Die Feuerwaffen, die Spanier besitzen möchten, aber nicht dürfen
Die AMT Hardballer, die Arnold Schwarzenegger in Terminator hielt, ist für viele Enthusiasten ein Objekt der Begierde. Basierend auf der M1911-Serie, mit langem Schlitten und .45 ACP Kaliber, taucht sie auch in Resident Evil 4 und Hitman auf. Das Problem ist nicht der Preis: In Spanien sind nur wenige Dinge verboten, aber es gibt eine gesetzliche Obergrenze, die durch die Lizenz bestimmt wird.
Das Gespräch über Waffen, die man besitzen oder zumindest einmal ausprobieren möchte, beginnt mit dieser Pistole und entwickelt sich zu einem Katalog aus Nostalgie, Ingenieurskunst und administrativer Frustration. Vom StG 44 bis zum Degtyarev PTRD, einschließlich Repetiergewehren im Kaliber .22 für Präzisionsschießen auf 300 Meter oder dem .50 BMG. Die Kernfrage ist nicht welche Waffe, sondern was die spanischen Vorschriften erlauben und was ausgeschlossen bleibt.
Was in Spanien lizenziert werden kann und unter welcher Erlaubnis
Der spanische Rechtsrahmen verbietet selten spezifische Modelle namentlich, schränkt sie aber nach Kategorien ein. Eine Pumpgun erfordert eine Jagdlizenz. Ein Repetiergewehr im Kaliber .308 ebenfalls. Karabiner im Kaliber 9 mm fallen jedoch unter Lizenz D, sind aber für Jagd oder Wettkampf ungültig, was eine administrative Grauzone schafft: Man darf sie besitzen, aber die praktische Nutzung beschränkt sich auf Schießstände.
Manche behaupten, solche Waffen ziehen Besitzer aufgrund des Dopamin-Kicks beim Besitz an, nicht wegen ihres Nutzens. "Es ist nur ein weiteres Gadget", fasst ein Kommentar zusammen. Vergleiche mit dem Sammeln von Barbie-Puppen tauchen im Thread auf: Manche nutzen sie gelegentlich auf einem Stand 100 Kilometer entfernt, während andere sie einfach aufbewahren. Nach dieser Ansicht sieht die Guardia Civil (Zivilgarde) 9-mm-Lizenzen skeptisch, da ihnen sportlicher oder jagdlicher Nutzen fehlt.
Langläufige gezogene Kaliber erfordern einen Waffenschrank der Stufe 1 und eine Lizenz Typ D. Das .408 CheyTac oder .375 CheyTac fallen in diese Kategorie. Auch Munition hat ihre Regeln: Nachladen mit Nitrozellulose-Pulver, Vermeiden von Schwarzpulver bei bestimmten Teilen und extreme Vorsicht bei Revolvern, wo die Zylinderseiten gefettet werden, um Selbstzündung zu verhindern.
Die Wunschliste: Von der MG-42 bis zum Zeppelin
Die Liste der Waffen, die in Spanien nicht legal lizenziert werden können, ist lang und vielfältig. Dazu gehören die MG-42, das StG 44, die PPSh-41 und das CETME C, letzteres von einigen als absurdes Verbot angesehen. Auch das M1 Carbine, die MP40, der australische Owen und die britische Sterling erscheinen, alle geschätzt für ihren historischen und ästhetischen Wert.
Das CETME C hat seine eigene Geschichte. Einige befürworten nicht das Standardmodell des Heeres, sondern die Version, die für die Guardia Civil hergestellt wurde, mit besseren Materialien und weniger Fehlern, oder diejenige, die jetzt in den USA unter Lizenz produziert wird. Nostalgie für die nationale Waffe mischt sich mit Kritik an der Bürokratie, die sie außerhalb der Reichweite Privater hält.
