen Aufpreis. Eine Packung Linsen sättigt die ganze Familie für einen Euro; das Steak kostet zehnmal so viel. Der Ausweich auf Kohlenhydrate ist billig, und die gesundheitlichen Folgen warnen die Fachleute bereits: Die Verschiebung Richtung Ultraverarbeitetes und Zucker kann in Diabetes, Fettleber oder Demenz enden. Gesund zu essen ist heute ein Luxus.
Der politische Kampf um den Einkaufskorb
Die Einschränkung ist nicht neutral. Manche lesen die Zahlen als Symptom der Verarmung und vergleichen den Verlauf ohne Zögern mit Ländern im Kollaps. Andere erinnern daran, dass die offizielle Erzählung immer ein Euphemismus findet: Zu Hause bleiben ist keine Not mehr, sondern „die Stadt genießen“. Der Einkaufskorb ist zum Thermometer und zur Wurfwaffe zugleich geworden.
Die letzte Paradoxie liefern die Jüngsten: Echter Hunger und Verschwendung leben im selben Land nebeneinander. Wir werfen Lebensmittel weg, während der Preis entscheidet, was wir essen. Selten war eine Zahl so eindeutig: Die Hälfte des Landes wählt nicht mehr, sie erträgt nur noch.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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In Spanien ging der Fischverbrauch um 30 % zurück. Über 5.000 Fischgeschäfte mussten schließen, bedingt durch hohe Preise und veränderte Essgewohnheiten.
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