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Waffenbesitz in Spanien: Kosten und Verfahren
In Spanien erfordert ein legaler Waffenbesitz eine Lizenz, Prüfung und Waffenschrank. Nutzer schätzen die Gesamtkosten auf etwa 2.000 Euro.
Legale Waffe in Spanien: Forum-Nutzer schätzen Kosten auf ca. 2.000 Euro
Was kostet es und welche Schritte sind nötig, um in Spanien eine Schusswaffe zu besitzen? Ein Forum-Nutzer nennt eine runde Zahl: etwa 2.000 Euro für Kurs, Gebühren, Waffenschrank und Pistole. Das Kleingedruckte umfasst eine Prüfung, die derselbe Nutzer als „für Dummköpfe“ beschreibt, einen psychologischen Test, den Gang zur Intervención de Armas der Guardia Civil (Waffenkontrolle) und registrierte Munition. Wer glaubt, dass die Waffe selbst das Teuerste ist, irrt sich grundlegend.
Welche Lizenz wird benötigt und was kostet sie?
Der am häufigsten genannte Einstiegsweg ist die Jagdlizenz, die weder Jagd noch eine Mitgliedschaft in einem Verein voraussetzt. Sie deckt Flinten ab und wird bei der Intervención de Armas der Guardia Civil beantragt. Der Prozess beginnt mit einer Prüfungsgebühr von etwa 120 Euro und einem psychologischen Test ähnlich dem Führerschein-Check, der rund 50 Euro kostet.
Danach folgt der Waffenhändler. Laut Details eines Nutzers kosten neue, „normale“ Flinten oder Gewehre etwa 1.000 Euro; bei Gewehren kommen noch ein zugelassener Waffenschrank für etwa 400 Euro hinzu. Auf dieser Kostengrundlage summieren sich Verbandsbeiträge, Dokumentengebühren und der Kaufpreis der Kurzwaffe. Die detaillierte Aufstellung führt nach dieser Berechnung zu einer Endrechnung von etwa 2.000 Euro.
Die zugrunde liegende Logik, betonen Erfahrene, ist die Verteidigung: Eine Flinte im Kaliber 12 gilt als ausreichend zum Schutz des Hauses ohne viel Training, während für Kurzwaffen 9 mm mit Hohlspitzgeschossen empfohlen werden. Keine dieser Entscheidungen trifft man an einem Nachmittag.
Munition: Die versteckten Kosten und jede Kugel registriert
Hier liegt der wahre Flaschenhals. Laut derselben Aufzeichnung kostet eine Flintenpatrone etwa 3 Euro und ein Gewehrgeschoss 4 Euro. Und sie ist nicht frei erhältlich: Munition wird registriert und der Käufer muss jedes Mal seine Daten angeben.
Dieses Detail widerlegt viele Pläne für illegale Käufe. „Das große Problem beim illegalen Kauf ist nicht die Waffe, sondern der Zugang zur Munition“, fasst ein Nutzer zusammen. Eine Waffe ohne Munition ist ein teurer Briefbeschwerer, und irreguläre Beschaffung erhöht das Risiko der Entdeckung erheblich.
Schwarzmarkt und Deep Web: Rostige Flinten und Betrug um 300 Euro
Das Bild des Waffenhandels als illegaler Supermarkt hält nicht stand. Was beschrieben wird, ist etwas anderes: alte, rostige Waffen von Menschen, die sie verloren haben, und ein Netzwerk, in das praktisch nur jemand eindringt, der bereits eine Lizenz, Hobby und einen vertrauenswürdigen Kontakt auf einem Schießstand oder bei der Kommandantur hat. Wenn etwas auftaucht, ist der Preis aufgeblasen und der Käufer riskiert strafrechtliche Probleme, die die Ersparnis nicht wert sind.
Der auffälligste Fall eröffnet die Diskussion: Pistolen für weniger als 300 Euro im Deep Web, angeblich versandt in Tütchen, die Röntgendetektoren umgehen sollen. Der Autor der Nachricht selbst bezeichnet dies als Betrug.
Import aus dem Ausland: Rumänien, Philippinen oder Tschechien
Einer der erwähnten Wege führt ins Ausland. Ein dreitägiger Brückentag per Auto nach Rumänien ermöglicht es laut Berichten, mit einer Waffe zurückzukehren, insgesamt für etwa 500 Euro, ohne sichtbare Kontrollen an der Grenze. Weitere Optionen sind Waffenmessen und Tschechien, mit einer liberaleren Waffenkultur und gut bewerteten CZ-Pistolen im Kaliber 9 mm.
Der exotischste Fall sind die Philippinen, wo, wie erzählt wird, in den Wäldern von Danao handwerkliche Werkstätten Kopien eines einzigen Modells aus Stahl von verschrotteten Schiffen herstellen, für etwa 200 Dollar. Günstig, ja; aber nicht für jeden zugänglich, der es tun möchte.
Selbstbau zu Hause: Vom Rohr bis zur Drehbank
Die letzte Tür, die sich öffnet, ist der Eigenbau. „Mit einem Rohr und etwas Geschick kann man etwas für die Selbstverteidigung bauen (...) in einer Basisversion für einen einzelnen Schuss“, heißt es in der detaillierten Erklärung. Mit 3D-Drucker, Drehbank oder CNC-Bearbeitung steigt das Niveau.
Das Schwierige ist nicht der Mechanismus, der als einfach beschrieben wird, sondern das Schwarzpulver und die Innendrehzahl des Laufs, um dem Projektil Stabilität zu geben. Für die Patronenhülse hält derselbe Nutzer 3-mm-Stahl für ausreichend.
Am Ende beantwortet sich die Anfangsfrage von selbst: In Spanien kann man eine Schusswaffe besitzen, solange man bereit ist, die Gebühr zu zahlen, den Beamten abzuwarten und alle persönlichen Daten zu unterschreiben. Der Rest — die billige Pistole, die röntgensichere Tüte, der wundersame Kontakt — ist der Teil des Films, der vor dem Abspann herausgeschnitten wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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