Atresmedia, ACS oder Intel: Diese Aktien stehen im Fokus

Atresmedia mit 3,6 Euro Kurs und 42 Cent Dividende, Intel mit starken Fundamentaldaten und ACS bei 16 Euro: Aktien, die Anleger beobachten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Atresmedia, ACS oder Intel: Diese Aktien stehen im Fokus
Atresmedia, Intel und Bayer: Aktien im Fokus der Märkte

Eine Dividende von 42 Cent pro Aktie, die in zwei Jahren auf 70 Cent steigen könnte. Das ist das Versprechen hinter einem Namen, der immer wieder fällt, wenn es um Aktien geht, die man im Auge behalten sollte: Atresmedia. Das Unternehmen notiert bei 3,6 Euro, ist schuldenfrei und verfolgt eine Dividendenpolitik, die von Befürwortern als so großzügig bezeichnet wird, dass Großaktionäre sogar Zahlungen aus Schulden zu genehmigen bereit sind. Das Argument ist simpel: Das Unternehmen macht Gewinn, gewinnt Marktanteile und die Bilanz hält stand. Das Problem ist, dass das Fernsehen als Geschäft seit Jahren unter Druck steht. „Das Fernsehen stirbt“, lautet eine der zentralen Thesen in der Debatte.

Die Diskussion darüber, welche Werte Aufmerksamkeit verdienen, ist gespalten. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die Dividenden und regulierte oder reife Geschäftsmodelle suchen: Enagás, Redeia, Aena, Logista, ACS. Auf der anderen Seite stehen die Setzer auf den Technologie- und Energiezyklus: Intel, Bayer, FuelCell, Ballard, Cameco, Lithium Americas. Und dazwischen eine Handvoll Namen, die für unbehagliches Konsens sorgen: Meta, PayPal, Block, Shopify, Spotify, Roblox.

Welche Aktien bieten aktuell die höchste Dividende?

Dividenden sind das verbindende Element eines Großteils der Diskussion. Enagás und Redeia werden als Werte genannt, die „extrem stark laufen“ und eine beachtliche Dividende ausschütten, wenngleich es vielleicht schon spät für einen Einstieg ist. Belgische und niederländische Titel haben laut Analysen am Boden aufgelegt und bieten immer noch eine Dividendenrendite von fast 10 %. Auch europäische Versicherer schütten gut aus und profitieren zudem von den gestiegenen Zinsen.

Atresmedia ist der am intensivsten analysierte Fall. Bei einem Kurs von 3,6 Euro, einer Dividende von 42 Cent und steigenden Tendenzen sowie ohne Schulden lautet die These, dass das Unternehmen in zwei Jahren eine Zahlung von 70 Cent aufrechterhalten kann. Die Großaktionäre sind bereit, Dividenden selbst aus Schulden zu finanzieren, was von einigen als Vertrauensbeweis und von anderen als Warnsignal gewertet wird. Das Unternehmen hat bewiesen, dass es Umsätze steigern und Marktanteile in einem schrumpfenden Sektor gewinnen kann.

Weitere genannte Dividendenwerte: British American Tobacco, EDP, BMY, Inditex zu aktuellen Preisen, Verizon mit 5 % nach der Korrektur sowie Taiwan Semiconductor, das günstiger, aber mit dem China-Risiko behaftet ist. Die Warnung bleibt dieselbe: Eine hohe Dividende entschädigt nicht für ein sterbendes Geschäft.

Intel, Bayer und der Industriezyklus: Die schlafenden Giganten

Intel wird als Beispiel für ein Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten und unterbewertetem Kurs angeführt. Das wiederkehrende Argument: Die Fundamentaldaten sind eine 10, das Unternehmen investiert enorme Summen in eine neue Fabrik in Ohio, und sobald diese Investition getätigt ist, sollten sich die Zahlen verbessern. Das Hindernis: Probleme bei den 10-Nanometer-Fertigungsprozessen. „Wenn sie sich nicht so verheddert hätten, würde sie jeder kaufen“, so eine Zusammenfassung der Stimmung.

Bayer ist der andere erwähnte schlafende Gigant. Nach schwierigen Jahren aufgrund von Rechtsstreitigkeiten und der Übernahme von Monsanto scheint das Unternehmen zu erwachen. Niemand spricht über es, und das wird in bestimmten Kreisen als Chance gelesen.

