Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Ruiz und Cintora: YouTube-Videos nach Bürgerbeschwerde gelöscht
Ein Bürger beschwert sich bei der RTVE-Publikumsbeauftragten über die Monetarisierung von TVE-Inhalten durch Javier Ruiz und Jesús Cintora auf YouTube.
Javier Ruiz und Jesús Cintora müssen ihre YouTube-Videos löschen
Eine private Beschwerde bei der Publikumsbeauftragten (Defensora de la Audiencia) des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTVE hat dazu geführt, dass zwei ihrer bekanntesten Journalisten die Veröffentlichung von Inhalten auf ihren persönlichen YouTube-Kanälen eingestellt haben. Dort hatten sie Material aus öffentlichen Sendungen genutzt, um Einnahmen zu erzielen. Die Parallele ist auffallend: Journalisten, die Privatisierung und privaten Profit mit öffentlichen Mitteln kritisiert haben, wurden dabei ertappt, genau dies zu tun.
Was ist genau passiert?
Die Beschwerde an die Publikumsbeauftragte von RTVE monierte, dass sowohl Javier Ruiz als auch Jesús Cintora Ausschnitte aus öffentlichen TV-Sendungen (TVE) ohne eigenen redaktionellen Mehrwert auf ihre YouTube-Kanäle hochgeladen und diese monetarisiert hätten. Der Beschwerdeführer argumentierte, es handle sich um eine private Nutzung von Inhalten, die von allen Steuerzahlern finanziert werden, wodurch ein persönlicher wirtschaftlicher Vorteil auf Kosten der öffentlichen Kassen entstehe.
Die Publikumsbeauftragte wurde tätig. Laut dem Beschwerdeführer fiel die Entscheidung positiv aus, und die Journalisten wurden aufgefordert, das Material zurückzuziehen. Obwohl ältere Videos bis heute online bleiben, hat Javier Ruiz seit dem 1. Juni keine neuen Videos hochgeladen, und Jesús Cintora beschränkt seinen Kanal auf Zoom-Interviews, die weit entfernt von den früheren TV-Clips sind. Der Kanal von Ruiz umfasst derzeit nur noch 65 Videos – eine niedrige Zahl für ein Profil, das vor der Beschwerde vermutlich deutlich mehr Inhalte hatte.
Das Geschäft mit wiederverwerteten öffentlichen Inhalten
Diese Praxis ist nicht neu. Mehrere Journalisten öffentlicher Medien haben YouTube-Kanäle eröffnet, in denen sie ihre meistdiskutierten Auftritte zusammenstellen, was Traffic und damit Werbeeinnahmen generiert. Kontrovers wird es, wenn dieser Inhalt Eigentum einer öffentlichen Einrichtung ist und ohne explizite Genehmigung oder Rückfluss an den Staat verwertet wird. Im Fall von Ruiz und Cintora kommt hinzu, dass beide Stimmen gegen die "verdeckte Privatisierung" öffentlicher Dienste waren, was dem Vorgang einen Hauch von Heuchelei verleiht.
Die Diskussion deutet darauf hin, dass die Einnahmen nicht unerheblich sind. Schätzungen in sozialen Medien gehen davon aus, dass ein Kanal mit 65 gut platzierten Videos je nach Aufrufen zwischen 500 und 2.000 Euro monatlich generieren kann. Handelt es sich zudem um einen Journalisten mit treuer Anhängerschaft, könnte die Summe höher sein. Der durchschnittliche Steuerzahler akzeptiert kaum, dass sein Geld zur Finanzierung persönlicher Kanäle von Prominenten dient.
Geteilte Reaktionen: Held oder Denunziant?
Die Maßnahme hat eine intensive Debatte ausgelöst. Einerseits begrüßen Befürworter die Initiative als Akt der Gerechtigkeit gegen den üblichen "Filz": Profis, die vom Öffentlichen leben, während sie die Steuerzahler verachten. Andererseits bezeichnen Kritiker dies als "Denunziation" und sehen darin einen Angriff auf die Meinungsfreiheit regierungskritischer Journalisten. Fakt ist, dass die Publikumsbeauftragte bereits eine Entscheidung getroffen hat, und das anschließende Schweigen der Betroffenen deutet auf ein negatives Urteil hin.
Der Beschwerdeführer selbst, der angibt, Drohungen erhalten zu haben und sogar beschuldigt worden sei, "zwei Ausweise" zu besitzen, ist zu einer polarisierenden Figur geworden. Doch jenseits der persönlichen Anekdoten ist relevant, dass die Institution funktioniert hat: Ein anonymer Bürger hat erreicht, dass zwei Schwergewichte des offiziellen Journalismus ihre digitale Strategie überdenken.
Wie geht es weiter? Zukunft persönlicher Kanäle von Journalisten öffentlicher Medien
Die Entscheidung setzt einen Präzedenzfall. Wenn die Publikumsbeauftragte auch die Löschung alter Videos anordnet, könnten die Journalisten gezwungen sein, ihre gesamte YouTube-Historie zu entfernen, was erhebliche Einnahme- und Sichtbarkeitsverluste bedeuten würde. Bisher haben weder Ruiz noch Cintora öffentliche Stellungnahmen zum Fall abgegeben.
Die Frage bleibt offen: Ist es legitim, dass ein Journalist eines öffentlichen Mediums sein Bild auf privaten Plattformen mit Inhalten verwertet, die mit Steuergeldern erzeugt wurden? Für viele Steuerzahler lautet die Antwort eindeutig nein. Und es scheint, als teile die Publikumsbeauftragte diese Ansicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (215 Antworten).
Forennutzer beobachten das Mietangebot in Madrid: von 11.815 auf 9.398 Inserate an einem Tag. Sie führen den Rückgang auf das Dekret zurück. Barcelona hat nur noch 680 Langzeitmietwohnungen.
Iván Espinosa de los Monteros stellt am 25.09. in Spanien das private Denkfabrik-Projekt 'Atenea' vor, während die Frage offen bleibt, ob daraus eine neue politische Kraft entsteht.