Von 15.000 Dollar im Monat zum Existenzminimum: die Rechnung, wenn man aufhört zu rudern

18 Jahre Beitragszeiten, ein letztes Gehalt von 15.000 Dollar im Monat und ein Plan: RAI, IMV und Subsidie für Über-52-Jährige. Die Zahlen gehen nicht auf.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Von 15.000 Dollar im Monat zum Existenzminimum: die Rechnung, wenn man aufhört zu rudern
Vom Gehalt von 15.000 Dollar im Monat zum IMV: Chronik eines Rückzugs

Der Protagonist des Threads behauptet, dass das Aufhören zu arbeiten keine wirtschaftliche Niederlage ist: Wenn man die Möglichkeiten hat, sei es "das Beste", was man für seine körperliche, geistige und allgemeine Gesundheit tun könne. Der Fall ist konkret: 18 Jahre Erwerbsbiografie, ein erstes Gehalt von 156.000 Peseten in 14 Zahlungen im Jahr 1999 und ein letztes Monatsgehalt von 15.000 Dollar, ebenfalls in 14 Zahlungen, im Jahr 2018. Danach Familie, Reisen und die Verwaltung des Ersparten. Und eine Abfolge von Leistungen, die sich nach seiner Darstellung lückenlos aneinanderreiht: zwei Jahre Arbeitslosengeld, vier Monate vom Sozialversicherungssystem bezahlter Elternzeit, zweimal RAI mit je 500 Euro und, im unmittelbaren Horizont, das Ingreso Mínimo Vital (die spanische Grundsicherung).

Nach der Darstellung des Protagonisten würde der Sprung zum IMV diese 500 Euro verdoppeln; später käme die Unterstützung für Über-52-Jährige und am Ende eine Rente von geschätzt 1.200 Euro im Monat. In den Fußnoten dieses Weges zeigen sich die Risse.

Wie viel man beim Übergang von der RAI zum IMV bekommt

Die Renta Activa de Inserción (eine Wiedereingliederungsleistung) bleibt bei 500 Euro monatlich. Der IMV liegt laut der Zahl, die ein Teilnehmer im Thread nennt, bei rund 733 Euro und erlaubt ergänzende Landeszuschüsse: Dieselbe Nachricht erwähnt zusätzliche 235 Euro in Katalonien, womit die Summe nahe bei 970 läge. Mit einem unterhaltsberechtigten Kind hebt eine andere Schätzung die Leistung auf etwa 800 Euro. Der Vergleich ist einfach: Die Leistung stiege von 500 auf zwischen 733 und 800 Euro im Monat.

Mehrere Beiträge erinnern daran, dass die RAI kein geschenktes Geld ist. Sie verlangt einen Wiedereingliederungsplan mit monatlichen Gesprächen bei einer Arbeitsvermittlerin und Aufgaben zur Jobsuche, und ein Forenmitglied warnt, dass die Verwaltung den automatischen Datenabgleich einführt. Dort beginnt das Problem für jemanden, der die Leistung von einem anderen Kontinent aus bezieht.

Kann man den IMV mit Erspartem beziehen?

Das hängt von der Natur des Ersparten ab. Im Thread wird eine Vermögensgrenze für den IMV von rund 10.000 Euro beschrieben, ohne die selbstgenutzte Wohnung, und eine Einkommensgrenze für die Über-52-Unterstützung bei 75 % des SMI (des spanischen Mindestlohns). Die mitgelieferte Feinheit ist relevant: Wenn die Ersparnisse keinen Ertrag über einem Mindestlohn abwerfen, zählen sie nicht als Einkommen. Um dieses Einkommen zu erzeugen, bräuchte es laut der im Umlauf befindlichen Rechnung "eine halbe Million Euro, verzinst mit 3 %".

Die wiederkehrende Frage ist, wie ein Vermögen, das mit fünfstelligen Gehältern aufgebaut wurde, mit diesen Schwellen zusammenpasst. Die Antwort des Protagonisten ist unmissverständlich: deklariertes Vermögen, null Euro. Kein Auto, keine Immobilie über den anteiligen Familiensitz hinaus, keine Investitionen. Alles Übrige befindet sich nach seiner Version außerhalb Spaniens und auf Namen Dritter.