Im Energiesektor werden FuelCell und Ballard als Hochrisiko-Wetten genannt: Die Energiekrise treibt sie mit der typischen Irrationalität des Nasdaq voran. Cameco und Lithium Americas vervollständigen die Liste der Namen, die mit kritischen Rohstoffen verknüpft sind.

ACS und die Rezession: Warum man auf 16 Euro wartet

ACS ist der technischste Fall in der Diskussion. Die These: Rezessionen und fallende Indizes treffen Bauunternehmen überproportional hart, daher müsse man warten, bis der Wert auf 16 Euro fällt, um einzusteigen. Es ist keine Wette auf Dividenden oder Wachstum, sondern eine Wette auf den Zyklus. Wer die Aktie verteidigt, bestreitet nicht die Qualität des Unternehmens, sondern diskutiert den Einstiegspreis.

Der Kontext dieser Idee ist ein Markt, der laut verschiedenen Stimmen Monate ohne expansive Geldpolitik verbringen könnte. Das ändert die Regeln: Zyklische Werte leiden, defensive Werte halten stand und Unternehmen mit Schulden geraten in Bedrängnis.

Meta, PayPal und das Metaverse: Technologie, die nicht überzeugt

Meta stößt auf breite Ablehnung. Das am häufigsten genannte Argument ist nicht finanzieller, sondern technologischer Natur: Das Metaverse ist ein Projekt ohne die notwendige Technologie, um kurzfristig zu funktionieren. „Es ist ein Bluff von unvorstellbarem Ausmaß“, fasst eine Nachricht zusammen, die behauptet, die Branche von innen zu kennen. Die Warnung ist klar: Wenn man in Meta investiert, dann nicht wegen des Metaverse.

Das technische Problem wird konkretisiert: Virtual oder Augmented Reality erfordert einen Bildschirm in drei Zentimetern Entfernung zum Auge, was neben Unbehagen auch die Sicht schädigt. Bis dieser Flaschenhals gelöst ist, wird das Metaverse nicht abheben.

Auch PayPal überzeugt nicht. Als Alternative wird Block (ehemals Square) vorgeschlagen, und für diejenigen, die etwas Starkes im Sektor suchen, taucht erneut Atresmedia auf. Shopify, Spotify und Roblox werden trotz Kursverlusten von 75 % als Werte erwähnt, die manche selbst unter diesen Bedingungen nicht in Betracht ziehen.

Die ungeschriebene Regel: Weder Spanien noch China

Einer der am häufigsten wiederholten Strömungen in der Diskussion ist die Empfehlung, den spanischen und den chinesischen Aktienmarkt zu meiden. Das Argument: In den USA gibt es tausende Aktien zur Auswahl, und die regulatorischen sowie politischen Risiken in China werden nicht entschädigt. Als Antwort der Verfechter spanischer Werte werden konkrete Namen genannt: Vidrala, Inditex, Faes, Grifols, Viscofan, Rovi, Logista, ACS, Sabadell, CaixaBank. „Mit diesen drei schlafe ich sehr ruhig“, heißt es in einem Beitrag bezüglich Vidrala, Inditex und Faes.

Die Debatte über Investitionen in China kreuzt sich mit der über den Yuan und chinesische Aktien. Das wiederkehrende Fazit: Ein regulatorisches Risiko, das schwer zu quantifizieren ist.



Die Liste der Werte, die man im Auge behalten sollte, ist lang und widersprüchlich: von Enagás und Redeia bis hin zu Intel und Bayer, sowie Atresmedia, ACS, FuelCell, Ballard, Cameco, Lithium Americas, Verizon, British American Tobacco, EDP, BMY, Taiwan Semiconductor, Vidrala, Inditex, Faes, Grifols, Viscofan, Rovi, Logista, Sabadell, CaixaBank, Meta, PayPal, Block, Shopify, Spotify und Roblox. Niemand ist sich einig, welcher der beste ist. Fast alle sind sich einig, welcher der schlechteste ist: der, den sie selbst gekauft haben. Gibt es in dieser Liste irgendeine, die bei diesen Preisen keine Falle ist?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (102 Antworten).

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