Unbestätigte Liste bezichtigt 61 spanische Journalisten als Söldner

Eine ungeprüfte Online-Liste beschuldigt 61 spanische Journalisten, bezahlte Schmutzkampagnen für den 'Chapero-Sumpf' zu führen, darunter bekannte Namen wie Ana Rosa und Évole.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine Liste mit 61 Namen von Journalisten, die als 'Söldner' des 'Cafre-Sumpfs' beschuldigt werden, kursiert im Netz

Laut einer seit Stunden kursierenden Leckage sollen 61 Medienprofis identifiziert worden sein, die angeblich als 'Journalisten-Söldner' für den sogenannten 'Cloaca del Cafre' gearbeitet haben. Die Liste, die in Foren und sozialen Netzwerken geteilt wird, enthält bekannte Persönlichkeiten wie Jesús Cintora, Javier Ruiz, Ana Rosa Quintana (abwertend als 'Angelines' bezeichnet), Ignatius Farray, Jordi Évole, Fernando G. Fortes, Ignacio Escolar, Lucía Méndez und José Antonio Vera, unter anderen.

Der Ursprung der Anschuldigung: ein Video und ein Countdown

Alles beginnt mit einem YouTube-Video (mb5wqekKN6s), das Minute 3:52 als Schlüsselstelle markiert, sowie einem weiteren Link zu einem bestimmten Moment (JOkWEedoEVE:232). In der Diskussion wird vermutet, dass Alfonso Rojo auf seinem Kanal Teile der Namen enthüllt habe. Allerdings liefert keine der Nachrichten eine überprüfbare Quelle oder eine vollständige Liste. Teilnehmer fügen Beleidigungen und Zuschreibungen wie 'Hure' oder 'Schlampe' hinzu, was jeden Anspruch auf Seriosität zunichtemacht.

Reaktionen und politischer Kontext

Der Hintergrund ist der offene Konflikt zwischen Medien und dem Umfeld von Pablo Iglesias bzw. der 'Koalitionsregierung'. Der Ausdruck 'Cloaca del Cafre' – wobei 'Cafre' möglicherweise ein abwertender Spitzname für einen Politiker ist – deutet auf ein angebliches Netzwerk bezahlter Journalisten hin, die andere Profis diffamieren sollen. Während einige behaupten, 'ganz La Sens und TVE' seien involviert, beschränken andere den Fokus auf spezifische Sendungen wie 'El Toro TV' oder 'VIOne'. Das Fehlen von Beweisen hindert nicht an der Viralisierung der Liste.

Was bekannt ist und was nicht

Bis heute gibt es keine offizielle oder gerichtliche Bestätigung, dass eine solche Liste existiert. Die genannten Namen sind öffentliche Figuren, doch der Vorwurf, 'Söldner' zu sein, entbehrt jeglicher öffentlichen Grundlage. Die Debatte bewegt sich zwischen politischer Abrechnung und einfacher Verleumdung. Bis zur Einleitung einer Untersuchung oder einer verifizierten Leckage bleibt dies im Bereich der Verschwörungstheorien. Dennoch zeigt die Entstehung dieser Debatte die tiefe mediale Polarisierung in Spanien.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (38 Antworten).

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