Die Voraussetzungen für die Unterstützung für Über-52-Jährige

Laut den im Thread genannten Voraussetzungen reicht das Alter nicht: Man muss 52 oder älter sein, arbeitslos, zuvor Arbeitslosengeld oder eine Unterstützung ausgeschöpft haben, 15 Jahre Beitragszeiten vorweisen — davon mindestens zwei in den letzten fünfzehn —, sechs Jahre Beitragszeiten in der Arbeitslosenversicherung ansammeln und mit dem persönlichen Einkommen die 75-%-Grenze des SMI nicht überschreiten. Im Gegenzug wird die Unterstützung bis zur Rente gezahlt, und der SEPE (das spanische Arbeitsamt) zahlt für den Empfänger weiter Beiträge, bei rund 125 % des SMI, etwa 1.780 Euro Bemessungsgrundlage.

Die genannte Summe liegt bei etwa 570 Euro im Monat, etwas mehr mit einem unterhaltsberechtigten Kind. Und die künftige Rente hängt von den angesammelten Jahren ab: In einer Simulation, die ein Forenmitglied für einen Verwandten mit 27,5 Beitragsjahren anstellt, erscheint eine Anfangsrente von 1.333,50 Euro in 14 Zahlungen für 2040. Die vollständige Aufschlüsselung, mit Beitragsbemessungsgrundlagen und Abschlägen pro Jahr, verschiebt das Ergebnis je nach Ausgangspunkt erheblich.

Außerhalb Spaniens leben und die Leistung beziehen

Hier bricht die Harmonie. Arbeitslosenleistungen und der IMV sind an den tatsächlichen Wohnsitz gebunden. Der Protagonist behauptet, außerhalb Europas zu leben, und mehrere Teilnehmer verorten ihn in Russland; er gibt außerdem an, das Arbeitslosengeld bereits im Ausland bezogen zu haben — eine Behauptung, die, wenn sie stimmt, frontal gegen diese Voraussetzung und die Pflicht verstößt, sich beim Arbeitsamt zu melden. Die technischen Fragen häufen sich: Wie überweist man Euro auf eine russische Bank unter den geltenden Sanktionen, führt der Weg über Kryptowährungen oder besteht der gemeldete Wohnsitz weiterhin in Madrid?

Zu den Anekdoten, die die Geschichte säumen, gehören ein Mercedes CLS, jedes November zwischen 2014 und 2018 zusammengekommene 30.000 Dollar und ein Lebensmittelbudget von 300 Euro monatlich für die ganze Familie — eine Zahl, die ein anderer Teilnehmer offen anzweifelt. Die berechtigte Frage lautet nicht, ob der Plan bequem ist, sondern ob er tragfähig ist, wenn Steuerbehörde und Sozialversicherung in dieselbe Richtung blicken.

Lohnt es sich, weiter zu rudern?

Der eigentliche Hintergrund ist ein anderer: die tatsächliche Rendite der Lohnarbeit. Manche behaupten, für den Mindestlohn zu arbeiten ohne aufsteigen zu können, bedeute Leben verbrennen, und zwischen arm arbeiten und arm ohne Arbeit gewinne die zweite Option haushoch. Demgegenüber steht das Argument der Unumkehrbarkeit: Wer mit 50 aussteigt, kehrt ohne Kraft, veraltet und in einem Alter, das kaum jemand einstellt, auf den Arbeitsmarkt zurück — genau dann, wenn das Rentensystem Reformen bewältigt.

Mehrere Teilnehmer halten es für ausgemacht, dass sich die Regeln ändern werden. Die Diskussion ist, ob die Änderung den erwischt, der sein Polster außerhalb des Radars hält, oder den, der sein Alter einer Unterstützung anvertraut hat, die morgen verschwinden kann.

Die Schlussfolgerung aus dem Thread ist bescheidener: Der Plan, wie sein Protagonist ihn beschreibt, erfordert ein vorheriges finanzielles Polster und eine sehr konkrete steuerliche Geometrie, und selbst seine Befürworter schließen nicht aus, dass sich die Regeln unterwegs ändern.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (208 Antworten).

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