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Trump schickt zwei Atom-U-Boote als Warnung an Medwedew
Nach Drohungen von Medwedew ordnet Trump die Entsendung zweier Ohio-Klasse-U-Boote an. Ein politisches Signal, das die nukleare Abschreckung nicht ändert.
Trump entsendet zwei Atom-U-Boote nach Warnung von Medwedew
Zwei Atom-U-Boote auf dem Weg in «die entsprechenden Regionen». Das ist die Antwort Donald Trumps an Dmitri Medwedew, den ehemaligen russischen Präsidenten und heutigen stellvertretenden Vorsitzenden des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, nachdem dieser gewarnt hatte: «Dies hier sind weder Israel noch Iran». Die Ankündigung erfolgte über soziale Medien im typischen Ultimatum-Stil des US-Präsidenten: «Worte sind sehr wichtig und können oft unvorhergesehene Konsequenzen haben». Übersetzt heißt das: Beim nächsten Mal Vorsicht.
Die Abfolge ist weniger improvisiert, als es scheint. Medwedew hat seit Längerem die Rhetorik verschärft, und Trump hat beschlossen, mit denselben Mitteln zu antworten – denen der rohen Gewalt. Die entscheidende Frage ist nicht, ob diese Geste übertrieben ist (das ist sie), sondern ob sie einen einzigen Stein auf dem Schachbrett bewegt. Spoiler: Wahrscheinlich keinen.
Was genau jeder gesagt hat
Der Auslöser war eine Warnung Medwedews, die betonte, dass der Konflikt mit Russland nicht den Auseinandersetzungen Washingtons mit Israel oder Iran ähnelt; hier gibt es keinen technologisch unterlegenen Gegner, der durch chirurgische Bombardements niedergezwungen werden kann. Trump reagierte mit der Anordnung, zwei U-Boote mit Atomantrieb zu entsenden.
Man sollte das Original lesen, bevor man sich aufregt. Es gibt keine Ankunftsdaten, keine Koordinaten, keine identifizierte Flotte. Es gibt ein Communiqué mit emotionaler Großschreibung und zwei Einheiten, die sich irgendwohin bewegen, ohne dass der Absender dies konkretisiert. Militärisch gesehen ist das eine Visitenkarte, kein Schlachtplan.
Warum zwei U-Boote kaum etwas an der Abschreckung ändern
Hier kommt das Detail, das die halbe Erzählung widerlegt. Die gesamte U-Boot-Flotte der US Navy ist atomgetrieben, aber nur 14 Einheiten der Ohio-Klasse – die nicht umgerüsteten – tragen Nuklearwaffen. Und ballistische Raketen, die von See aus gestartet werden, werden nicht «an einen bestimmten Ort geschickt»: Sie patrouillieren. Permanent. Seit Jahrzehnten. Zwei Rümpfe von einem Ozean zum anderen zu verlegen, verändert das Gleichgewicht nicht, denn das Gleichgewicht hing nie davon ab, dass sie vor Anker lagen.
Was sich ändert, ist das öffentliche Signal. Und dieses Signal richtet sich in diesem Fall mehr an den heimischen Wähler als an den russischen Generalstab.
Die Geschichte der russischen Flotte, die als Warnung dient
Wenn davon die Rede ist, russische U-Boote in die Nähe der US-Küste zu schicken, sollte man daran denken, dass dies seit sechzig Jahren geschieht, mit einer bemerkenswert unfallreichen Historie. Das K-8 sank 1970 im Golf von Biskaya. Das K-19 erhielt den Spitznamen die schwimmende Hiroshima wegen seiner Pannen. Das K-219 erlitt 1986 eine Explosion, die beinahe zur Katastrophe führte. Und das K-141 Kursk ging am 12. August 2000 im Barentsmeer unter. Die Bedrohung existiert; die Geschichte auch.
Ukraine, NATO und die Schuldzuweisungen
Der Hintergrund des Streits ist der Krieg in der Ukraine und seine Kosten. Ein Teil der Analyse behauptet, die NATO habe ihren Einflussbereich bis an die russische Grenze ausgeweitet und Moskau reagiere auf diesen Druck; andere entgegnen, daraus lasse sich nichts Ähnliches wie eine Invasion ableiten, und erinnern daran, dass die russischen Geländegewinne langsam und teuer sind: Man spricht von 112.000 getöteten Russen allein in diesem Jahr, eine Zahl, die keine Propaganda gut verdaut.
Einige befürworten, dass sich die Ukraine aus den Gebieten zurückziehen sollte, die Russland im Feld zurückerobert hat, während andere kontern, dass die Lösung nicht von der angegriffenen Seite unterschrieben wird. Der einzige klare Konsens ist, dass noch niemand erklärt hat, wie dies bezahlt werden soll.
Die Wirtschaft hinter dem Bluff
Trump will keine Billionen in die Ukraine stecken und hat die heimische Wirtschaft fest im Griff. Die meistzitierte Lesart ist, dass er entschieden hat, dass der Weg der Beschwichtigung ins Nichts führt, und stattdessen die nukleare Karte spielt, so wie er es beim nordkoreanischen Programm tat: Spannung erhöhen, bis der andere an den Verhandlungstisch kommt.
Im Hintergrund taucht ein weiteres unbequemes Datum für die Erzählung vom russischen Desaster auf: Manche berechnen, dass die russische Mittelschicht von 15% der Bevölkerung im Jahr 1991 auf 60% heute angewachsen ist, wobei ein Teil dieses Geldes Immobilien im östlichen Spanien kauft. Die vollständige Berechnung samt Methodik bietet Stoff für einen ganzen Nachmittag Diskussion.
Sechzig Jahre Atom-U-Boot-Patrouillen und das Telefon klingelt immer noch gleich. In der Zwischenzeit ist die Zahl, die nicht in den Schlagzeilen steht, die von 112.000 Toten in einem einzigen Jahr.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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