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Teslas Optimus: Roboter für 20.000 Euro erwartet
Ein Video des Optimus entfacht eine Debatte: Kann ein 20.000-Euro-Roboter mit 3.000 Euro Wartungskosten Arbeitskräfte ersetzen?
Der erwartete 20.000-Euro-Roboter von Tesla stolpert noch
Tesla hat mit einem Video seines humanoiden Roboters Optimus wieder für Wirbel gesorgt: Ein Automat, der sich durch einen Raum bewegt, bei dem das Beste am Ende kommt. Es gibt keine öffentlichen Spezifikationen oder Markteinführungsdaten; der im Thread diskutierte Preis liegt bei etwa 20.000 Euro pro Einheit, und das Projekt läuft erst seit zwei Jahren. Die Reaktion spanischer Investoren schwankte innerhalb weniger Absätze zwischen Spott und seriöser Analyse. Und die unbequemste Zahl ist nicht der Roboter selbst: Es ist die Frage, wer ihn kaufen wird.
Lohnt es sich, einen Arbeitnehmer durch einen 20.000-Euro-Roboter zu ersetzen?
Die Rechnung wurde schnell aufgemacht und steht im Mittelpunkt der Diskussion: Wenn der Roboter 20.000 Euro kostet und die jährliche Wartung bei 3.000 Euro läge, wäre er billiger als eine Anstellung, so einer der Teilnehmer. Er akzeptiert dies ohne Vorbehalte: „Wenn die Wartung 3k pro Jahr beträgt, ist sie im Vergleich zur Einstellung bereits günstig.“
Dem gegenüber steht der zentrale Einwand: Wenn die Wartungskosten letztlich höher sind als das jährliche Mindestlohn-Gehalt eines Arbeiters (SMI), lohnt es sich nicht. Bisher hat niemand die Kosten für Schulung, Integration in die Produktion oder Ausfallzeiten aufgrund von Defekten beziffert. Die Debatte bleibt bei der Kalkulation, und genau dort beginnt es zu hinken.
Das Video ist nicht die Fabrik
Dies ist der häufigste Kritikpunkt. Laut einem Kommentar sieht die Werbung wie ein Render aus Maya oder 3ds Max aus, und trotzdem bewegt sich der Roboter mit einer offensichtlichen Ungeschicklichkeit. „Es ist nichts anderes als Propaganda“, fasst einer der beliebtesten Sticheleien zusammen, der den Gang des Roboters mit dem eines Verletzten vergleicht. Die Unsicherheit beim Gehen sei das unwerblichste Detail der gesamten Inszenierung.
Das Gegenargument kommt von der anderen Seite: Boston Dynamics ist seit über zehn Jahren führend, hat aber immer noch kein nennenswertes kommerzielles Produkt. Ihr Roboterhund kostet etwa 75.000 Dollar, eine hohe Summe, die laut Kommentaren keinen Markt erschlossen hat. Der entscheidende Unterschied, der angeführt wird, ist, dass Optimus lernt, während der Vierbeiner sich nur an das Gelände anpasst, nachdem er für jede Funktion programmiert wurde. Dieser Nuance – Lernen versus Programmierung – bedienen sich die Befürworter des Projekts, um sich abzugrenzen.
Der Knoten, den niemand löst: Wer kauft, wenn niemand verdient?
Hier verlässt die Unterhaltung die Ingenieurwissenschaft und taucht tief in die Wirtschaft ein. Wenn 60 % der Arbeiter Roboter sind, wer kauft dann die Produkte? Die optimistische Antwort besagt, dass die Menschen konsumieren, auch wenn sie nicht produzieren, und dass es weiterhin Kleidung, Nahrung und Autos geben wird. Die pessimistische Antwort skizziert ein Zwei-Geschwindigkeits-Szenario: Eine Elite mit kostenloser Sklavenarbeit, die untereinander handelt – einer baut Supersportwagen, der andere Yachten – und eine Mehrheit, die mit einem Grundeinkommen überlebt, während der Zugang zum Gesundheitswesen sich verschlechtert.
Hinzu kommt der demografische Faktor. In einer Gesellschaft voller kinderloser alter Menschen, warnt eine Stimme im Austausch, werden solche Erfindungen und autonome Autos wie warme Semmeln verkauft, vorausgesetzt, sie sind zumindest funktionsfähig. Die Demografie treibt in dieselbe Richtung wie der Roboter: weniger Hände und mehr Jahre.
Ist Tesla ein Automobilunternehmen oder ein KI-Unternehmen?
Diese Lesart vertreten die Enthusiasten. Das Optimus-Projekt wäre ein Kind der Entwicklung des Autopiloten: Die Lösung des autonomen Fahrens hat dazu gezwungen, wiederverwendbare KI-Technologie für andere Produkte zu entwickeln. Das Problem, räumen sogar Insider-Investoren ein, ist, dass all dies weiterhin Potenzial und keine Gewissheit ist. Manche kaufen Tesla wegen des Elektroautos – der Model 3 kostet nach regionalen Abzügen zwischen 32.000 und 35.000 Euro, so ein Kommentar – und nicht wegen der KI.
Im Hintergrund steht eine wiederkehrende Idee: Das Mooresche Gesetz angewandt auf alles, ein geometrisches Wachstum, das laut Aussagen viele nicht vollständig verstehen. Und eine Berechnung kursiert: Tausend NVidia-Aktien, vor zehn Jahren gekauft, wären heute eine halbe Million wert.
Das Projekt läuft erst seit zwei Jahren – nichts im Vergleich zu den Zyklen der Industrie – und der Leiter des Dojo-Programms ist laut einem Thread-Kommentar gerade zurückgetreten, ohne dass der Grund erklärt wurde. Angesichts dieser Lage schwebt die Frage weiter im Raum: Wenn wirklich niemand produziert, für wen fertigt Tesla?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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