Nicht alles sind Gewehre. Die Liste enthält eine Falcata, eine Hiebpistole aus dem 16. Jahrhundert, einen Apache-Revolver aus dem 19. Jahrhundert, eine Hirtenaxt aus den Karpaten und eine Kopfjäger-Axt der Igorot aus den Philippinen. Am anderen Ende steht ein Zeppelin Typ X, speziell die L70, die Fregattenkapitän Peter Strasser im August 1918 mit seinen sieben Maybach-Motoren nutzte. "Brüllend stark", sagt der Kommentar. Natürlich illegal.
Plinking und die Kluft zwischen Gesetz und Praxis
In den Vereinigten Staaten gibt es eine informelle Aktivität namens Plinking: Schießen auf Dosen, Nüsse oder jedes Ziel in Reichweite. In Spanien ist dies nicht erlaubt. Dieser Unterschied erklärt einen Teil der Frustration: Das Gesetz regelt nicht nur, welche Waffe man haben darf, sondern auch, was man damit tun kann. Eine 9-mm-Waffe mit Lizenz D ist ungültig für Jagd, Wettkampf oder Plinking. Sie ist nur für den Schießstand gültig.
Argumente zur Tiersicherheit kommen ebenfalls auf. Für die Wildschweinjagd wird kein 9-mm-Kaliber verwendet, und Jagdlizenzen spezifizieren, welche Kaliber welchem Wild entsprechen. Waffenlizenzierung und Jagderlaubnis sind verschiedene Dinge, und ihre Verwechslung ist ein häufiger Fehler. Die spanischen Waffenvorschriften haben eine hohe Obergrenze, aber dennoch eine Grenze.
Ein Vergleich mit den USA ist unvermeidlich. Dort ist die Gesetzgebung, abgesehen von einigen Bundesstaaten, in bestimmten Aspekten restriktiver und in anderen liberaler. Die Möglichkeit, in ein osteuropäisches Land zu reisen, um eine AK auszuprobieren, oder in die Ukraine zum Schießen zu fahren, erscheint als Alternative. Obwohl, wie ein Kommentar bemerkt, "ich verstehe, dass du lebend zurückkommen möchtest."
Präzision als Ziel, nicht die Waffe als Mittel
Über den Katalog hinaus gibt es Reflexionen darüber, was wirklich Zufriedenheit bringt. "Am Ende ist das Schießen mit jedem gleich", fasst ein ausführlicher Kommentar zusammen. Was intensives Dopamin erzeugt, ist die Kombination aus Waffe und Patrone, Vertrauen in das System, Wirtschaftlichkeit der Munition und Genauigkeit. Es gibt sehr präzise für Wettkämpfe, sehr starke für die Jagd und sehr komfortable zum Genießen.
Das FG42-Gewehr erscheint als Beispiel für ein technisches Wunderwerk und logistischen Albtraum. Es hatte einen Mündungsfeuerdämpfer und eine Mündungsbremse, die das Leeren des Magazins ohne Anlegen ermöglichten, aber Feuersalven ließen den Lauf rot glühen. Seine Entwicklung war mit dem Angriff auf die Festung Eben-Emael verbunden, obwohl das eine andere Geschichte ist. Die Nachkriegsingenieurskunst hinterließ Teile, die heute in einem zivilen Katalog undenkbar wären.
Das Gespräch driftet hin zu extremer Präzision. Ein Repetiergewehr im Kaliber .22 für Zielschießen auf 300 Meter oder mehr. Ein Gewehr mit Diopter-Visier auf 200 Meter, wo die Blende alles Licht frisst und das Sehen eines Kaninchens zu einem Glaubensakt wird. "Es ist keine Optik", warnt der Kommentar. "Es ist wie auf 200 Meter durch einen Türspion ohne Linse zu schauen."
Das spanische Waffengesetz lässt einen breiten Spielraum, aber keinen unbegrenzten. Zwischen Laune, Nostalgie und echtem Nutzen wählt jeder Enthusiast seine eigene Liste. Die Frage ist nicht, welche Waffe man gerne hätte, sondern was man bereit wäre zu tun, um sie nutzen zu dürfen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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