Urteil wegen zwei Schleusungen von Migranten von Ceuta nach Algeciras nach der Mai-Krise

Die Audiencia de Cádiz in Ceuta verhängt je ein Jahr Haft für die beiden Überfahrten 2021 und 2022 und setzt die Strafe zur Bewährung aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Audiencia Provincial de Cádiz in Ceuta hat einen Mann zu je einem Jahr Haft für zwei Schleusungen marokkanischer Migranten von Ceuta aufs spanische Festland verurteilt, mit dreijähriger Bewährung. Der Angeklagte gestand die Taten und vermied durch ein Schuldeingeständnis die Hauptverhandlung.

Die Sektion VI der Audiencia Provincial de Cádiz in Ceuta verurteilte die als **M.F.** identifizierte Person zu je einem Jahr Haft für die beiden Taten wegen ihrer Beteiligung an zwei Überführungen marokkanischer Migranten von Ceuta aufs Festland. Das nach dem Geständnis des Angeklagten ergangene Urteil setzt die Strafe für einen Zeitraum von **drei Jahren** zur Bewährung aus.

## Zwei Überfahrten, fünf und zehn Personen

Die erste Schleusung fand am **29. September 2021** statt. Bei dieser Gelegenheit half M.F., unterstützt von einer weiteren Person, die sich auf der Flucht befindet, gegen Geld dabei, **5 Marokkaner** aufs Festland zu bringen. Nach den Akten werden für solche Fahrten in der Regel zwischen **1.000 und 2.000 Euro** verlangt.

Die zweite Überfahrt erfolgte am **3. Oktober 2022**. In Begleitung derselben flüchtigen Person half der Verurteilte bei der Überfahrt von **10 Marokkanern**, ebenfalls auf einem Boot.

## Geständnis und Bewährung

Der Angeklagte akzeptierte das Urteil im Rahmen der rechtlichen Figur des Schuldeingeständnisses, wodurch die Hauptverhandlung entfiel. Das Gericht verhängte je ein Jahr Haft für jede der beiden Taten, setzte den Strafvollzug jedoch für drei Jahre zur Bewährung aus.

Das Urteil fällt fünf Jahre nach der Migrationskrise von Mai 2021 in Ceuta, einem Ereignis, das das Verhältnis zwischen Spanien und Marokko belastete und in den Folgejahren auch vor Gericht Folgen hatte.

## Ein Kontext irregulärer Migration

Ceuta und Melilla, als autonome Städte mit Landgrenze zu Marokko, waren historisch Ausgangspunkte für Migranten auf dem Weg nach Europa. Bootsfahrten von Ceuta an die Festlandküste, wie diejenigen, die zu dieser Verurteilung führten, gehören zu den dokumentierten Routen der Region.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig und kann angefochten werden, wobei das Geständnis des Angeklagten den Spielraum dafür verringert. Solche Urteile mit Bewährungsstrafen ohne Haft sind bei Straftaten dieser Art ohne Vorstrafen üblich.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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