Ein Deposit bei Uno-E: 15 Tage mit dem Geld zu 0,1% geparkt
Ein Festgeld bei Uno-E zu eröffnen, kann teuer werden – an Zeit und an Zinsen, die nie ankommen. Der Bericht eines Kunden, der das Deposit 10 online abschloss, beschreibt zwei Wochen Papierkram, Anrufe bei einer 901-Nummer und ein Guthaben, das auf einem verzinsten Konto zu 0,1% schlummerte. Das Deposit wurde schließlich eröffnet, aber mit dem Gefühl, das Institut in der Zwischenzeit kostenlos finanziert zu haben.
Das ist nicht unbedingt die Regel. Andere Kunden desselben Instituts berichten, dass sie dasselbe Produkt ohne Zwischenfälle eröffneten, allerdings langsam: Der Prozess funktioniert, aber er dauert, und der Kalender der Bank deckt sich nicht immer mit dem des Sparers. Bei einem Festgeldprodukt ist jeder Tag Verzögerung ein Tag Zinsen, den jemand unterwegs verliert.
Was bei der Eröffnung des Deposit 10 von Uno-E geschah
Das Verfahren beginnt mit dem Online-Antrag. Ein Umschlag mit den Unterlagen kommt nach Hause, das Quellkonto für die Überweisung wird angegeben, eine Kopie des Personalausweises beigelegt und alles in einem vorfrankierten Umschlag zurückgeschickt. Kurz darauf erscheint die Kreditkarte von Uno-E, aber unaktiviert und ohne PIN. Ohne PIN gibt es keine Möglichkeit, online zu prüfen, was mit dem Geld geschehen ist.
Wenige Tage später kündigt ein Anruf auf dem Handy an, dass die Überweisung ausgeführt wird, und bietet an, den Betrag für die Eröffnung des Deposits zu erhöhen. Das Gespräch wird aufgezeichnet, und der Kunde stimmt der Erhöhung zu. Ein Fehler mit langen Folgen: Wenn die Bank das Geld bewegt, bewegt sie den ursprünglichen Betrag, nicht den am Telefon vereinbarten. Der endgültige Betrag muss später per Überweisung eintreffen, und während der Vorgang abgeschlossen wird, bleibt das Guthaben auf einem sogenannten persönlichen Konto, das 0,1% zahlt.
Die Ausrede, die von selbst zusammenfällt: die Unterlagen
Acht oder neun Tage nach der Überweisung, mit dem PIN in der Hand, zeigt das Konto kein Deposit. Das ganze Geld liegt auf dem persönlichen Konto. Die Erklärung am Telefon lautet, dass die Unterlagen nicht angekommen sind. Der Widerspruch ist offensichtlich: Wären diese Papiere nicht angekommen, hätte das Institut keine Genehmigung gehabt, einen einzigen Euro vom Quellkonto abzubuchen.
Die Bank selbst räumte später in einem weiteren Anruf ein, dass die Unterlagen sehr wohl vorlagen und die frühere Aussage ein Fehler war. Dazwischen ordnet der Kunde die Rücküberweisung des gesamten Geldes auf sein ursprüngliches Konto in Überweisungen von maximal 5.990 Euro alle fünf Minuten an. Am Nachmittag ruft man ihn an, um ihm mitzuteilen, dass man versucht habe, das Deposit zu eröffnen, aber keine Mittel vorhanden gewesen seien. Die Abfolge, kaum zu improvisieren, lässt wenig Zweifel daran, wer die Informationen hatte und wann.
Wie lange dauert es bei einer Online-Bank wirklich, ein Deposit zu eröffnen?
Der Fall passt zu einem breiteren Muster. Wer das 11%-Deposit von Openbank eröffnete, erinnert sich an drei Wochen zwischen Kontoeröffnung, dem Versenden von Papieren und dem Geld auf dem Konto. Ein anderer Nutzer wartet seit über einer Woche darauf, dass seine Hausbank das Geld an ein Online-Institut überweist. Internetbanken sind oft langsam, und der Engpass liegt nicht an der Website, sondern an der Prüfung von Unterschriften und Dokumenten.
Der Unterschied, der in Vergleichen immer wieder auftaucht, ist operativer Natur: Sobald das Geld auf einem Konto wie dem von ING liegt, wird das Deposit online abgeschlossen, ohne Anrufe oder zusätzliche Sendungen. Bei Uno-E braucht man ein Telefon, manchmal mehr Papiere und eine Bestätigung, die nicht vom Kunden abhängt. Der Sparer, der die beste Rendite sucht, trägt diese Kosten am Ende in Form von Zeit.
Das Kleingedruckte, das tatsächlich geschrieben stand: die automatische Verlängerung
Die zweite Front desselben Produkts ist die Verlängerung. Wenn nichts anderes mitgeteilt wird, wird das Deposit bei Fälligkeit automatisch verlängert. Ein Kunde weist darauf hin, dass der Hinweis sowohl auf der Aktionsseite als auch in den allgemeinen Bedingungen steht, die bei Vertragsabschluss akzeptiert werden, und das nicht gerade in winziger Schrift.
Der Hinweis löste einen heftigen Streit aus zwischen denen, die meinen, der Vertrag werde vor der Unterschrift gelesen, und denen, die argumentieren, das Produktdesign führe zu Nachlässigkeit. Der praktische Ausweg ist einfach: telefonisch in fünf Minuten kündigen, ohne Strafe und mit dem Geld am nächsten Tag auf dem Konto. Die drei zusätzlichen Tage, die sich in die Verlängerung schleichen, werden zu einem viel niedrigeren Zins vergütet, etwa 1%.
Die Karte, die 10 Euro gab, und der Monat, der nicht zählte
Ein weiteres Puzzleteil des kommerziellen Angebots ist die Karte. Die Willkommensaktion bot 10 Euro für Ausgaben von mehr als 100 Euro pro Monat, aber das tatsächliche Zeitfenster beginnt im Monat der Aktivierung, nicht in den folgenden zwei Monaten, wie viele verstanden. Das Detail ruiniert niemanden und erklärt, warum so viele Menschen dieselbe Geschichte mit unterschiedlichem Ausgang erzählen.
Der Abschluss des Zyklus hinterlässt eine unklare Bilanz. Das Deposit wird eröffnet, die Zinsen werden pünktlich gezahlt und die Kündigung funktioniert, wenn es sein muss. Was nicht zurückgewonnen wird, ist die Zeit, in der das Geld zu 0,1% lag. Unter diesen Bedingungen ist zu erwarten, dass das Institut weiterhin Kunden durch Rendite und nicht durch Schnelligkeit gewinnt. Ob der Prozess verkürzt wird oder nicht, ist Sache der nächsten Aktion.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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