Vistaprint: günstig für den schnellen Bedarf, teuer wenn etwas schiefgeht

Vistaprint liefert bei günstigen Visitenkarten und Bannern, doch Personalisierungsfehler und Nicht-Standardmaße werden teuer: Bestellung vor der Zahlung genau prüfen

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vistaprint: günstig für den schnellen Bedarf, teuer wenn etwas schiefgeht
Vistaprint: günstig für den schnellen Bedarf, ohne Netz wenn etwas schiefgeht

Eine Gründerin hat gerade ihre Firma angemeldet und braucht das Nötigste: Visitenkarten, Flyer, Banner und einen Roll-up. Sie fragt nach Vistaprint, weil die Preise konkurrenzfähig sind. Die Antwort, die sie bekommt, zeichnet ein ziemlich klares Muster: Das Produkt kommt an, der Preis stimmt, und das System funktioniert, solange man mit niemandem sprechen muss. Sobald man mit jemandem sprechen muss, ist es vorbei.

Der grundsätzliche Konsens: Die Online-Druckerei liefert bei einfachen Aufträgen. Karten, Stempel, Außenbanner, T-Shirts, Folien, Kugelschreiber. Mehrere Stimmen berichten von korrekten Bestellungen und Lieferungen sogar vor dem angegebenen Termin. Ein Teilnehmer fasst die Geschäftslogik des Riesen zusammen: Am Tagesangebot orientieren, denn ist ein Produkt heute nicht reduziert, ist es es morgen. Ein anderer nennt das Detail, das viele böse Überraschungen erklärt: Es ist Laserdruck, kein klassischer Druck. Das ist nicht dasselbe, und der Kunde weiß es nicht immer.

Das Problem ist nicht der Druck, sondern das Kleingedruckte

Die auftretenden Fehler sind zweierlei Art. Der erste, technisch und geringfügig: Karten, bei denen das Bild um einige Millimeter verschoben ist, mit einem weißen Streifen an einer Kante. Der zweite, und teurere, betrifft unvollständig abgeschlossene Personalisierungen. Ein konkreter Fall: Jemand bestellte die Rückseite in Schwarzweiß, die Website behielt im Bezahlvorgang die Standardfarbe bei, und als er fünf Minuten später anrief, lautete die Antwort: Die Bestellung läuft automatisch, es kann nichts mehr geändert werden. Hier versteht man das Modell: Läuft alles beim ersten Mal, ist alles gut; wenn nicht, geht die Reklamation im Labyrinth verloren.

Die Warnung kehrt in mehreren Varianten wieder: Vor der Zahlung gründlich prüfen, darauf achten, dass sich nicht im letzten Schritt ein zusätzliches Produkt einschleicht, und den Maßen misstrauen. Ein auffälliger Fall: Die Premium-Karten haben nicht das Standardmaß, sie sind länger als eine Kreditkarte, passen also nicht ins Portemonnaie und landen in der ersten besten Tasche oder im Müll. Das Detail steht nicht auf der Website.

Wahrgenommene Qualität: von „akzeptabel“ bis „klebrig“

Die Spanne der Bewertungen ist breit. Für die einen reicht das Produkt für den schnellen Bedarf, 30 % günstiger als eine Druckerei im Viertel. Für die anderen fühlt sich die Folienkaschierung einer Mappe griffig-schmierig an, etwas, das man erst entdeckt, wenn man sie in der Hand hat. Andere berichten, dass ein T-Shirt nach der ersten Wäsche an Farbe verliert oder der Aufdruck eines Kugelschreibers sich durch Reiben abnutzt. Nichts davon steht auf der Produktseite.

Das Gegengewicht bilden die Alternativen. Mehrere Stimmen nennen spezialisierte Online-Druckereien mit kostenlosem Papiermusterbuch und wettbewerbsfähigen Preisen, ebenso viele plädieren für die Druckerei im Viertel bei Aufträgen, bei denen man das Papier anfassen oder Probedrucke machen will. Bei Luxusveredelungen — Metall, Prägungen, Stanzungen — ist der Konsens: Online ist ein Risiko, man weiß erst beim Auspacken, was man bekommt.



Bleibt das Detail, das verunsichert. Das Unternehmen, das bei Visitenkarten unschlagbare Preise bietet, ist dasselbe, das das Postfach mit Angeboten überflutet und nach mehreren Berichten nicht ans Telefon geht, wenn die Lieferung scheitert. Günstig, ja. Aber die Ersparnis hat Kleingedrucktes, das erst auf der Website auftaucht, wenn man schon bezahlt hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (29 Antworten).

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